Читать книгу Der Wurbelschnurps - Nadja Hummes - Страница 3

Prolog

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Der Wurbelschnurps ist ein helles freundliches Wesen.

Er leuchtet. Von innen heraus. Von außen kann man das gar nicht immer so ganz genau sehen. Wenn man ihm allerdings in seine Augen schaut, dann erkennt man es. Vorausgesetzt, man kann ihn sehen. Finella kann es. Finella kann den Wurbelschnurps sehen. Und sie liest gerne. Nicht jedes Buch, nein. Manche Bücher.

Ja, so ist Finella.

Und der Wurbelschnurps?

Der Wurbelschnurps ist ein Bücherwurm. Kein normaler Bücherwurm, versteht sich. Er kann nämlich zwischen seinem Heimatland Amarythien und der Welt der Bücher lesenden Menschen hin und her wandern. Ganz wie es ihm beliebt. Bei manchen Menschen fühlt er sich unwohl. Die mag er nicht. Bei Finella fühlt der Wurbelschnurps sich wohl. Aus diesem Grunde ist er gerne bei ihr.

Nun, ihr könnt euch wohl denken, dass die beiden eine ganze Menge Geschichten zusammen erleben. Kleine Geschichten und große Geschichten. Spannende Geschichten, – aber auch solche, die einfach nur so vor sich hin plätschern. Lustige Geschichten und traurige Geschichten. Schöne und wohltuende Geschichten.

Abends, nachdem Finella eingeschlafen ist, krabbelt der Wurbelschnurps hin und wieder in eines der vielen Bücher, welche Finella gehören. Dort schlüpft er zwischen die Buchseiten und wandert nach Amarythien.

Na gut, genau genommen wandert er manchmal sogar auch des Tages nach Amarythien. Mal in der Frühe oder nach dem Mittagessen. Mal nachmittags oder vor dem Abendbrot.

Finella stört das nicht. Sie weiß ja, dass er wiederkommt. Außerdem weiß sie auch, was der Wurbelschnurps in seinem Heimatland Amarythien macht, wenn er dort ist. Na ja, zumindest so ungefähr. Er besucht den alten Dorjas. Und der alte Dorjas hört dem Wurbelschnurps aufmerksam zu, was dieser ihm aus der Menschenwelt im Allgemeinen und Finellas Erlebniswelt im Besonderen so zu erzählen hat. Dann trinken die beiden eine Tasse Tee. Danach berichtet der alte Dorjas dem Wurbelschnurps von den Ereignissen in Amarythien und der Wurbelschnurps hört nun ihm aufmerksam zu. Anschließend trinken die beiden wieder eine Tasse Tee.

Während sie ihren Tee trinken, überlegen sie, ob es etwas Wichtiges gibt, das getan werden muss. Und wenn ja, was. Das leere Glas Lakritzschnecken wieder auffüllen, zum Beispiel. Oder bei den Bewohnern Amarythiens nach dem Rechten schauen und, wenn notwendig, die Dinge wieder in das rechte Lot bringen.

Manchmal aber gibt es überhaupt nichts zu tun. Das ist prima, denn dann kann man so schön verweilen. Und Tee trinken. Und Lakritzschnecken essen. Und den Blick über Amarythien schweifen lassen.

Dieses herrliche Land, von dem der Wurbelschnurps Finella immer etwas zu erzählen weiß.

Der Wurbelschnurps

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