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Die göttliche Natur
ОглавлениеPetrus hatte ein Talent dafür, die Dinge zu vermasseln. Deshalb sehen wir ihn gern als den etwas begriffsstutzigen Tollpatsch, der stets aus Impulsivität ins Fettnäpfchen trat und es einfach nicht raffte. Wenn wir uns aber einmal mit dem Petrus der Petrusbriefe beschäftigen würden, wären wir vermutlich überrascht und könnten einen tiefen Einblick in die Möglichkeiten geistlichen Wachstums gewinnen. Petrus ist nämlich im Glauben gewachsen und erreichte ein Maß an Einsicht und Erkenntnis, das nur wenigen zuteil wird.
Der zweite Petrusbrief ist ein meisterhafter Aufruf zu einem solchen Glaubenswachstum. Er beginnt mit der Zusage: „Gott hat uns alles geschenkt, was wir brauchen, um zu leben, wie es ihm gefällt“ (2. Petrus 1,3). Wir haben alle Voraussetzungen dafür, dem Vorbild Jesus ähnlich zu werden. Alle!
Zu schön, um wahr zu sein? Petrus geht noch weiter. Gott hat uns, wie Luther übersetzt, „die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt“, damit wir „Anteil bekommen an der göttlichen Natur“ (Vers 4).
„Anteil bekommen an der göttlichen Natur“! Was hält uns zurück?