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KEIN KALK FÜR DIE HEIDENELKE DIANTHUS DELTOIDES
ОглавлениеNelken zählen seit einiger Zeit wieder zu den Newcomern im Garten und auf dem Balkon. Daher dürfen sie auch in einem Wildblumenkisterl nicht fehlen. Die wilden Nelken gehören zu denjenigen, die sehr häufig auf spezielle Standorte angewiesen sind. Die Heidenelke gehört zu den Pflanzen – der Name sagt es schon –, die dort am besten gedeiht, wo wenig Kalk im Boden ist.
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Weniger ist mehr!
Mit einfachen Mitteln lässt sich die passende Erdmischung herstellen: Quarzsand, Splitt (Tongranulat), vermischt mit ein wenig Aussaaterde. Ist der Platz in voller Sonne, beginnt das Blühen!
Die Blütezeit der Nelke beginnt im Juni und endet im August. Wer die Samenstände ausschneidet, wird noch mehr Blüten bekommen. Ansonsten sät sich die Heidenelke gern aus. Wichtig ist es, dass sie nie zu viel gegossen wird und niemals einen Dünger bekommt. Es genügt, wenn man im Frühjahr etwas frische sandige Erde aufstreut.
Gartenirrtümer
Dünger bringt Heidenelke zum Blühen
Nicht der Dünger ist es, der so manche Pflanze zu ihrer schönsten Pracht bringt, sondern das karge Leben. Nicht umsonst sind unsere schönsten Blühflächen die Blumenwiesen. Dort, wo der Boden karg ist, wenig Wasser, dafür aber viel Sonne zur Verfügung steht, ist das Blühen und die Insektenvielfalt am größten. Daher sollten die vielen Dachflächen in den Städten, die ähnlich karge Voraussetzungen bieten, als Naturoasen genutzt werden.
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