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Auf Nummer sicher

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Mein erster Business-Coach, Frank Minutolo3, führte mich durch drei Start-ups und zwei Unternehmensverkäufe, darunter einen an ein Fortune-500-Unternehmen. Frank brachte das japanische Unternehmen Konica in die USA und führte es von einem Start-up zu einem 100-Millionen-Dollar-Unternehmen. Nach seinem Ausscheiden verfolgte er seine Lebensaufgabe: das Coaching einer handverlesenen Gruppe junger Unternehmer. Ich war einer der ungefähr 30 Glücklichen, die ihn ihren Berater nennen durften.

Ich werde Frank ewig für seinen sachlichen, weisen Rat dankbar sein. Mein Buch Der Pumpkin Plan basiert auf der einfachen Strategie für schnelles organisches Wachstum, die er mir beigebracht hat. Es begann mit unserem ersten persönlichen Gespräch. Er verbrachte vier Stunden mit unserem [24] Team, um jeden Aspekt unserer Unternehmen zu evaluieren, und im Anschluss hatten wir jeweils Einzelgespräche.

Frank sieht ein wenig aus wie Regis Philbin und klingt ein wenig wie der Pate. „Mike“, sagte er mir, „du musst klüger werden, wenn es darum geht, dein Unternehmen auszubauen. Du willst dir nicht all diese Arbeit machen, all diesen Stress ertragen, nur um am Ende nichts davon zu haben. Du wirst deinen Ruhestand in einem rostigen Gartenstuhl verbringen und einer deiner Hoden wird aus deinen Shorts hängen, während du dein armseliges Leben bedauerst“. Mein Hoden? Zum Teufel? Dieses Schilderung war das Seltsamste, was ich je gehört hatte. Es ist einfach ein Bild, das du nicht mehr aus dem Kopf kriegt, wenn du es einmal im Geiste gesehen hast.

Es stellte sich schnell heraus, dass eine verstörend detaillierte Beschreibung der unangenehmen Zukunft deines Kunden als Tattergreis, garniert mit der Erwähnung von Genitalien, eine schockierend effektive Verkaufsstrategie ist. Ich stellte Frank an diesem Tag ein, und er sorgte dafür, dass ich diese hässliche Zukunft vermeiden konnte, indem er mir half, zwei Unternehmen schnell aufzubauen und zu verkaufen. Doch erst nach zehn Jahren Zusammenarbeit verstand ich endlich, was er mir zu sagen versuchte. Angst kann ein massiver Katalysator für Veränderungen sein.

Eines Nachmittags nahm ich Frank zum Mittagessen bei Fuddruckers mit und fragte ihn schließlich, warum er schon bei unserer ersten Begegnung eine so bizarre Geschichte anbrachte. Frank brach in dieses Alte-Männer-Kichern aus, bei dem das Gelächter in einen kleinen Hustenanfall endet.

„Der Sinn dieser Geschichte“, erklärte Frank, „liegt darin, dass du selbst die Blockade bist. Das Problem ist die Anziehungskraft des Vertrauten. Unternehmer unterscheiden sich nicht so sehr von anderen Menschen, denn wenn etwas vertraut ist, wird es angenehm. Unternehmer – auch du, Mike – schuften wie Tiere. Und während du sagst, dass du es hasst oder nicht mehr tun wirst, ist es in Wahrheit das Einzige, was du kennst.

Und wenn du dir etwas vertraut ist, so hässlich es auch sein mag, ist es am leichtesten, genauso weiter zu machen. Wenn du das Vertraute tust, landest du in diesem rostigen Gartenstuhl, wo eines deiner Eier aus deinen Shorts hängt.

Mein Ziel ist, dich davor zu bewahren, das zu tun, was sicher und vertraut ist, anstatt den Sprung in das vielversprechende Neue zu wagen. Ich wollte, dass du richtig Angst vor dem Weg hattest, auf dem du warst. Ich habe deine Angst vor dem Ziel, dass du so bequem angesteuert hast, genutzt, um dich an den neuen, unbequemen Ort zu bringen, den du erreichen musst.“

[25] So schmerzhaft es auch sein mag, unser Glaube, dass wir „mehr und härter arbeiten“ müssen, wird immer vertrauter. Trotz unserer Erschöpfung ist die Situation vertraut, so dass die gleichen Probleme immer die gleichen Lösungen hervorbringen. Lange Arbeitszeiten zwingen uns nicht, unsere Komfortzone zu verlassen, etwas Neues zu lernen oder unser egogetriebenes Bedürfnis nach Mikromanagement loszulassen.

Unternehmer sind so sehr mit ihrer ständigen Arbeit vertraut, dass sie weiterhin die Dinge tun, die dazu führen, dass sich nichts ändert. Wenn du dein Unternehmen so effizient wie möglich machen willst, musst du aufhören, das zu tun, was du tust, denn du bist dir damit selbst im Weg. Die ganze Arbeit selbst zu erledigen oder dich in die Arbeit anderer Leute einzumischen, mag vielleicht alles sein, was du bis bisher kanntest. Es ist inzwischen wahrscheinlich sehr komfortabel. Hör auf damit.

Clockwork: Damit dein Unternehmen läuft wie ein Uhrwerk

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