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Römische Straßentunnel
ОглавлениеMehr Meriten haben sich die Römer beim Bau von Straßentunneln erworben. Davon gibt es allerdings vergleichsweise wenige und auch nur in Italien. Das mag damit zusammenhängen, dass die technischen Anforderungen noch größer waren als bei den Wassertunneln. Schließlich wollte der Fahrer eines Ochsenwagens, der sich langsam durch einen Tunnel bewegte, erstens auch etwas sehen, und zweitens wollte er während der Fahrt nicht ersticken. Also standen die Ingenieure vor dem Problem, für ausreichende Beleuchtung und Belüftung zu sorgen. Bei kurzen Tunneln war das noch kein besonders großes Problem. Relativ komfortabel konnten die römischen Reisenden beispielsweise einen Tunnel am Furlo-Pass bei dem heutigen Pesaro auf der antiken Via Flaminia passieren. Erbaut wurde er 77 n. Chr. unter dem Kaiser Vespasian, mit einer Länge von gerade einmal 38 Metern bei einer Breite von 5,40 Metern und einer Höhe von knapp 6 Metern. Noch heute wird der Autoverkehr durch diesen Tunnel geführt (dessen antike Provenienz den mit der Qualität italienischer Tunnel vertrauten Autofahrern allerdings kaum auffallen dürfte).