Читать книгу ZECHARIA SITCHIN und der außerirdische Ursprung des Menschen - Zecharia Sitchin - Страница 14
Die Herausforderungen, vor denen die Tafelforscher standen
ОглавлениеDie frühen Forscher, die versuchten, die Geheimnisse um die Tontafeln zu lüften, sahen sich während ihrer Arbeit mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Zunächst galt es, zerbrochene Tafeln aus kleinen Scherben wieder zusammenzusetzen. Viele – wenn nicht sogar die meisten – dieser Ton-Artefakte wurden beim Abtransport aus ihren Fundorten in Sumer und Assyrien ernsthaft beschädigt. Die Museen und Universitäten, in deren »Besitz« die Tafeln übergingen, achteten nicht gerade darauf, dass sie mit Samthandschuhen angefasst wurden. Viele Arbeiter auf den Ausgrabungsstätten stammten aus den umliegenden Dörfern und glaubten nicht, dass die »Tondinger« wertvolle historische Informationen enthielten. Die unersetzlichen Zeitzeugnisse wurden schubkarrenweise in Transportcontainer gekippt. Nur wenige waren sich damals des unbezahlbaren Wertes dieser Scherben bewusst. Die Forscher mussten die Tafeln wieder zusammensetzen und in lesbare Form bringen – eine gewaltige Aufgabe. Teilweise sind die Restaurationen bis heute nicht abgeschlossen.
Die umfangreichsten Tontafel-Funde ereigneten sich Ende des achtzehnten bis Anfang des neunzehnten Jahrhunderts. Die Museen und akademischen Einrichtungen, von denen die seinerzeitigen Expeditionen finanziert wurden, glaubten, dass ihnen alles gehörte, was entdeckt wurde – schließlich waren sie ja die Geldgeber. Die Berichte über die Ausgrabungen erfolgten in der Regel auf prestigeträchtigen wissenschaftlichen Zusammenkünften und wurden anschließend in gedruckter Form veröffentlicht.
Das Studium der Tontafeln hielt aber noch weitere Herausforderungen bereit, denn sie alle mussten entziffert werden. Sie enthielten Informationen in Symbolform, geschrieben in Zeichen, die auf den ersten Blick wie seltsame Keile wirkten. Intensive linguistische Analysen kamen schließlich zu dem Ergebnis, dass die in den Ton geritzten Linien in Silben übersetzt werden konnten, die die Basis der Sprache bildeten, die wir heute als Sumerisch bezeichnen. Die dazugehörige Schrift wurde unter dem Namen Keilschrift bekannt. Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um die erste Schriftsprache der Welt.
Bei den entdeckten Tafeln handelte es sich größtenteils um Kopien der sumerischen Originale. Sie waren von den Schreibern jener Kulturen angefertigt worden, die sich nach der Blütezeit der Sumerer und Assyrer entwickelt hatten. Man darf nicht vergessen, dass während des Kopiervorgangs und der Übertragung ins Akkadische und Babylonische Worte verändert wurden. Diese späteren Schreiber verwendeten statt der Originalwörter aus dem Sumerischen oft ihre eigenen. Durch dieses Labyrinth der Komplikationen und linguistischen Herausforderungen musste Sitchin sich vorarbeiten, um nach und nach zu seiner Interpretation der Schilderungen auf den Tafeln zu gelangen.