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[21]Tafel II

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(Enkidu) bleibt bei (Schamchat) sitzen …

Etwa 27 Zeilen verloren, in denen offenbar Schamchat spricht.

».... warum durchstreifst du mit dem wilden Getier die Steppe

(Enkidu), mit sich selbst beratschlagend ….30

nach seinem Plan ….

(nun) klug in seinem Herzen ….

nimmt er den Rat der Schamchat an.

Ein Gewand legt sie selbst an,

und mit einem zweiten Kleid bekleidet sie ihn.

Sie fasst ihn an, führt ihn an der Hand, wie es Schutzgötter tun,

zum Lager der Hirten bei den Hürden.

Die Hirtenschaft ist um ihn versammelt und

so, wie sie es verstehen, (sprechen sie) zu sich selbst:

»Der Kerl – wie ist er doch an Gestalt dem Gilgamesch gleich,40

groß an Wuchs, prächtig wie ein Zinnenkranz.

Im Bergland ist er wohl geboren,

wie bei einem Meteoriten sind seine Wirkungen gewaltig!«

Brot legten sie ihm vor,

Bier setzten sie ihm vor,

(aber) Enkidu aß das Brot nicht, er schaut und guckt.

Brot zu essen hatte er nicht gelernt, und

Bier zu trinken verstand Enkidu nicht.

[22]Da sprach die Dirne zu ihm, zu Enkidu:

»Iss das Brot, Enkidu, das die Menschen brauchen,50

trink vom Bier, wie es Brauch ist im Lande.«

Lücke, vgl. die altbabylonische Version AB 1, 104–119.

Er erschlug die Wölfe, verjagte die Löwen.60

Während die Tierhüter im Schlaf lagen,

war Enkidu ihr Hirte, der wache Mann.

Da war ein Mann, der zum »Hochzeitshaus« ging

inmitten von Hürden-Uruk ....

Lücke, vgl. die altbabylonische Version AB 1, 136–165.

(Enkidu) stand auf der Straße von Hürden-Uruk100

.... rührte er auf mit Macht ….

versperrte Gilgamesch den Weg.

Da trat ganz Uruk zu ihm hin,

das Land war um ihn herum versammelt,

die Menge drängt sich um ihn herum,

die jungen Männer umringen ihn.

Sie küssen seine Füße wie die eines kleinen Kindes.

Als nun der junge Mann zum Hochzeitsmahl kam

– für Ischchara war schon ein Bett hergerichtet,

für Gilgamesch, wie für einen Gott, war schon ein Ersatz gestellt –110

da versperrte Enkidu mit seinen Füßen die Tür zum »Hochzeitshaus«,

erlaubte nicht, dass Gilgamesch eintrat.

Da packten sie einander im Tore des »Hochzeitshauses«,

[23]stießen zusammen auf der Straße, dem Hauptplatz des Landes.

Der Türpfosten erbebte, die Mauer erzitterte ….

Große Lücke, in der Gilgamesch den Enkidu zu seiner Mutter bringt.

Er ist der Stärkste im Lande, Kraft hat er,162

wie ein Meteor sind seine Wirkungen gewaltig.

Groß an Wuchs ist er, prächtig wie ein Zinnenkranz.

Die Mutter des Gilgamesch hebt an, redet,

spricht zu ihrem Sohn,

die Wildkuh Ninsun hebt an, redet, spricht zu Gilgamesch:

»Mein Sohn ....

bitterlich hast du ….

....................170

....................

du hältst ….

…. in seinem Tor ….

er weint bitterlich ….

Enkidu hat nicht ….

lose hängendes Haar ….

wurde in der Steppe geboren, und niemand zog ihn auf.«

Enkidu, der dabeistand, hörte, was sie sprach,

überlegte, setzte sich weinend nieder.

Seine Augen füllten sich mit Tränen,180

seine Arme erschlafften, die Kräfte schwanden ihm.

Sie fassten sich an und gemeinsam setzten sie sich hin,

verschränkten die Hände wie Liebende.

Gilgamesch ….

spricht zu Enkidu folgendermaßen:

[24]»Warum, mein Freund, sind deine Augen mit Tränen gefüllt,

deine Arme erschlafft, deine Kräfte geschwunden

Da spricht Enkidu zu ihm, zu Gilgamesch:

»Mein Freund, mein Herz entbrannte in Schmerz,

und in Tränen erbebte mein Inneres.190

Furcht erfasste mein Herz,

....................«

Da hebt Gilgamesch an und spricht zu Enkidu folgendermaßen

Die folgenden Zeilen 194–215 sind nur fragmentarisch erhalten. In ihnen erwähnt Gilgamesch erstmals Chumbaba.

Da hebt Enkidu an und spricht zu Gilgamesch folgendermaßen:216

»Wie, mein Freund, können wir zum Zedernwald gelangen?

Um die Zedern zu bewahren, hat Enlil ihm bestimmt, dass er ein Schrecken sei für die Menschen.

Die Straße dorthin darf man nicht gehen, den Mann dort darf man nicht sehen.

Der Wächter des Zedernwaldes, sein Einfluss reicht weit,220

Chumbaba – sein Brüllen ist die Sintflut,

sein Rachen ist Feuer, sein Atem ist der Tod.

Er hört auf sechzig Meilen das Rauschen des Waldes.

Wer kann da hinabsteigen zu seinem Wald?

Adad ist der Erste, er aber der Zweite!

Wen gibt es unter den Igigi, der ihm trotzte?

Um die Zedern zu bewahren,

[25]hat Enlil ihm bestimmt, dass er ein Schrecken sei für die Menschen.

Und wer da hinab in seinen Wald steigt, den wird Lähmung befallen!«

Da hebt Gilgamesch an und spricht folgendermaßen zu Enkidu:230

»Komm, ….

Warum, mein Freund, sprichst du so jämmerlich,

ist dein Mund schlaff und machst du mein Herz schwer?

Des Menschen Tage – sie sind gezählt.

Und was immer er tat, ist (nichts als) Wind,

es gibt keine ….

Du wurdest in der Steppe geboren und wuchst (dort) auf,

du hieltest die Löwen in Schach, hast alles erfahren,

und (selbst) wehrhafte Männer flohen vor dir.

Dein erfahrenes Herz kennt doch den Kampf!240

Auf, mein Freund, zu den Waffenschmieden .....!«

Zu den Waffenschmieden machten sie sich auf.

Lücke.

Sie sitzen da und beraten sich wegen der Waffen:247

»Lasst uns Beile gießen, .…,

Äxte von sieben Talent Gewicht,

auch ihre Schwerter wiegen jedes sieben Talente,250

ihre Gürtel je ein Talent,

der Gürtel von ….

Lücke, in der Gilgamesch wohl zu den Alten der Stadt geht.

»Hört mir zu, ihr Männer von Hürden-Uruk,260

[26]ihr Männer von Uruk, die ihr das Kampfgetümmel kennt:

Ich bin so keck, einen weiten Weg zu gehen zu Chumbaba,

einen Kampf, den ich nicht kenne, will ich bestehen,

eine Straße, die ich nicht kenne, will ich marschieren.

So segnet mich, damit ich ziehen kann,

damit ich euch heil wieder erblicken kann,

damit ich fröhlichen Herzens das Tor von Uruk wieder durchschreite.

Ich will zurückkommen und zweimal im Jahr ein Neujahrsfest ausrichten,

ja, ich will zweimal im Jahr ein Neujahrsfest feiern!

Das Neujahrsfest soll begangen werden und Musik erklingen,270

vor Rimat-Ninsun soll man die Trommeln schlagen!«

Enkidu gab den Ältesten Bescheid,

den Männern von Uruk, die das Kampfgetümmel kennen:

»Sagt ihm, er soll nicht zum Zedernwald gehen,

die Straße dorthin darf man nicht gehen,

den Mann dort darf man nicht sehen.

Der Wächter des Zedernwaldes, sein Einfluss reicht weit,

Chumbaba – sein Brüllen ist die Sintflut,

sein Rachen ist Feuer, sein Atem ist der Tod.

Er hört auf sechzig Meilen das Rauschen des Waldes.280

Wer kann da hinabsteigen zu seinem Wald?

Adad ist der Erste, er aber der Zweite!

Wen gibt es unter den Igigi, der ihm trotzte?

Um die Zedern zu bewahren,

hat Enlil ihm bestimmt, dass er ein Schrecken sei für die Menschen.

Und wer da hinab in seinen Wald steigt, den wird Lähmung befallen!«

[27]Da erhoben sich die ältesten Ratgeber

und gaben Gilgamesch Bescheid:

»Jung bist du, Gilgamesch, (und) dein Herz treibt dich an,

und du weißt nicht, was du sprichst.290

Chumbaba – sein Brüllen ist die Sintflut,

sein Rachen ist Feuer, sein Atem ist der Tod.

Er hört auf sechzig Meilen das Rauschen des Waldes –

den, der hinabsteigt zu seinem Wald, den wird Lähmung befallen.

Wer kann da hinabsteigen zu seinem Wald?

Wen gibt es unter den Igigi, der ihm trotzte?

Adad ist der Erste, er aber der Zweite!

Um die Zedern zu bewahren,

hat Enlil ihm bestimmt, dass er ein Schrecken sei für die Menschen.«

Gilgamesch hörte die Rede der ältesten Ratgeber,300

er blickte auf und …. Enkidu

Rest der Tafel verloren.

Das Gilgamesch-Epos

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