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VI

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»Was soll an einer Selbstmörderin an der Krummen Lanke interessant sein? Weißt Du, wie viele es davon gibt jedes Jahr? Sie ertränken sich, obwohl man eigentlich meinen sollte, daß sogar Nichtschwimmer das andere Ufer erreichen. Aufhängen kommt auch gut. Nehmen sich ein Bäumchen, krabbeln rauf und lassen sich ins Seil fallen.« Der Redakteur interessierte sich deutlich mehr für den Zahnstocher, der Kantinenrouladenreste aus Ritzen pulte, als für seine kleine Praktikantin.

»Sie hat sich nicht umgebracht, sie wurde ermordet.«

Warum mußte immer er sich um das Gemüse kümmern? Diese glatten Züge, hohen Stimmen, schlichten Ansichten kombiniert mit großen Klappen. Immerhin war sie blond, der Arsch auch ganz nett. »Woher weißt Du das?«

»Das spüre ich.«

»Na super, eine Praktikantin mit Gefühlen.«

»Hier steht, daß die Todesursache noch nicht geklärt ist, daß Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden kann.«

Der Redakteur winkte ab. »Das ist, damit die Angehörigen sich nicht grämen. Bei Suizid läuft immer die Schuldkiste an. Die Nachbarn sagen, Gott, wie schrecklich und denken, wird schon einen Grund gehabt haben.«

»Mein Informant sagt …«

»Eine Praktikantin mit Informanten, wie schick.«

»Er sagt, sie war in schrecklichem Zustand.«

»Was heißt das?«

»Ihr fehlte ein Ohr, der Busen und die Nase waren angeknabbert.«

Der Redakteur beugte sich vor. »Angeknabbert?«

»Fraßspuren, sagt mein Informant. Irgendwer hat sie als Futter angenommen.«

»Wer?«

»Tiere halt.«

»Hunde?«

»Das hat er nicht gesagt. Er dachte wohl eher an Ratten, Wildschweine und so.«

»Hunde.« Der Redakteur lehnte sich zurück, schnipste den Zahnstocher weg und lächelte. »Hunde töten hübsche, junge Frau und verspeisen sie. War es nicht sogar im Auslaufgebiet?«

»Ich glaube ja. Aber …«

»Nix aber. Mach Dich sachkundig über die Berliner Hundegesetze. Läuft einiges an Hundehassern rum. Fang mit den Grünen an. Gibt da eine, deren Kind hat sich mal fast den kleinen Finger abbeißen lassen. Seitdem kriegt sie Asthma, wenn sie einen Köter sieht. Also die Mutter, nicht das Gör, das befummelt längst mit allen Fingern wieder das blühende Leben. Interview die Mama, sag ihr, freilaufende Hunde haben im Wald eine Frau zerfleischt. Das gibt unkontrollierte Aussagen. War das Opfer nicht Joggerin? Wenn wir Glück haben, sogar schwanger. Und alles geht über meinen Tisch, hast Du verstanden? Wenn Du Dein eigenes Ding versuchst, bist Du ratzfatz Deine Stelle los.«

»Und wenn es eine gute Story wird?«

»Rede ich mit dem Chef. Kriegst vielleicht sogar Gehalt. Zumindest erst mal für ein halbes Jahr, dann sehen wir weiter. Also, ab mit Dir. Wir machen da draußen einen schönen Hundekrieg.«

Oskar nahm den ersten Zug von seinem zweiten Bier. »Du willst mir ernsthaft erzählen, man kann damit seinen Lebensunterhalt bestreiten, die Hunde anderer Leute auszuführen?«

In dieser durchgeknallten Stadt gab es immer wieder etwas zu lernen. Da verbrachte er seine Tage und Nächte mit den verbohrten Nummern eins bis drei, folgte Hinweisen aus der Bevölkerung auf die veröffentlichten Photos der zwei Opfer, lief sich die Hacken krumm, weil Pankower und Tegeler ihren türkischen Gemüsehändler nicht vom bulgarischen Autohändler unterscheiden konnten, war genervt, übermüdet, dankte trotzdem für Aufmerksamkeit und Unterstützung der Hilfspolizisten in Genossenschaftswohnungen, saß endlich mit einem richtigen Menschen beim Bier und mußte sich Geschichten anhören, die für ihn eher nach Schlumpfhausen, denn seiner Heimatstadt klangen. Menschen, die ihre Vormittage lieber im Wald als zwischen Nachbarn verbrachten. Geld verdienen mit Spazierengehen, alles klar. »Was ist bloß aus Berlin geworden.« Oskar schüttelte den Kopf.

»Fragt sich der Förster auch«, sagte Jakob. »Der will Betretungsgebühren von den Hundeausführern.«

Oskar lachte. »Findig, unser öffentlicher Dienst. Und hast Du schon Verdächtige? Was ist mit dem Waidmann?«

»Er hat einen Angestellten namens Hacke, der schießt auf Amseln und hat mir verschwiegen, daß er Iris Gerber kannte.« Seine triebgesteuerten Umgangsformen machten ihn auch nicht harmloser.

»Und diese Hunde-Aupairs?«

»Da bin ich noch dran.« Jakob sah Maries Gebiß und den schaukelnden Hoden des Ridgebacks vor sich. »Gab einen Zickenkrieg mit unserem Opfer. Aufsteigerin rempelt Hinterhof an.«

»Den Weiberkram hast Du exklusiv. Apropos, was machen eigentlich Deine Mädchen in der Ferne?« Oskar beugte sich vor. »Die meiden doch unsere Heimatstadt nicht etwa deinetwegen?«

Jakob zeigte seinem Freund einen Vogel. »Tanja hat sich ihre Fortbildung wirklich verdient.«

Die junge Kollegin war im letzten Jahr nach Berlin gekommen, um mit Jakob, ihrem Vorbild in Sachen Anstand, zusammenzuarbeiten. Sie hatte Jakobs Absturz, Krankheit, Suspendierung und Anklage miterlebt und trotzdem auf seiner Seite gestanden. Zwar bestand sie darauf, Städterin zu sein, aber Jakob vermutete bei solch rührend sturer Treue große Brocken moorige Scholle in der Sozialisation.

Zur Zeit war sie in Amerika auf einer Fortbildung und hatte Urlaub angehängt. Die Weite dort paßte besser zu ihr, Berlin war für ihre Füße zu vollgestopft. Dreieinhalb Millionen Artgenossen und dazu unzählige Haustiere, die nicht einmal geschlachtet wurden.

»Stell Dir unser freilaufendes Landküken unter all den bekloppten Hundeleuten vor.« Oskar lachte.

»Den Hacke würde sie erschießen.«

»Blattschuß. Keine toten Amseln mehr.« Oskar beugte sich vor. »Und wo bleibt Hanna?«

»Klappert ihre weitverstreuten Schwestern ab.«

»Muß das Einzelkind Hagedorn allein ins kalte Bettchen klettern.«

»Ich habe ja mein Telefon.«

Oskar legte den Kopf schief. »Muß Liebe schön sein.«

»Bist Du neidisch?«

Er hob abwehrend die Arme. »Bloß keine Ärztin.«

Jakob lachte. »Psychologin wäre noch schlimmer.«

»Und was macht ihr Verhandlungstermin?«

»Läßt auf sich warten. Die Approbation ruht, sie haben erreicht, was sie wollten. Aber zurück zu Waldarbeiter Hacke. Der ist mir zu aggressiv. Du mußt ihn überprüfen. Gerhard heißt er vorne.«

»Wieso ich?«, fragte Oskar, »das Waldding ist Deins.«

Jakob schwieg.

Oskar lachte. »Traust Du Dich nicht in die Keithstraße?«

»Ich war schon da.« Jakob pulte das Weiche aus einer Scheibe Weißbrot und quetschte es zu kleinen Kügelchen. »Wollte mal wieder reinschnuppern. Und Hacke überprüfen, zusammen mit Dir.«

»Stinkt wie immer, nach ollem Schweiß und Frust. Sag nicht, daß Dir das fehlt.« Oskar suchte seine Augen. »Das glaube ich jetzt nicht. Schau mich an, Alter.« Er beugte sich vor. »Arbeiten wir zusammen, oder nicht?«

Jakob schaute auf seine Weißbrotarbeit.

»Sind wir das beste Team der Stadt, oder nicht?«

Jakob reihte die Weißbrotkügelchen nach Größe auf.

»Du wirst mir doch nicht in die Knie gehen, nur weil Fockemeyer, das Arschloch, Dich fertigmachen will?«

Jakob legte die Kügelchen im Kreis. Ihre unterschiedliche Größe fiel gar nicht mehr auf. Die Mitte blieb frei. »Ein Kollege hat mich vor Deiner Tür gesehen.«

»Und?«

»Als ich rauskam, waren es sechse.«

Oskar zog die Augenbrauen zusammen. »Wer? Die Namen.«

»Es hätten auch sechs andere sein können.«

»Was haben sie gemacht?«

»Mich, nun ja, rausgebracht.«

»Haben Sie Dich angefaßt?« Oskar wurde laut, am Nachbartisch drehte sich eine Frau nach ihm um.

»Beruhige Dich, ich bin ja noch am Leben.«

Oskar schlug mit der Faust auf den Tisch. Die Weißbrotkügelchen kollerten auf den Boden und verteilten sich kreuz und quer. Und kein Spatz weit und breit, der sich hätte freuen können. Oskar schwieg lange, seine Kiefer mahlten. »Und Deine Verhandlung?«, fragte er schließlich.

»Samuel wäre gern unter den sechs.« Jakob erstach zielgenau mit einem Zahnstocher eine Olive. Warum nur konnte Hektors Frauchen, die wundervolle MM, Kiezkönigin mit offenem Ohr für jede gedetschte Seele, zupackend wie ein Kumpel, nicht einen besseren Sohn als Staatsanwalt Samuel Herzl haben.

Er war eifersüchtig auf Jakob und schämte sich für Mamas Friseursalon, die Bar seines in Auschwitz tätowierten Vaters und die überparfümierten Paten in der rosa Corvette, aber das hieß ja nicht, daß er MM nicht liebte. Zumindest hoffte Jakob, daß da etwas wäre, tief drinnen, unter der Arschlochspeckschicht.

»Und wenn schon«, sagte Oskar. »Hauptsache, der Richter läßt sich nicht in die Intrige reinziehen. Wer ist es denn?«

»Schneiderhahn.«

»Ach Du Scheiße, hat der nicht auch ein Problem mit seinem Hirn?«

»Danke, sehr nett.«

»Man erzählt sich, er verliert die Übersicht über die Tassen in seinem Schrank.«

»Zwischenzeitlich kommt ihm der ganze Schrank abhanden.«

»Jugendsünden und ihre Spätfolgen, der war mal Straßenkämpfer. Öfter was auf die Rübe, Tränengas und Joints.« Oskar hob sein Glas.

»Ich weiß. Hat früher große Reden geschwungen. Onkel Alzheimer beeindruckt das aber wenig. Er verliert die leitende Strippe in jedem zweiten Absatz.«

Oskar tätschelte ihm den Oberarm. »Wenn ich kommen und helfen soll, sag Bescheid.«

Jakob stieg die Rührung hoch. Er vertrug kein Bier mehr. Zeit für einen Themenwechsel. »Und was sagt Cumloosen?«

»Daß Du ein verwaistes Eichenblatt nach Hause bringst.«

Jakob lachte. Schon wieder jemand, den er vermißte aus seinem alten, dem kriminalen, richtigen Leben.

»Wird dauern, bis er was über Todesort, -art und -zeitpunkt sagen kann. Ist wohl ein Spurenfiasko. Und sie war auch noch gefroren.«

»Die arme Frau. Ihre Leiche erscheint mir schon im Schlaf.« Den Hundekram verschwieg Jakob lieber.

»Tatsächlich? Ich wüßte nachts Besseres zum Träumen, aber Du bist ja auch ein sensibler Akademiker.«

»Wenn er sie gleich nach der Tat eingefroren hat, wird es schwer, den Zeitpunkt des Todes festzulegen. Und die Medien können weiter behaupten, Hunde hätten sie getötet.«

»Das glaubt doch kein Mensch«, sagte Oskar.

»MM hat ständig Ärger wegen Hektor.«

»Ich bitte Dich, das ist ein Mops!«

»Die Leute kreischen, wenn sie ihn auf seinem Sessel sehen. Neulich hat ein Jugendlicher eine Coladose nach ihm geworfen.«

»Wenn er das mit den Bullterriern gemacht hätte, die wir neulich in einem Einsatz aufgescheucht haben …«

»Hektor hat seinem Namen Ehre gemacht und ist hinterher.«

»Fleischwunde in der Wade?«

»Der verpickelte Colasäufer konnte richtig rennen. Und MM ist schimpfend beiden gefolgt.«

Oskar lachte. »Armer Bengel.«

»Bis zur U-Bahnstation haben sie ihn getrieben. Die Treppe war Hektor zu mühsam.«

»Auch Möpse sollten ihre Grenzen kennen.«

Jakob tunkte Brot in die Schüssel mit grüngoldenem Olivenöl. Das Brot saugte sich voll. Seine neue Hundeseele brauchte Fett, die viele Bewegung. »Und hast Du schon etwas übers Umfeld?«

Oskar nahm einen großen Schluck Bier. »Ich war bei ihren Eltern. Osten. Lichtenberg.«

»Armer Ossi.«

Jakob wurde von Neuköllner Blicken erdolcht. »Wenn Du mich noch einmal Ossi nennst.«

»Nennst Du mich kopfkranker, supendierter Depp, ich weiß. Also, was war mit denen?«

»Frustrierter Möchtegern-Altkader nimmt seiner Tochter die kapitalistische Karriere übel.«

»Was hat sie denn gearbeitet?« Jakob nahm noch eine artgenössische Ladung Olivenöl in Brot und hoffte, er hätte eine ruppige Hundeverdauung.

»Irgendwas für eine kanadische Stiftung. Da habe ich angefragt, aber die rühren sich nicht. Ihnen gehört die Wohnung, in der Iris gelebt hat. Passwortgesichert.«

»Du mußt über den Atlantik betteln, sie durchsuchen zu dürfen.«

»Und die lassen mich am ausgestreckten Arm verhungern.«

»Also ist ihr Beruf eine Sackgasse.«

»Nicht unbedingt. Ihre Mutter sagt, sie hatte ein Projekt mit der FU.«

»Und jetzt soll Dein Lieblingsakademiker da mal reinschnuppern.«

»Wenn die Stiftung blockt, komme ich nicht weiter.«

»Und an den Waldleuten soll ich auch dranbleiben?«

»Dafür bist Du der beste.«

»Schmeicheln nützt nichts, das weißt Du doch.«

»Hast Du etwa was anderes zu tun?«

»Jetzt bist Du wenigstens ehrlich. Noch ein Bier?«

Das Nagen füllte ihn aus. Er lief dagegen an, immer schneller flogen seine Pfoten. Er trank Wasser, fraß Gras, Erde und lief weiter, als wäre er auf der Flucht, als hätte er ein Ziel. Mittags rastete er, abends leckte er seine schmerzenden Pfoten.

Er hatte sein Wolfsrudel verlassen, weil die Sonne ihn zog. Aber er war sehr jung, um allein zu überleben. Zu jung, als daß sein Familie ihn hätte lehren können, wie ein Wolf jagt, zu jung, um Gefahren zu erkennen. Wäre er ein Mensch gewesen, ihn hätte der Mut verlassen, er hätte Hilfe gesucht, wäre gar umgekehrt. Aber er war ein Wolf, der nur den nächsten Schritt sah, sich nach dem sehnte, was vor ihm lag.

Immer wieder witterte er andere Tiere, folgte ihrer Spur, die sich verlor. Das Nagen brüllte. Am vierten Tag wehte Aasgeruch heran. Sein Herz schlug wild und laut. Er folgte der Spur und fand eine tote Amsel. Schlang sie gierig hinunter, als wäre sie nichts.

Jetzt achtete er mehr auf den Geruch, der gegen das Nagen geholfen hatte. Fand eine Maus am folgenden Tag. Dann wieder zwei Tage nur Losung, Gras, Erde. Er horchte auf die Geräusche im Boden unter ihm, wußte nichts damit anzufangen. Saß vor Mauselöchern und verstand nicht, daß sie es waren, ihre Trippelschritte, die er hörte. Ein Gelege half ihm über den folgenden Tag. Die Amsel klagte vergebens, er fraß all ihre Eier, sogar die Schale schlang er hinunter.

Dann fand er nichts mehr.

Es wurde Tag, es wurde Nacht. Er witterte, suchte. Stöberte in Erdlöchern, horchte auf Schritte, Flügelschläge. Er war nur noch dieses Nagen. Sein Kopf war leer, er fiel in leichten Schlaf. Träumte von seiner Mutter, bellte mit seiner Schwester. Als er erwachte, war er schwach. Steif stand er auf, schüttelte sich, ging ein paar Schritte, warf den Kopf in den Nacken und heulte. Horchte. Niemand antwortete. Wieder heulte er, länger jetzt, fordernd. Da glaubte er eine Antwort zu hören. Seine Nackenhaare sträubten sich. Er kannte die Stimme nicht. Bewegte die Nase, sog die Luft ein. Horchte. Aber es wiederholte sich nicht. Wieder und wieder heulte er, aber er war allein.

Also lief er. Weiter zur Sonne, die sank. Legte sich in Pfützen, fand einen See, badete. Grub Würmer aus, fraß Käfer, kaute auf Holz herum und wurde immer dünner. Das Fell ging ihm aus, seine Augen huschten über den Horizont. Er war zu schwach zum Heulen jetzt. Immer wieder schlief er, immer seltener achtete er auf Deckung. Ließ Rehe vorüberziehen, sah mit halbgeöffneten Augen Hasen hinterher.

Das Nagen wuchs, schon lange war es größer als er.

»Können Sie nicht aufpassen?« Fockemeyer brüllte, an seinem Jackett floss der Kantinenkaffee abwärts.

Oskar hatte, im Laufen Akten studierend, die Flurkurve eng genommen und war in seinen einen Plastikbecher jonglierenden Chef gelaufen.

Oskar zog ein Taschentuch hervor und näherte sich seinem Chef.

Fockemeyer wehrte ihn ab. »Haben Sie mir wenigstens aus Diensteifer den Anzug versaut?«

Oskar hob die Akte hoch. »Die Frauenleiche aus dem Grunewald. Der Forstamtsangestellte Gerhard Hacke ist aktenkundig. Ich bin unterwegs zu dem Kollegen, der das bearbeitet hat, die Unterlagen sind unvollständig.«

»Worum geht’s denn?«

»Sexualdelikt, zumindest ist es das Dezernat.«

»Wurde die Leiche vergewaltigt?«

»Keine Ahnung.«

»Dann lassen Sie doch den Mann in Ruhe. Haben Sie nicht genug mit dem arabischen Rudel zu tun? Was ist denn nun mit der DNA? Wenn ich daran denke, was das den Steuerzahler kostet, und auch noch mal drei. Beten Sie, daß etwas rauskommt.«

»Ich bleibe dran.«

»Sie brauchen endlich einen neuen Partner, Blum. Sie können doch nicht ewig auf Hagedorn warten.«

»Kühn sagt, Sie wüßten, daß er nicht zurückkommt.«

»Das alte Waschweib quatscht zu viel und erfindet die Hälfte. Keiner kann der Entscheidung des Richters vorgreifen. Habe nur gesagt, wird schwer, ihn da rauszuhauen. Mal sehen, was ich mit meiner Zeugenaussage für ihn tun kann. War ja ein wirklich erfolgreicher Kollege.«

»Bei Ihrer Mitarbeiterführung kein Wunder, Herr Kriminalrat.«

»Wird schon, Blum.« Fockemeyer klopfte Oskar auf die Schulter. »Ich habe schließlich noch nie jemanden hängen lassen.«

»Aber sicher, Herr Kriminalrat.«

Auslaufgebiet

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