Читать книгу Die Stadt der Brillenmacher - Isabella Ben Charrada - Страница 9

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Kaum hatte ich Zeit, mit den Augen zu blinzeln, war ich auch schon wieder bei Bella: ihr letzter Tag in der Stadt.

Da ging sie nun durch das Menschengewimmel – ein Schieben und Stossen, Hasten und Rennen.

Bella schlenderte dahin, musste ausweichen, wurde angerempelt, war ein Hindernis in all diesem strömenden Gewühle. Manchmal trafen sie böse Blicke: "Bummlerin – Zeitverschwenderin" schienen sie zu sagen. Aber Bella hatte ihre verspiegelte Sonnenbrille auf, obwohl der Himmel trübgrau war. So konnte niemand ihre Augen sehen und sie fühlte sich unbeobachtet, verschanzt, sicherer vor argwöhnischen, höhnischen Augen.

Sie schaute vor sich hin und dachte: "Euer „Zeit ist Geld“! Wie ich das hasse! Es lebe das Faulenzen!" Und sie sah einem graumelierten Herrn mit Aktenkoffer verächtlich in die Brille. Aber der war schon wieder weiter und Bella fühlte sich nun auch nicht besser.

Ein dicker harter Kloß Unzufriedenheit und Hass saß in ihrer Kehle, die Brille drückte sie und schon wollte sie dieses elende Ding abnehmen, als ihr gerade noch rechtzeitig einfiel: "Vorsicht, wenn du erwischt wirst, gibt’s nur Schwierigkeiten!"

Leute würden sich zusammenrotten, feindseliges Stimmengezische, man würde die Brillenhüter rufen – kläffendes Verhör – und wenn sie keine gute Entschuldigung wüsste, ab ins Optikum-Gefängnis. Nein, das war keine Schreckensvision, sie hatte das selbst schon mitangesehen.

"Nimm nie deine Brille ab!" hatte ihre Mutter Bella schon früh eingetrichtert. – "Nur zuhaus’, wenn’s unbedingt not tut und zum Schlafengehen, denn sich ohne Brille zu zeigen, ist nicht nur unhöflich, sondern geradezu eine Abscheulichkeit!" –

"Ein Brillenzerschläger ist schlimmer als ein Mörder und einer, der seine Brille nicht tragen will, gehört ins Schauhaus", hatte ihre Mutter noch düster hinzugefügt.

Bella dachte mal wieder über Brillen nach:

"Was für eine Stadt ist das doch, wo jeder eine Brille tragen muss!" rief sie höhnisch einem imaginären Publikum zu.

"Kaum kommt man zur Welt, werden einem Brillenetuis geschenkt, aus Leder mit Golddruck oder Stoff mit Perlenstickereien und Initialien, innen Samt – rosa für Mädchen, blau für Jungen.

Man darf noch eine Weile ohne Brille bleiben – ja, ja, eure vielgepriesene Freiblickkindheit. Ha, kaum seht ihr so einen kleinen Freiling in seinem Kinderwagen, gurgelt ihr auch schon: "Ei, ei, eiiii und so süße Guckerlies", beugt euch hinunter, bis euch die Brillen auf die Nasenspitzen rutschen und tatscht mit steifen Fingern herum.

Kaum aber hat man laufen gelernt, ist es aus mit der Freiheit.

Die erste Brille!

"Nun bist du schon groß, jetzt musst du auch vernünftig sein, setz schön deine Brille auf!" sagt man dir und die ganze Familie kommt zum Brillauf-Fest. Es wird gegessen und getrunken und zum Schluss gibt’s meist Krach und Zank. Der kleine Brillant nörgelt weinerlich in einer Ecke und schreit dazwischen: "Ich will aber keine Bille!!" – "Brille heißt das", weist ihn die Mutter zurecht und bringt ihn zu Bett, verspricht ihm einen neuen Teddybären, wenn er morgen schööön artig seine neue Brille aufsetzt. "Du willst doch kein Baby mehr sein? Oder soll ich dir deine neue Brille wieder wegnehmen – da werden dich deine Freunde aber auslachen, so ohne Brille!" sagt die Mutter noch und greift zum Nachttisch. Aber der kleine Brillant zerrt an ihrem Ärmel und greint: "Nein, nein – meine – will haben!" Da lächelt Mutter gerührt.

Ja, nicht einmal selber aussuchen kann man seine erste Brille! Die Eltern oder ein Vormund machen das. So wie ihre – so auch deine.

Haben sie eine rosarote Brille, wirst du auch eine haben. Siehst alles rosarot und kriegst irgendwann die Rosarotkrankheit, Krämpfe in den Mundwinkeln und in den Kinnladen vom ewigen Lächeln oder schaffst dir später eine dunkel getönte Brille an und glaubst, nun seiest du gerettet.

Aber bei einer dunkel getönten – da siehst du alles grau in schwarz und bekommst Haltungsschäden, weil du nur noch mit gebeugten Schultern rumgehst, so trüb ist alles und am liebsten schaust du zu Boden.

Oder rote – du siehst rot und vor lauter Wut bekommst du Gallenkrämpfe und ständig Streit mit jederman.

Sind’s grüne, ärgerst du dich ständig und es schlägt dir auf die Leber.

Bei blauen ist’s auch nicht besser und Neid frisst dir deine Gedärme auf.

Gelbe sind schon angenehmer, heller – aber man verulkt dich dann als Himmelgucker und traut dir nichts zu.

Sind sie vielfarbig, sagt man von dir "ein Künstler" und denkt "der schielt ja!"

Brillengläser, die changieren, da weiß man gleich: ein Politiker – diese Schönredner und Wortverdreher! Aber die kommen hier ja ganz gut zurecht. So eine Brille bekommt auch nicht jeder.

Ist sie grau in grau, wirst du ein Pflichtgetreu und stirbst bald nach deiner Pensionierung.

Orange Gläser: da wird’s ein Lüstling und den holt bestimmt der Aids.

Bei violetten schlüpfen Mystiker aus und die gehen bald zum Teufel.

Bei lila sind’s Dogmatiker, die ersticken meist an ihren eigenen Grundsätzen.

Himmelblau: die Leichtherzigen und Gutgläubigen – die werden von Betrügern aller Art ausgetrickst.

Mattweiß: da bist du Kirchenmensch und kommst in Gottes Ohr.

Bei ocker haben wir die Raffer und die gehen an Auszehrung ein.

Bekommst du goldene verpasst, hast du zwar ausgesorgt, wirst aber Genickstarre vom Nase-hoch-tragen bekommen.

Aber wehe, ich sage das laut! "Brillenverhetzung!" heißt es dann! Doch wir sind ja frei!

Die Stadt der vielen Möglichkeiten, denn es gibt ja auch noch Brillengläser in Mischfarben, Tönungen, Nuancen – jeder kommt zu seinem Recht! Das Blickfeld aber immer, wie es sich gehört, vom Brillengestell umrahmt, die Augen immer hinter Gläsern eingesperrt.

Die Fortschrittlichen tragen’s zwar gern’ randlos und denken noch, nun sehen sie alles.

Dann haben wir ja auch ein paar hyperreiche Hochgestellte: die Brillenmacher. Die können sich die echt Kristallglas-Brillen leisten und genießen die Farben dieser Welt. Aber auch die sind nie ohne Brille!

Jeder träumt von so einer Kristallglas-Brille, rackert sich ab, mit "Zeit ist Geld". Manchmal kann dann auch einer von den Abervielen so eine Brille erschwingen – mit der dazugehörigen Genehmigung (und den Schmiergeldern für dieses amtliche Stück Papier). "Jedem die Brille, die er verdient!" – Ha! Wirst du alt und hast immer noch keine aus Kristallglas, dein Pech, bist eben ein Dummkopf – liegt alles nur an dir – du hättest jaaaa …, lügt man dir vor.

Hast du, wie ich, als erste Brille eine dunkelgetönte erwischt, wirst du entweder so ein Hängeschultermensch oder ein Aufmucker – oder beides, eine aufmuckende Hängeschulter.

Erinnerst dich ja noch an all die Farben, als du klein warst, ohne Brille. Wie es war, als es noch nicht hinter den Ohren und auf der Nase drückte. Aber auch an "Setz deine Brille auf!" – "Sei endlich stille", wenn du mal wieder fragtest: "Warum müssen wir denn Brillen tragen?" Das hatte man dir doch schon x-mal erklärt: "Das Sonnenlicht ist zu stark für unsere Augen, ohne Brille würde es uns blind machen – du weißt doch, nur die Blinden brauchen keine Brille, müssen sich mit einem Stock vorantasten oder werden von einem Hund geführt, weil sie immer im Dunkel sind. Willst du so werden?" – "Und die Kristallbrillen?" – "Die haben auch einen Sonnenlichtfilter, aber der ist sündhaft teuer. Wenn du dich sehr anstrengst, kannst du dir auch mal die Genehmigung für so eine Brille kaufen." – "Wieso werden Babies nicht blind?" – "Weil sie noch ein Schutzhäutchen über dem Augapfel haben, ganz fein und durchsichtig. Das wächst sich dann aus und löst sich auf. Außerdem können Babies nicht klar sehen, sie sind noch viel zu klein." – "Aber sie sehen doch alles!" – "Alles, alles – wie können sie denn alles sehen, wenn sie noch nicht erwachsen sind? – Und jetzt ist Schluss mit der Fragerei!"

Ja, so nach und nach lernt man dann, die Brille nicht mehr abzunehmen, wenn man Lust dazu hat. Weiß selbst gar nicht mehr, wie man’s gelernt hat. Vergisst es fast. Vergisst fast, dass man Brillen nicht mag – dass man eine Brille auf der Nase hat, muckt aber doch ab und zu, will nicht immer alles eingedunkelt sehen.

Wenn man die Dunkle dann zuhaus’ mal abnimmt, ist alles grell, man muss blinzeln und plieren wie ein Huhn. Alles ist so erschreckend hell und voller Farben, man bekommt Angst. Vielleicht stimmt es ja doch, dass man ohne Brille blind wird. Was weiß man schon Genaues über die Versuche in der Überblick-Universität mit Bebrillten, die ihre Brille lange Stunden absetzen müssen.

Ja, dann geht man lieber brav zum Optiker, lässt die Brille durchchecken oder begnügt sich mit einem neuen Gestell. Und wenn man zum Brillenmacher geht, um sich neue Gläser machen zu lassen, das ist schon ein Ereignis. Die alte Brille wird gut aufgehoben oder für die Armen gespendet. "Wer seine alte Brille wegwirft, ist fast so schlimm wie ein Nacktäuger – und die wollen uns ja nur die Brillen wegnehmen, uns mit ihrer Gleichmacherei allesamt blind machen!" – so meine Mutter – und Ihr da, Ihr doch auch!

Vom Gejachter nach den neuesten, "exklusivsten" und schönsten Brillengestellen wird man auch noch angesteckt und spart und spart, wenn man sich noch keine neuen Gläser leisten kann.

Ha, "jeder sein eigener Brillenmacher" – wie viele haben wir denn? Und die anderen? Sind doch nur simple Brillenträger! Ohne Kristallgläser! Wie viele von uns können denn tatsächlich Brillenmacher werden? Wie viele bleiben Lehrlinge und Gesellen, Gesellinnen auf Lebzeit! Alles Schwindel und Nebel vor den Brillen!"

Wieder dieser dicke harte Klumpen in Bellas Hals.

Mittlerweile war sie vor ihrer Haustür angekommen, denn das war ja eine lange, stumme Rede gewesen!

Sie hatte oft zu Boden oder vor sich hin geschaut, manchmal mit den Armen gefuchtelt und war so aus dem Gewimmel und Getöse der Hauptstraße in ein ruhigeres Wohnviertel gekommen.

Bella blickte erstaunt hoch, murmelte: "Was, schon da?", drückte mit der Schulter die gläserne Eingangstür des dreistöckigen Mietshauses auf, kramte nach den Schlüsseln, stocherte mit dem kleinsten ins Schlüsselloch des Briefkastens, öffnete – "ach, wieder nichts", und ging in die erste Etage hoch, über Steinstufen in Pfeffer-und-Salz-Muster, schloss die graue Tür mit dem angeschraubten Namensschild auf und seufzte erleichtert: "Keiner da!"

Sie schlurfte über den weinroten Teppichboden im Flur, legte ihre Brille auf eine vergoldete Konsole unter dem rotgold gerahmten Spiegel, blinzelte, als sie vom halbdunklen Korridor in die helle Küche trat, schaute umher und stellte befriedigt fest: "endlich wieder Farben!"

Sie machte die Klappe zum Brotfach auf, holte ein Graubrot heraus, griff wieder hinein nach dem Brotmesser und säbelte sich eine Scheibe herunter. Dann ging sie zum Kühlschrank, nahm Magarine, Mettwurst und eine Brauseflasche, belegte das Brot und goss sich zu Trinken ein, ging ins Wohnzimmer, setzte sich auf das breite gobelingeblümte Sofa und legte die Füße auf den flachen Couchtisch.

"Diese Goldwohnung", hörte ich ihre Gedanken wieder. "Wo’s schon zu goldenen Brillen nicht reicht, wenigstens überall dieser Tineff aus Vergoldetem", und biss heftig ins Brot.

"Warum bin ich nach der Schule eigentlich in die Innenstadt gefahren? Wollte mich wohl wieder mal ärgern!" meinte Bella zu sich selbst und ich sah ihren Vormittag im Zeitraffer, während sie mit leerem Kopf vor sich hin kaute. Sah ihr missmutiges Aufstehen vor mir, den schlafwandlerischen Trott durch ihre Straße zur Hochbahnstation. Vorbei an protzigen Bürgerhäusern und neu dazugebauten Apartmentblocks. Rechts um die Ecke durch eine kleine Straße mit Vorgärtchen und links weiter zur Bahn. Ein müder Blick durch die Trauerweiden auf einen Abzweiger der Strela und hinaufgeschleppt zum Bahnsteig.

Das war noch eine alte Station, grau mit schwarz verkrustet. Im Stein der Treppenstufen glitzerten viele kleine Glimmerpünktchen – Ornamente an den Wänden und um das große Namenschild mit eisernen Buchstaben. Kleine blinde Glasscheiben und Stützpfeiler, von denen die Farbe abblätterte. Große Reklametafeln. Zugluft zwickte Bellas Beine und sie knöpfte ihren Mantel zu. Ein fernes Dröhnen, das näher kam und dann liefen die Wagen der Blick-mit-Bahn ein. Türen zischten auf, knallten wieder zu. Bella hatte einen Sitzplatz am Fenster gefunden, denn es war nicht mehr gerammelt voll, wie zur Hauptverkehrszeit. Sie war später dran, denn sie musste nur ins Schulbüro, Papierkram erledigen. Ihr Abschlusszeugnis hatte sie schon bei der feierlichen Verabschiedung bekommen. Nun sollte sie also zur Universität, musste sich ab- und anmelden, persönlich, wie es vorgeschrieben war. Aber nicht grade um 8 Uhr, zum Glück.

Ihr gegenüber saß ein Mann, der wohl von der Schicht kam. Er stierte in den BLICK – eine Zeitung mit vielen großen Schlagzeilen und fettschwarzen Unterstreichungsbalken. "BLICK informiert dich mit einem Blick" die Devise dieses Massenblattes, das eher deformierte und alle niedermachte, die nicht die offizielle Optik hatten.

Vorbei ging es an Wohnblocks, deren Balkone wie aufgezogene Schubladen klafften. Manchmal kleine Gärtchen oder Innenhöfe mit ein paar müden Bäumen. über große Straßenadern, kleinere, Gässchen, runde Plätze und die Gewässer der Strela. Manchmal so nah an Häusern vorbei, dass Bella ein lebendes Bild erhaschte: "Alte am Frühstückstisch" oder "Hausfrau beim Saubermachen". Die meisten Wohnungen zeigten aber nur unbewegte Vierecke hinter Gardinen und Topfblumen.

Bella musste umsteigen und weiter ging es im Bus. Sie wurde durchgerüttelt und ein paar Mal flog sie nach vorn, als der Busfahrer scharf bremste. Das letzte Stückchen zu Fuß durch elend lange Straßen ohne Bäume, mit klotzig-fahlen Wohnblocks, ab und an ein Spielplatz mit einer Rutsche, Schaukeln, einer dreckigen Sandkiste und einem Stückchen zertrampeltem Rasen.

Hier war sie nun neun Jahre lang jeden Schultag morgens und nachmittags entlang gehastet, geschlendert, gestromert, mit leichten, großen Schritten oder Schleiffüßen und eingesunkenen Schultern.

Sie schaute noch einmal auf das Schulgebäude mit den großen Fenstern und dem fleckigen Blau der Wände, ging am Sportplatz vorbei, wo gerade Weitsprung geübt wurde: Stimmengewirr, alle mit Sportbrille und das Ausrufen von Zahlen. Durch das große offene Metalltor mit beschwingten Schritten. Für sie war es endlich vorbei und die Armen da mussten sich abschuften! Gleich am Eingang das Sekretariat. Bella riss mit Wucht die Tür auf und erwischte die Sekretärin beim Rätselraten. Bella grinste in sich hinein und dann ging’s ans Ausfüllen und Unterschreiben. Sie bekam eine kunstlederne Mappe mit dem Wappen der Schule für ihre Papiere und hüpfte dann wieder zum Tor hinaus. Nur nicht zu lange bleiben und vielleicht einen Lehrer treffen und sich ausfragen lassen! Wieder mit dem Bus zurück. Dabei kam Bella die Idee, sich eine große Tasse Schokolade mit Schlagsahne in dem gemütlichen Café, Fernblick in der Innenstadt zu leisten. – Das hatte Bella wohl vorhin ganz vergessen, als sie sich fragte, warum sie in die Innenstadt gefahren sei.

Zuerst war Bella wohlgemut, sie lümmelte sich in den dick gepolsterten Stuhl, schlürfte vorsichtig die heiße Schokolade und genoss diesen süßen, kremigen Trunk. Aber dann fing sie doch wieder mit ihrem Grübeln an, was sie jetzt machen solle.

Sie wusste es nicht. Sie wusste nur: nicht zur Universität. Raus aus dieser Stadt, in die Welt. Leben lernen, ohne Brille. – Aber wie? Wie – wie – wie – kreiste es in ihrem Kopf und sie schaute auf die dicken, alten Damen, die Sahnetorten in sich hineinschoben und dazwischen hastig einander übertönten – "also da habe ich gesagt, …".

Genau in dem Moment fing Bella an, ärgerlich zu werden. Sie stand bald auf und ging ziellos durch die Hauptstraße, bis sie sich dann entschloss, zu Fuß nach Hause zu gehen.

Ja, und in der Hauptstraße hatte ich mich dann zu ihr gesellt.

Die Stadt der Brillenmacher

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