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3 Entzückendes Wissembourg

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Von der Genussstadt zum Deutschen Weintor

Wissembourg ist eine mittelalterliche und heute dem Genuss zugewandte Stadt mit Mauer und Fachwerkhäusern. Lohnenswert für eine ausgiebige Besichtigung. Die Tour führt durch das idyllische Lautertal zum Deutschen Weintor, wo deftige Pfälzer Weinstuben locken.


Besonderer Genuss: Kultur am Wegesrand

Tourencharakter

Leichte, vorwiegend sonnige Tour auf befestigten Wegen durch Weinberge und Ortsgebiet

Ausgangs-/Endpunkt

Parkplatz Place de la foire in Wissembourg

GPS N49°02’15.9” E07°56’56.2”

Anfahrt

Auto Auf der D 263 von Hagenau oder auf der B 3 von Bad Bergzabern nach Wissembourg

Bahn Von Hagenau nach Wissembourg (www.fluo.eu)

Gehzeiten

Parkplatz Place de la foire – Église Saints-Pierre-et-Paul 0:25 Std. – Husgenossenturm 0:15 Std. – Les Trois Maronniers 0:20 Std. – Château Saint Paul 0:30 Std. – Deutsches Weintor 0:25 Std. – Grenzkapelle 0:15 Std. – Parkplatz Place de la foire 0:30 Std.

Einkehr in Wissembourg

Café Pâtisserie Rebert, Place du Marché aux Choux 7, Tel. 0033/(0)3/88 94 01 66, www.patisserierebert.fr

Restaurant Du Saumon, Place du Saumon 3, Tel. 0033/(0)3/88 94 13 95

Karten

Club Vosgien/IGN, Blatt 2/8, 1:50 000

Touristinformation

Place de la République 11, F-67163 Wissembourg Tel. 0033/(0)3/88 94 10 11, www.ot-wissembourg.fr

Hinweis

Wissembourg ist ein beliebter Ausflugsort. Das Wochenende meiden.


Zur Église Saints-Pierre-et-Paul Vom Parkplatz auf dem Place de la foire starten wir am Busparkplatz vorbei auf der Rue de la Chaîne nach Westen. An der Kreuzung biegen wir links in die Rue de la Laine und auf der Rue nationale nach rechts zum Place de la République ab, an dem samstags Markt ist. Hier steht das klassizistische Hôtel de Ville aus dem 18. Jahrhundert mit dem Office de Tourisme. Die Rue de la République leitet nach Süden. Vor der Pâtisserie Chez Colette mit der Hausnr. 9 schlendern wir nach rechts in die kleine Rue du Passerelle. Zuerst gehen wir aber zu einem Abstecher noch geradeaus zum Place du Marché aux Choux. Die weithin bekannte Pâtisserie Rebert ist von höchstem Interesse, aber auch der Blick in die Rue du Général Leclerc auf das Haus mit dem pittoresken Giebel lohnt.


Im romantischen Brucheviertel in Wissembourg


Genuss und Ruhe am Quai Anselmann in Wissembourg


Die Église Saints-Pierre-et-Paul wurde im 14. Jahrhundert erbaut.

Nun also wieder zurück und jetzt links in die kleine Rue du Passerelle. Auf einem kleinen Steg über die Lauter öffnet sich die oft fotografierte romantische Ansicht mit dem Turm der Kirche Saints-Pierre-et-Paul im Hintergrund. Am Ende der Rue du Passerelle kommen wir rechts auf der Rue de l’Ordre Teutonique zum Place du Saumon mit dem berühmten Maison du sel aus dem 15. Jahrhundert. Die Dachöffnungen dienten der Luftzirkulation in dem Salzlagerhaus. An der Ecke zur Avenue de la sous Préfecture steht die Zehntscheuer aus dem 13. Jahrhundert. Dahinter befindet sich das Ritterhaus mit dem hübschen Renaissancegiebel. Jetzt machen wir in der Avenue de la sous Préfecture gleich den Abstecher bis zum Eingang der Église Saints-Pierre-et-Paul, nach dem Straßburger Münster die größte Kirche im Elsass. Der gotische Bau stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der romanische Westturm datiert allerdings noch aus dem 11. Jahrhundert. Das kunsthistorisch wichtigste Element ist der wunderschöne gotische Kreuzgang auf der Nordseite der Kirche.


Die Moulin de la Walk steht an der Lauter bei Wissembourg.

Zum Husgenossenturm Wir gehen wieder zurück zum Maison du sel am Place du Saumon und biegen nach der Lauter links in den Quai Anselmann. Hier stehen herrliche mittelalterliche Häuser. Am Ende des Quai Anselmann gehen wir links über die Lauter und setzen unseren Weg auf dem Quai du 24 Novembre nach rechts fort. Auf der rechten Seite ist das idyllische alte Tor der Lauter an der ehemaligen Benediktinerabtei (Porte de Vabbaye). An der Brücke zeigt ein Blick zurück ein romantisches Bild auf den alten Waschplatz an der Lauter mit der Kirche Saint Jean im Hintergrund. Die Faubourg de Bitche leitet uns auf der rechten Seite der Lauter entlang durch das Brucheviertel am berühmten Maison de l’Ami Fritz mit dem Erker vorbei. Weiter draußen steht vor dem Husgenossenturm, der Teil der Stadtbefestigung war, ein Wehr.


Stadt der Genüsse

Wissembourg entwickelte sich aus einer im 7. Jahrhundert gegründeten Benedikterabtei und war maßgebend für die deutsche Dichtung. Im Lauf der Geschichte war die Stadt allerdings fortgesetzt von allen Seiten begehrt und wegen der strategisch günstigen Lage immer wieder Schauplatz heftiger Kämpfe. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie mehrmals erobert und zurückerobert und im Französisch-Niederländischen Krieg ging Wissembourg im Feuer unter. 1870 war die Stadt Kampfzone der Schlacht von Wissembourg.

Dafür ist sie bemerkenswert unversehrt geblieben und zeigt sich präsent in neuem Glanz. Der Ort besticht durch seinen gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern mit großem Reichtum an architektonisch bemerkenswerten Bauten. Wissembourg ist heute gerade bei deutschen Besuchern wegen der guten Restaurants und Cafés als Ausflugsort sehr beliebt, wie an Wochenenden zu sehen ist. Ein Spaziergang in der schönen Stadt erfreut die Gäste immer wieder. Wissembourg ist auch eine Stadt der kleinen und guten Geschäfte. Hier kann man genießen wie Gott in Frankreich.

Zu den Les Trois Maronniers Geradeaus queren wir am Schwimmbad die D 334 in die Rue de la Walk vorbei am Restaurant Moulin de la Walk und bleiben entlang der romantischen Lauter. Nach einem Fischweiher müssen wir rechts und überqueren, um 50 Meter nach links versetzt, wieder die D 334 in das Anliegersträßchen aufwärts, das nach 100 Metern nach rechts in einen kleinen Pfad übergeht. Der idyllische Fußweg leitet durch Laubwald höher zu den Les Trois Maronniers (Drei Kastanien) mit Ruhebank und Aussicht auf Wissembourg.

Zum Château Saint Paul Wir steigen auf dem Pfad weiter hinab und erleben an der Kreuzung eine bessere Aussicht. Hier gehen wir nach links auf der Fahrspur wieder nach oben und nehmen an der Weggabel den rechten Weg. An folgenden Abzweigen bleiben wir immer geradeaus auf der Geländekante durch ausgedehnte Weinberge auf das Château Saint Paul zu. Wir kommen direkt am Eingangstor des heute privaten Château Saint Paul vorbei, an dessen Stelle im Mittelalter eine Kapelle gestanden haben soll.


Am Deutschen Weintor in Schweigen beginnt die Deutsche Weinstraße.

Zum Deutschen Weintor Vom Château Saint Paul gehen wir geradeaus auf der Paulinerstraße bis hinunter zum Marktplatz in Schweigen. Die evangelische Kirche besitzt einen Turm von 1456, und der davor stehende Napoleons-Brunnen ist aus dem Jahr 1811. Wir wandern links in die Längesstraße, die in einem Bogen vorbei an der guten Gaststube Stichelfritz direkt zum Deutschen Weintor führt. Hier ist der südliche Ausgangspunkt der 85 Kilometer langen Deutschen Weinstraße.

Zur Grenzkapelle Vom Weintor laufen wir nach Süden zum Kreisverkehr und nach rechts weiter auf der Hauptstraße. Wieder am Marktplatz gehen wir nun links am Gasthaus zum Bären vorbei in Richtung Wissembourg. Die Hauptstraße leitet immer geradeaus leicht abwärts aus Schweigen heraus. Im Garten links vor der Grenze steht die private Grenzkapelle.

Zum Place de la foire In Wissembourg tangieren wir ein Denkmal für die bayerischen Kämpfer des 1870er-Kriegs. Danach stoßen wir an eine Straßengabel, an der wir uns nach links wenden, und an der nächsten Gabelung gehen wir nach rechts. An der Kreuzung mit der großen Verkehrsinsel wandern wir nach links in die Rue des Acacias leicht abwärts. Nach 100 Metern bleiben wir fast geradeaus auf dem Pfad und steigen dann auf der Treppe mit der Markierung roter Ring abwärts in den früheren Stadtgraben und wieder hinauf auf den Rempart. Hier schauen wir direkt auf die Kirche Saint Jean mit dem romanischen Turm. Auf dem Wall halten wir uns links bis zum Pulverturm und laufen dann rechts auf der Rue de la Poudrière zum Parkplatz am Place de la foire zurück.


Herbst an der romantischen Lauter

Wandergenuss Elsass und Vogesen

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