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Nachhaltig handeln


Der Trend ist eindeutig: Immer mehr Menschen lehnen Produkte ab, die industriell verarbeitet und mit Konservierungsstoffen vollgepackt sind. Sie wollen eine authentische Küche mit natürlichen Lebensmitteln. Und weil sie auch wissen wollen, woher unser Essen kommt, gehen sie häufig zu Direktvermarktern auf Bauernmärkten, in Hofläden und zu Einzelhändlern. Es bilden sich Food Coops, die große Mengen an Lebensmitteln ab Hof in Depots liefern lassen, wo sie dann von den Verbrauchern abgeholt oder auch verteilt werden. Manche Landwirte beliefern nicht aktive Bauern, also Leute, die durch regelmäßige, garantierte Abnahme der Produkte beim Landwirtschaften helfen, obwohl sie nicht mitarbeiten können. Bürgergruppen schließen sich zusammen, um auf ungenutzten Flächen Urban Gardening zu betreiben, Städte verpachten oder verleasen Areale für den eigenen Gemüseanbau, und Kleingartenvereine kümmern sich um Naturnähe, denn in den meisten Schrebergärten muss auch (pflanzliches) Essen produziert werden. All das sind positive Zeichen für mehr Nachhaltigkeit und verantwortliches Handeln. Denn wir müssen uns immer über eines im Klaren sein: Nur wir Verbraucher schaffen es, die Verhältnisse zu ändern. Es ist die sprichwörtliche Abstimmung mit den Füßen, besser: mit unserem Portemonnaie, die Erzeuger zum Umdenken, zu Umweltbewusstsein und verbesserter Qualität zu zwingen. Regulierungen durch die Bürokratie helfen da so wenig wie Demonstrationen, initiiert von Aktivistengruppen.

Geschenke der Natur

Fleisch von gesunden, artgerecht gehaltenen Tieren ist auch gut für uns Menschen, mag die Diskussion zu den Themen Vegan und Vegetarisch auch noch so heftig geführt werden. Das Wichtigste ist doch, dass wir Lebensmitteln wieder die Wertschätzung entgegenbringen, die ihnen gebührt, und das gilt für den Anbau von Getreide, Kartoffeln, Gemüse und Obst ebenso wie für Tierhaltung, die uns neben Fleisch und Fisch auch Eier, Milchprodukte und Honig schenkt – dieses Wort wähle ich bewusst. Denn als überwiegende Selbstversorgerin empfinde ich es immer als großes Geschenk, dass ich reifes Obst pflücken, Kartoffeln für den Wintervorrat ausgraben kann, dass Bohnen und Tomaten wachsen, dass ich sogar im Winter Topinambur, Feldsalat, Lauch und Rosenkohl ernten kann. Natürlich steckt eine Menge Arbeit in Anbau, Pflege und Ernte unserer Lebensmittel, und viele Menschen haben weder genügend Platz noch die nötige Zeit für Eigenanbau. Umso mehr müssen wir diejenigen unterstützen, die hochwertige Lebensmittel für uns produzieren, indem wir diese Qualität auch kaufen.


Obwohl in Deutschland bereits die Hälfte der Getreideernte für die Fleischerzeugung verbraucht wird, müssen wir zusätzlich Futter importieren. Ehemalige Regenwälder in Südamerika, auf denen proteinreiche Futterpflanzen wachsen, werden für die erwünschten Erträge stark gedüngt. Das schadet den Böden und vielleicht auch unserer Gesundheit.

Vielfalt kontra Überproduktion

Biologen und Naturschützer plädieren seit Jahrzehnten für ein Mosaik an vielfältigen Lebensräumen, damit wir die Vielfalt der Arten erhalten. Doch falsche Landnutzung und intensiv bewirtschaftete Monokulturen – denken Sie an Mais und Raps als sogenannte Energiepflanzen! – laugen die Böden aus, zerstören Biotope und die dünne Schicht, die den fruchtbaren Erdboden ausmacht. Fachleute der UN-Konvention gegen Wüstenbildung schätzen, dass ein nachhaltiger und sorgsamer Umgang mit den verfügbaren Böden der Atmosphäre etwa drei Milliarden Tonnen Kohlendioxid entziehen könnte, ein durchaus beachtlicher Teil der Emissionen! Das Argument, dass Bauern immer mehr produzieren müssen, um die Menschheit satt zu kriegen, ist nach Ansicht von Experten falsch. Denn lediglich die Hälfte der produzierten Nahrungsmittel wird gegessen, der Rest geht verloren oder wird vernichtet. Dass immer mehr und größere Anbauflächen erschlossen werden, liegt ja an unserem ständig steigenden Energiebedarf und an den ausgedehnten Weideflächen, die für Tierzucht und Milchwirtschaft erforderlich sind. So erhöhen sich Pacht- und Bodenpreise, was vor allem den Biobauern zu schaffen macht. Dabei hat nur die kleinräumige Landwirtschaft über Hunderte von Jahren artenreiche Lebensräume geschaffen. Das bedeutet für uns als Verbraucher, dass wir die nachhaltige Landwirtschaft fördern müssen und auch, dass wir auf Fleisch- und Milchprodukte zwar nicht verzichten, doch weniger davon essen sollten.

Die Biorhythmus-Küche

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