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Super-Gau durch Erdbeben – Was kommt noch auf uns zu?

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„Es sieht aus, als stünden unsere Häuser im Ozean“ titelt Tagesanzeiger.de am 11.05.2011. Weiter heißt es: „Beim Erdbeben im März sackte in Japan die Landmasse um mehrere Meter ab. Einige Küstenstädte stehen seither regelmäßig unter Wasser.“22

Weiter heißt es in dem Artikel:

„Das Erdbeben im Osten Japans am 11. März war dermaßen gewaltig, dass das ganze Land ein Stück meerwärts verschoben und tiefer gedrückt wurde. Wegen der Absenkung und den Beschädigungen der Flutmauern durch den Tsunami dringt die See jetzt regelmäßig in die am schlimmsten betroffenen Orte an der Küste vor. In Hafenstädten wie Onagawa und Kesennuma fluteten die Gezeiten zwischen eingestürzten Wohn- und Lagerhäuser durch die leeren Straßen.“

Es heißt, dass einige Gegenden in Ishinomaki sich gut fünf Meter Richtung Südwesten bewegten und gut einen Meter ins Meer absanken. „Wir nahmen an, dass diese Verschiebung allmählich vor sich gehen würde. Stück für Stück. Wir rechneten nicht damit, dass alles auf einmal geschehen würde, “ wird der Wissenschaftler Tetsuro Imakire von der Gesospatial Information Authority, der Behörde für Geodaten und –informationen zitiert. Weiter heißt es:

„Das Beben sei so gewaltig gewesen, dass erstmals seit Beginn der Messungen Ende des 19. Jahrhunderts die gesamte Landmasse verschoben wurde. Selbst in Tokio, 340 Kilometer von Ishinomaki entfernt, sind Teile der Stadt 24 Zentimeter weiter Richtung Meer gerückt.“

Bei diesem Beben hat sich auch Erdachse verändert, um 15 Zentimeter verschoben, so dass der Tag um 1,6 Mikrosekunden kürzer geworden ist. Die Daten basieren auf Messungen der zur NASA gehörenden Jet Propulsion Laboratoriums (JPL) in Pasadena. Das Erbeben in Chile im Jahr 2010 hatte den Erdentag um 1,2 Mikrosonden verkürzt.23

In meinem Buch Atlantis: Alter Mythos – neue Beweise schreibe ich (zunächst Bezug nehmend auf ein Edgar-Cayce-Reading):

„,(…) Die größeren Teile Japans müssen im Meer untergehen(…)’24 (…)

Am 16.07.2007 kam es in Nordjapan zu einem Beben der Stärke 6,8, bei dem zahlreiche Menschen umkamen und verletzt wurden. In der weltweit größten Atomanlage Kashiwatzaki-Kariwa brach in einem Transformator ein Brand aus, der später gelöscht werden konnte.

Nach dem Beben stellte sich heraus, dass die Sicherheitsnormen für Kashiwatzaki-Kariwa sowie für andere Anlagen nicht ausreichen. Nicht einer der zehn Betreiber von Atomkraftwerken in Japan hat sich auf den Ausbruch von Feuer und Erdbeben eingestellt.25

Ich zitiere aus heise.de:

,Wenn die japanischen Kraftwerke nicht stabil genug in einem Land sind, das extrem erdbebengefährdet ist, dann hatte man womöglich jetzt nur Glück und ist an einer Katastrophe vorbeigeschliddert, aber dann dürfte die Zukunft der Atomkraft in Japan nicht mehr so strahlend sein. Herausgestellt hatte sich nämlich, dass die Atomanlage nicht nur für Erdbeben dieser Stärke nicht ausgelegt war, sondern dass unter ihr eine Verwerfungslinie liegt, von der man aber nichts gewusst hat. Das Epizentrum des Bebens lag nur einige Kilometer entfernt. Glück war vielleicht auch, dass drei der sieben Reaktoren zur Zeit des Erdbebens heruntergefahren waren.’26

So wird die Wahrscheinlichkeit, dass Cayces düstere Prophezeiung doch noch eintreten könnte, ein Stück weit größer.“27

Als ich diese Zeilen schrieb, konnte ich von dem verheerenden Erdbeben am 11. März noch nichts wissen. Was war passiert?

Überall in den Medien wird seit dem 11.03.2011 über das Jahrhunderterdbeben (Stärke 9,0!) im Nordosten Japans und dessen Folgen berichtet. Es kam zu einem Tsunami und einem Atom-Unfall am Kernkraftwerk Fukushima und weiter zu Bränden und zahlreichen Nachbeben. Nachfolgend sei das Wichtigste kurz zusammengefasst:

Das Epizentrum des Bebens lag laut Tagesschau.sf.tv vom 11.03.2011 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai in einer Tiefe von zehn Kilometern. Eine riesige Flutwelle überflutete das gesamte Land. Die Kühlanlage im genannten Atomkraftwerk fiel aus, und Radioaktivität trat aus. Der Tsunami durchquerte fast den gesamten Pazifik. (Rp-online.de vom 12.03.2012) Am Reaktor 1 des Atomreaktors Fukushima kam es zu einer Explosion. Teile der Gebäudehülle des Reaktors brachen weg. An der kalifornischen Küste haben die Tsunami-Wellen Hafenanlagen und Duzende Boote zerstört. Auch im Reaktor Fukushima 2 fiel die Kühlanlage aus. Später überschwemmten größere Tsunami-Wellen Inselgruppen im Südpazifik. (Bild.de am 13.03.2010). Wie Sueddeutsche.de am 12.03.2011 mitteilte, fiel auch die Kühlanlage am Reaktor 3 aus. Faz.de vermeldete am 14.03.2010 ein Nachbeben der Stärke 6,2. Das Epizentrum lag ungefähr 140 Kilometer von Tokio in Richtung Fukushima entfernt. In der Gegend des Kraftwerk Onagawa wurde eine 400fach erhöhte Radioaktivität gemessen. „Die Radioaktivität ist so hoch, dass Arbeiter sich nicht nähern können“, berichtet RP-Online am 17.03.2011, bezogen auf die Reaktoren Fukushima 3 und 4, die trocken lagen. Nun warfen Hubschrauber Wasser über dem AKW ab. Abendblatt.de berichtet am 18.03.2011, dass deutsche Forscher insgesamt 428 Beben in Japan gezählt haben. Diese Seite informiert uns auch darüber, dass sich ein Teil der japanischen Küste um fünf Meter nach Osten verschoben habe. De.News.yahoo.com berichtet am 18.03.2011, dass sich die Erdachse infolge des Erdbebens um mehrere Zentimeter in Richtung 133 Grad östlicher Länge fortbewegte. Der Norden Japans läge jetzt deutlich tiefer. Die lange Zeit zusammengepresste und dadurch leicht nach oben gewölbte Erdplatte habe sich entspannt. Japan selbst wurde um etwa 2,4 Meter verschoben. Die Verschiebung der Erdachse wirke sich geringfügig auf die Drehung der Erde aus – die Tage wurden vorübergehend kürzer, allerdings nur um 1,6 Millionstel Sekunden. Die Veränderungen hätten allerdings keine Verschiebung der Erdachse im Weltraum zur Folge. Welt.de berichtet am 19.03.2011 von 262 Nachbeben der Stärke 5 oder höher in der Woche nach dem Hauptbeben. Faktum-magazin.ch berichtet am 22.03.2011, dass das 9,0 starke Erdbeben die Wahrscheinlichkeit eines schweren Erdbebens für Tokio erhöht habe. Das Erdbeben habe die Oberfläche verändert und Druck in der Nähe der Hauptstadt aufgebaut. Abendblatt.de vermeldete am 23.03.2011 ein neues Beben am Tag der Meldung der Stärke 6,0. Das Epizentrum lag 72 Kilometer südöstlich der Stadt Fukushima und ungefähr 180 Kilometer nordöstlich von Tokio. Seismoblog.de in Person von Birgit Hoffmann (nach USGS und Iris.edu) spricht am 24.03.2011 von bereits mehr als 300 Beben in der betroffenen Region mit Stärken von 5,0 bis 7,1. Auf den Tag der Meldung vermeldete diese Quelle ein weiteres Beben der Stärke 6,1. Rundschau-online.de spricht am 01.04.2011 von mehr als 11.734 identifizierten Toten und 16.375 Vermissten.28

Schuld an der Situationist dem Schweizer Tagesanzeiger zufolge die Lage Nordjapans in einer Zone, an der die Nordamerikanische und die Pazifische Platten aneinanderstoßen. Bei dem Beben entlud sich die Spannung und die Ränder der Platten schoben sich übereinander. Der Meeresboden habe sich um bis zu fünf Meter gehoben, was den verheerenden Tsunami auslöste. Die Landmasse wurde dabei nach unten gezogen.

Nach und nach traten immer mehr Einzelheiten an die Öffentlichkeit. So räumte das Unternehmen Tepco, der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima, erstmals am 26.05.2011 ein, dass ein zentrales Element des Kühlsystems in Reaktor 3 schon bei dem Erdbeben kaputt gegangen sein könnte. Zuvor hatte man dies bestritten.29

Welt online schreibt am 25.05.2011, dass Tepco zugegeben hätte, dass es insgesamt nach dem Erdbeben und dem Tsunami in drei Reaktorblöcken zu einer Kernschmelze gekommen war. Dies ist gleichbedeutend mit dem „GAU“ – dem größten anzunehmenden Unfall. Die Katastrophe wird sogar der Kategorie „Super-Gau“ zugeordnet.30

Am 04.06.2011 vermeldete Zeit online, dass im zerstörten Atomkraftwerk in Fukushima neue Rekordwerte gemessen wurden. So teilte Tepco mit, dass von Block 1 eine Strahlendosis von bis zu 4000 Millisievert pro Stunden gemessen wurde. „Die Messdaten bedeuten, dass die Arbeiter dort innerhalb wären.“31

Abbildung 1: Satellitenfoto Japan 1999

Wie das Schweizer Fernsehen am 10.07.2011 berichtet, hat sich am Tag der Meldung vor der Küste Japans erneut ein schweres Erdbeben ereignet. Es hatte eine Stärke von 7,1. Das Epizentrum des Bebens lag vor der Hauptinsel Honshu in derselben Region, in der sich im März das verheerende Erdbeben ereignet hatte.32

„Warten auf den nächsten Knall“ titelt Daniel Lingenhöhl am 21.04.2011 in einem Artikel für das Wissenschaftsmagazin Spektrumdirekt.

„Zwei Mal Indonesien, Chile und jetzt Japan: Vier schwere Beben erschütterten die Erde seit 2004. Ist das nur ein statistischer Zufall – oder besteht ein Zusammenhang?“

fragt sich Lingenhöhl. Er erinnert an die Erdbeben in Sumatra an Weihnachten 2004, Sumatra an Ostern 2005, Chile im Februar 2011 und das ausführlich besprochene Erdbeben in Japan: vier Megabeben mit einer Stärke von mindestens 8,5. Vor etwa 50 Jahren trat schon einmal eine derartige Serie von starken Erdbeben auf: 1952 in Kamtschatka, 1960 vor Chile und 1964 in Alaska. „Alle sieben Extrembeben lagen seit 1900 also zeitlich relativ eng zusammen. Alles nur ein Zufall? Oder beginnen Megabeben tatsächlich miteinander, selbst wenn sie Tausende von Kilometern entfernt voneinander stattfinden?“33

Interessant ist der Fakt, dass drei der vier Megabeben innerhalb der Zeitspanne lagen in der nach Edgar Cayce „Veränderungen beginnen“ würden: Er nannte in diesem Zusammenhang die Periode zwischen 1958 und 1998, und die von Lingenhöhl genannten Beben fanden kurz nach diesem „Beginn“ statt.

Und, wie Lingenhöhl feststellt, sehen Geologen wie Charles Bufe und David Perkins vom US Geological Survey (UGSG) in dieser Häufung tatsächlich einen Vorboten für tektonische unruhigere Zeiten. „Das Risiko für diese starken Erdbeben ist gestiegen“, sagt Bufe. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten sechs Jahren ein weiteres Beben der Stärke 9 oder höher kommt, liegt seiner Meinung nach bei 63 Prozent.

Andere Wissenschaftler sind allerdings der Meinung, dass diese Anhäufung tatsächlich zufälliger Art seien. Im unmittelbaren Anschluss an das gebrochene Plattensegment könne sich der Stress im Stein jedoch deutlich erhöhen. Birger-G. Lühr vom GeoForschungsZentrum in Podsdam erklärt:

„Jedes Erdbeben nimmt spannungsmäßig Einfluss auf benachbarte Gebiete. Beispiele sind hierfür das Dücze-Beben in der Türkei im November 1999, das dem Izmit-Beben vom August 1999 folgte, oder das Osterbeben vor Sumatra, oder das Osterbeben vor Sumatra 2005. das durch das Weihnachtsbeben 2004 mitausgelöst wurde.“

Damals rückte, wie Lingenhöhl erklärt, die indonesische Platte über Hunderte von Kilometern ostwärts unter die Eurasische und die Sunda-Platte vor. „In der südlich daran anschließenden Subduktionszone bewegten sich die Erdteile noch nicht weiter; sie wurden aber durch das Ereignis zusätzlich [unter] Druck gesetzt – der sich dann Monate später auf einen Schlag entspannte.“

Ein solcher Zusammenhang beruhigt die Einwohner Tokios nicht gerade, schließlich liegt die Hauptstadt nur wenige 100 Kilometer südlich des Epizentrums des Bebens vom 11.03.2011. Seit langem wird, wie Lingenhöhl schreibt, das so genannte Tokai-Megabeben unmittelbar unter der Stadt oder vor der Küste erwartet, das das so genannte Tohuku-Beben vom März noch bei weiten übertreffen könnte.

In Japan sind die tektonischen Verhältnisse noch weit komplizierter als bei dem von Lühr genannten Szenario, denn hier haben wir es mindest mit drei Plattengrenzen zu tun. Lühr erklärt:

„Im Falle Japans kommt es südlich des jetzt gebrochenen Bereichs, wo die pazifische unter den südlichsten Ausläufer der Nordatlantischen Platte taucht, mit der Philippinischen eine weitere Platte ins Spiel. Das erschwert Überlagerungen bezüglich der Spannungsumverteilung. Voraussagen, ob sich die Verhältnisse weiter aufgeladen oder sogar entspannt haben, sind also kaum möglich.“

Während andere Wissenschaftler beschwichtigen und „zumindest momentan keine unmittelbare gesteigerte Gefahr für Japans Hauptstadt“ stehen, mussten zahlreiche Geowissenschaftlern in ihren ersten Analysen feststellen, dass sich das „Tohuku-Beben“ keinesfalls lehrbuchmäßig verhielt. Normalerweise reiße das Gestein der abtauchenden Platte in ein bis zwei Richtungen. Vor der nordjapanischen Küste allerdings war das Beben eher mit der Explosion einer Feuerwerksrakete zu vergleichen: Das Gestein brach nicht nur entlang der Subduktionszone (also wo eine Platte sich unter die andere schiebt), sondern auch noch sternenförmig an anderen Stellen quer zur Hauptachse. Über dieses gesamte Areal wurde eine große Menge Energie freigesetzt, weswegen das Beben so gewaltig war. Eric Kiser von der Harvard University sprach in diesem Zusammenhang von dem „kompliziertesten Bruchverhalten, das je beobachtet wurde“.

Dazu kommt, dass wie Lingenhöhl ausführt, die Plattengrenze im Norden Japans bisher nicht als ein Kandidat für ein Megabeben galt, denn die Erdkruste, die hier abtaucht, ist sehr kalt und dicht, ziemlich alt (ca. 140 Millionen Jahren) und sehr träge.

Lingenhöhl sagt:

„Extreme Erschütterungen wurden dagegen bislang mit jungen und folglich heißen, sich schnellbewegenden Plattenstücken in Verbindung gebracht – eine Regel, die nicht mehr haltbar erscheint. Praktisch jede Subduktionszone kann also katastrophal brechen – und das jederzeit.“

Interessant ist auch die Aufmerksamkeit, die Cayce Südamerika zollte, haben wir doch auch schwere Erdbeben in Chile angesprochen. Und ein sehr schweres gab es im Jahr 2010:

„Morgenweb.de berichtet am 27.02.2010 von einem Erdbeben der Stärke 8,5 (!) in Chile. Das Zentrum lag etwa 300 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Santiago de Chile in 55 Kilometern Tiefe im Pazifik. 20min.ch spricht am gleichen Tag von 47 Toten und einer Flutwelle von 1,30 Meter Höhe, die sich im Pazifik bildete. Das Epizentrum des Bebens befand sich im Pazifik. Die Stärke des Bebens wurde auf 8,8 (!) korrigiert. Spiegel.de (nach sev/mak/dpa/AFP und Reuters) spricht am 27.02.2010 von 52 Toten. Gebäude schwankten in Santiago de Chile eine Minute lang. Diese Quelle vermeldet ein Nachbeben der Stärke 6,2. Welt online vermeldet am 28.02.2010, dass das Erdbeben einen Tsunami ausgelöst hat. Hier ist die Rede von mindestens 147 Todesopfern im Zusammenhang mit dem Beben. Brücken brachen zusammen, und Häuser stürzten ein. Von mindestens 20 Nachbeben ist hier die Rede.

(…) von Zeit.de vom 27.02.2010 erfahren wir, dass die ersten Tsunamiwellen des Erdbebens in Chile Hawaii erreicht haben. Die erste Welle war ein Meter hoch. Nachrichten.rp-online.de berichtet am 01.03.2010 von mindestens 700 Toten im Zuge des Bebens in Chile. Einen Tag später vermeldet Nachrichten.rp-online.de gleich 800 Tote.

Am 03.03.2010 berichtet Sueddeutsche.de unter dem Titel Erdbeben verkürzt die Tageslänge, dass das verheerende Beben in Chile der NASA zufolge die Erdmassen so verschoben hätte, dass sich die Erde nun etwas schneller dreht. Es handelt sich um eine Beschleunigung von etwa einer 1,26 Millionstel Sekunde. Die Erdstöße verschoben die Erdachse um acht Zentimeter.(…)

,Bislang 279 Erdbeben-Tote in Chile identifiziert’ vermeldet Reuters am 05.03.2010. Es gäbe jedoch noch unidentifizierte Leichen. Insgesamt war zuvor von 802 Toten die Rede.

Birgit Hoffmann vermeldet am 05.03.2010 auf Seismoblog.de ein weiteres Beben in Chile, das eine Stärke von 6,6 aufwies. Das Beben fand in 35 Kilometer Tiefe statt, und das Epizentrum lag ungefähr 35 Kilometer von Concepcion, etwa 90 Kilometer von Chillan (China) und 405 Kilometer von Santiago entfernt.

Spiegel.de (nach jpf/dpa/Reuters/AFP/apn) berichtet am 06.03.2010, dass bei dem Erdbeben und dem Tsunami in Chile 279 Tote identifiziert worden waren - man hatte zunächst versehentlich mehr als 200 Namen von bislang ,nur’ Vermissten auf die Liste der Toten gesetzt. Focus.de vermeldet am 06.03.2010 insgesamt 452 Tote. Nachbeben erschüttern weiterhin das Land. (…)

Interessantes vermeldet AFP (…) am 08.03.2010. Durch das Erdbeben in Chile ist nach einer Studie die gesamte Stadt Conceptión um drei Meter verrückt worden. Sie befindet sich 3,04 Meter westlicher als vor dem Beben. Dies stellte sich bei einer Untersuchung durch chilenische und US-Wissenschafter heraus, die die Universität von Ohio am Tag der Meldung veröffentlichte. Auch Santiago de Chile verschob sich: knapp 28 Zentimeter nach Westen. Die gleiche Quelle meldet, dass inzwischen 497 Todesopfer identifiziert seien.

Am 12.03.2010 berichtet Welt.de (nach Reuters), dass am Tag vor der Meldung ein Nachbeben der Stärke 7,2 Chile erschütterte. Es war bis nach Santiago zu spüren. Stern.de vermeldet am gleichen Tag, dass die Stärke des Bebens auf 6,9 reduziert worden sei. Das Epizentrum des Bebens lag ungefähr 145 Kilometer südlich von Santiago und 105 Kilometer westlich der Stadt Rancagua.“34

Zahlreiche Erdbeben, die nicht selten eine Stärke von über 6 auf der Richter-Skala aufwiesen, ereigneten sich in den Monaten danach, ja, bis jetzt, in Südamerika, vorzugsweise Chile und Argentinien, aber auch in anderen Staaten Süd- und Mittelamerikas.

Spielte Edgar Cayce etwa auf derartige Ereignisse an, als er sagte:

„(…)Süd-Amerika wird von den obersten Teilen bis zum Ende geschüttelt werden(…)“35

In meinen Büchern Atlantis: Mythos oder Wirklichkeit und Apokalyptische Endzeit, gehe ich genauer auf die Prophezeiungen des Edgar Cayce für die Zukunft ein. Kein Zweifel: Cayce ist keinesfalls unfehlbar: Es gab genug Fehlprognosen. Aber trotzdem ist seine Trefferquote ungewöhnlich hoch – und das ist das eigentlich Beeindruckende.

Es gibt Hoffnung, dass die Prophezeiungen nicht zwangsläufig eintreten müssen – möglicherweise hat er sich ja einfach geirrt. Aber auch wenn die Prophezeiungen richtig sind, gibt es eine „Hintertür“, denn Cayce sagte, dass man die Katastrophen verhindern könne, und als gläubiger Christ sah er das Mittel des Gebets als Möglichkeit zur Verhinderung der „Veränderungen“ an. Als ich 1999 mit meiner Internet-Chronik Lokale Katastrophen statt Weltuntergang36 begann, hatte ich den Eindruck, dass die von ihm vorausgesagten Katastrophen37 weit weniger schlimm und nur auf lokaler Basis stattfinden würden. Allerdings wurden entsprechende Katastrophen im Laufe der nachfolgenden Jahre immer drastischer. Cayce redete viel von Erdbeben, Überschwemmungen, und über das Auftauchen und Sinken von Landmassen. Seit 1999 scheinen sich jedoch die von ihm angekündigten „Veränderungen“ immer mehr abzuzeichnen – und Japan war bisher der Gipfel. „Wird es doch noch schlimmer werden?“, fragte ich bei der Abfassung der veralteten Ebook-Version dieses Buches. Und tatsächlich: In den darauffolgenden Jahren kam es jedenfalls immer wieder zu Erdbeben in Japan, vermehrt im Sommer 2019.

Auch in Kalifornien scheint man gerade noch mal an dem berüchtigten „Big One“ – dem großen Erdbeben, dass für Kalifornien erwartet wird – vorbeigeschrammt zu sein. So kam es, wie beispielweise die Online-Seite der Süddeutschen Zeitung am 6. Juli 2019 berichtet, am Tag der Meldung zu einem Erdbeben der Stärke 7,1 in Südkalfornien. Die Süddeutsche spricht von den „stärksten Erschütterungen seit 25 Jahren“. In einer Wüstenregion nordöstlich von Los Angeles war bereits zwei Tage vorher ein Erdbeben der Stärke 6,4 registriert worden, dessen Epizentrum etwa 200 Kilometer nordöstlich von Los Angeles nahe einer Kleinstadt in der Mojave-Wüste gelegen habe. Interessat ist, dass das Epizentrum des Bebens nicht an der Zone der San-Andreas-Störung lag, an dem sich in der Vergangenheit schwere Beben in Kalifornien ereignet hatten. Das zweite Beben ereignete sich in der gleichen Region. Wie dpa am 07. Juli 2019 mitteilt, riss bei der Kleinstadt Ridgerest die Straße aufund Sputnik.de vom 09.07.2019 zufolge ist dieser Riss sogar aus dem Weltraum zu sehen. Edgar Cayce hatte auch „Aktivitäten“ an der Südküste Kaliforniens vorausgesagt. Und genau dort fanden diese beiden Beben statt…

Die Jahre vor der Abfassung der Ebook-Version von „Menschheitsrätsel“ wurden die Jahre zuvor immer öfter als „Jahre der Katastrophen“ bezeichnet. Naturereignisse jährten sich von Jahr zu Jahr. Würde es so weitergehen?

Menschheitsrätsel reloaded

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