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Einleitung

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Immer mehr Menschen erfüllen sich den Kindheitstraum vom eigenen Pferd. Ob mit allerbester Abstammung für teures Geld beim renommierten Händler gekauft, ob aus Liebe das Reitschul- oder Reitbeteiligungspferd übernommen, bevor es an den Händler und vielleicht zum Metzger geht, oder Liebe auf den ersten Blick in einer Internetanzeige – am Ende hat man sein Traumpferd im Stall stehen. Und dann fangen viele Probleme erst an. Neben den üblichen Fragen wie „Passt mein Sattel überhaupt?“ oder „Wer kennt einen guten Hufschmied?“ kommen häufig charakterliche Eigenschaften zutage, die man beim Probereiten vielleicht gar nicht wahrgenommen hat. Auch wenn man ein Pferd schon länger kennt, kann ein Wechsel des Besitzers, der Umgebung oder der Aufgaben dazu führen, dass wir unseren Partner plötzlich nicht wiedererkennen. Aus dem Turnierkracher, der immer unter Strom stand, wird ein entspannter Ausreitkumpel. Oder das träge ehemalige Reitschulpferd dreht richtig auf, wenn es nicht mehr täglich fünf Stunden unter wechselnden Reitern geht.

Es ist nicht immer einfach, mit den charakterlichen Eigenheiten seines Pferdes umzugehen. Bin ich selbst eher ein nüchterner und kontrollierter Typ, dann kann mich das hysterische „Hochdrehen“ eines Arabers ebenso wahnsinnig machen wie ein Pferd, das dauernd ängstlich vor allem zurückscheut. Und wenn ich ein eher ängstlicher Reiter bin, will ich doch ein ruhiges Verlasspferd und keines, dass sofort begeistert über jedes Hindernis springt, das jemand auf dem Platz stehen gelassen hat. Aus dieser Not heraus hat sich mittlerweile eine ganze Industrie an Trainingsmethoden entwickelt, die mit unterschiedlichen Mitteln versuchen, Pferd und Reiter einander näherzubringen. Mit verschiedenen Konditionierungsmethoden wird daran gearbeitet, dem Pferd gewisse „Angewohnheiten“ auszutreiben, damit es „funktioniert“. Sehr oft muss sich dabei das Pferd den Wünschen des Reiters anpassen, nicht umgekehrt. Dabei kann man den Grundcharakter eines Pferdes nicht verändern, ebenso wenig wie den eines Menschen. Es ist vielmehr wichtig zu verstehen, warum ein Pferd so „tickt“, und dieses Temperament dann in die richtigen Bahnen zu lenken.

Um Grundcharaktere und die Reaktionen eines Pferdes besser verstehen zu können, hilft uns die Chinesische Medizin. Es ist eine energetische Medizinlehre, die sich mit den Energieflüssen in den Leitbahnen (Meridianen) des Körpers beschäftigt und mit den Problemen, die aus Ungleichgewichten in diesem Meridiansystem entstehen können. Das System der Chinesischen Medizin, aus der die Grundprinzipien abgeleitet wurden, beruht auf jahrtausendelanger Beobachtung von Menschen und Tieren.

Viele kennen das Prinzip von Yin und Yang: die Gegensätze wie Tag und Nacht, Licht und Schatten, die aber immer zusammengehören, denn nur wenn es Licht gibt, dann entsteht auch Schatten. Yin und Yang sind zwar Gegensätze, aber sie bedingen sich gegenseitig. Der eine kann nicht ohne den anderen sein.


Die Einheit von Yin und Yang wird durch den perfekten Kreis beschrieben, der von dunkel (Yin) und hell (Yang) in gleichem Maß gebildet wird. Der jeweilige Punkt in der anderen Farbe deutet an, dass im Yin auch immer Yang zu finden ist – im Yang auch immer Yin seine Wurzel hat. (Zeichnung: kuklos/www.fotolia.com)

Erkenne Dein Pferd in den 5 Elementen

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