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BEGEGNUNG AM PIER

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Gemeinsam wanderten sie zur Bootsanlegestelle hinunter. Dennis und Nadja setzten sich auf zwei blau gestrichene Poller, und Tommy lief zum Strand. Unterwegs sammelte er einige flache Steine auf, die er kurz darauf übers Wasser hüpfen ließ.

Seltsam, dachte Dennis, wenn die Halligbewohner vom Fischfang leben, wieso liegt dann zu dieser Tageszeit nur ein einziger alter Kahn im Hafen?

Besucher wollen sie nicht und Schiffe besitzen sie anscheinend auch nicht, aber wovon leben sie dann? Die Frage blieb offen, denn eine Bewegung auf dem alten Kahn lenkte ihn ab.

Ein Mann mit grauem Vollbart und dunkelblauer Schiebermütze balancierte unsicher über eine Planke an Land und wankte singend auf Nadja und Dennis zu. Schwankend wie eine Lärche im Wind blieb er vor ihnen stehen.

„Ha...hallo Fre...Fremde“, lallte der Betrunkene, und seine Alkoholfahne verschlug ihnen den Atem. „Ha...habt ihr ´ne Zi...Zigarette für ´nen a...armen Fischer?“, stotterte er.

Dennis hielt ihm sein Zigarettenpäckchen hin, und der alte Mann zog mit zittrigen Händen eine heraus. Dennis gab ihm Feuer.

„Da...danke Kumpel, ne...nett von dir. Sonst ist nä...nämlich kei...keiner nett zum alten Hans“, lallte er. „Ha...halten mich für verrückt. Aber Hans wei...weiß, wa...was er weiß. Ha...hab das stinkende gelbe Zeug se...selbst geseh´n und all die to...toten Fische.“

„Was für stinkendes Zeug meinen Sie? Und wo haben Sie es gesehen?“, fragte Dennis interessiert.

„Ka...kannst Hans zu mir sagen. Sti...stinkendes gelbes Zeug, hi...hinter´m leer´n Haus bei der Ki...Kirche“, nuschelte Hans und torkelte davon.

König Oyster und sein Reich

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