Читать книгу KONOSUBA! GOD'S BLESSING ON THIS WONDERFUL WORLD! – Light Novel 02 - Natsume Akatsuki - Страница 17
Оглавление»Das ist kein Problem. Ein bisschen kühl vielleicht, aber ich sehe es einfach als Test meiner Widerstandsfähigkeit.«
Nur in ihrem engen schwarzen Rock und dem schwarzen Shirt stand Darkness bibbernd da und wirkte, als müsste ihr ziemlich kalt sein. Aber vielleicht gehörte die Perverse auch einfach zu den Leuten, denen immer warm war. Möglicherweise brachte das auch ihr Hirn zum Schmelzen.
Wir sammelten uns und begannen mit der Jagd.
»Megumin, Darkness! Schnappt euch den, der da lang ist! Halt still, verdammt!«
Die Schneegeister hatten träge in der Luft geschwebt, solange wir uns von ihnen ferngehalten hatten, doch sobald wir zum Angriff übergingen, schossen sie davon. Es war schwer, einen Treffer zu landen.
Aber, na ja, sie waren je hunderttausend wert. So einfach konnte es also nicht sein.
Ich erwischte meinen dritten oder vierten Geist, dann atmete ich durch.
»Ich hab meinen vierten gefangen! Sieh dir das an, Kazuma! So viele!«
Als ich mich auf Aquas aufgeregten Ruf hin umdrehte, stopfte sie gerade einen gefangenen Schneegeist in eine Flasche.
Vielleicht hätte ich statt meinem Schwert doch ein Netz mitbringen sollen.
Wenn wir auf dem Feld nicht genug Geister erledigen konnten, konnten wir immer noch die in Aquas Gläsern plattmachen.
»Kazuma. Darkness und ich jagen die Geister durch die Gegend, aber sie sind zu flink und schwer zu treffen. Kann ich das Feld bitte einfach mit ›Explosion‹ überziehen?«, fragte Megumin atemlos. Nachdem sie und Darkness ihn kreuz und quer über die Ebene gejagt hatten, war es ihr endlich gelungen, einem Geist eins mit ihrem Stab überzuziehen.
Ich hatte Sorge gehabt, dass wir den Wölfen oder dem Bären aus den anderen Quests begegnen könnten, aber mein »Gegner erspüren«-Skill war ständig aktiv, und wenn ich etwas spürte, konnten wir sofort weglaufen.
»Gut. Dann mach, Megumin. Säubern wir dieses Feld.«
Megumin sah mich aufgeregt an und leitete ihren Zauberspruch ein.
»Explosion!«
Megumins ultimativer Zauber, den sie nur einmal pro Tag einsetzen konnte, hüllte das Feld ein. Die Druckwelle der tosenden Detonation erschütterte die kalte, trockene Luft, und in dem Krater, der sich in der Mitte des Felds auftat, konnten wir die blanke Erde sehen.
Megumin, die all ihre Magie aufgebraucht hatte, brach zusammen. Dennoch schaffte sie es, uns stolz ihre Abenteurerkarte zu zeigen. »Acht! Ich hab acht erledigt und aufgelevelt!«
Hey, nicht schlecht.
Es wäre allerdings beeindruckender gewesen, wenn sie nicht mit dem Gesicht im Schnee gelegen hätte.
Das machte drei für mich und neun für Megumin. Insgesamt hatten wir bisher also zwölf ausgeschaltet. Zusammen mit denen, die Aqua gefangen hatte, hatten wir sechzehn – mit anderen Worten, 1,6 Millionen Eris. Das bedeutete vierhunderttausend pro Kopf. Und es hatte nicht mal eine Stunde gedauert.
Das war also die berüchtigte Winterjagd? Warum befasste sich niemand sonst mit diesen schwachen und doch so profitablen Monstern?
Die Antwort auf meine Frage folgte auf dem Fuße …
»Ah, da ist er ja!«
Nach einem kurzen Blick ging Darkness mit gezücktem Schwert in Position. Sie grinste zufrieden.
Es brach so schnell über uns herein, dass mein »Gegner erspähen«-Skill mich nicht rechtzeitig warnen konnte, um zu fliehen.
Megumin, die noch vor einer Sekunde vor Stolz gestrahlt hatte, lag jetzt ganz still auf dem Boden und stellte sich tot.
»Kazuma, ich kann dir sagen, warum Abenteurer keine Quests im Winter annehmen.« Aqua wich zurück, ohne den Blick von dem Ding zu nehmen.
Das Wesen, das unser aller Aufmerksamkeit gefesselt hatte, glitt einen Schritt vor.
»Du hast in Japan gelebt. Da müsstest du zumindest mal seinen Namen im Wetterbericht zu dieser Jahreszeit gehört haben.«
Sein gesamter Körper war in eine weiße Rüstung gekleidet, und es verströmte einen unbändigen Drang, uns zu vernichten.
Ja, ich war Japaner. Ich wusste auf den ersten Blick, was das war, selbst wenn Aqua nichts gesagt hätte. Sobald ich diese schreckliche Figur gesehen hatte, brauchte ich keine Erklärung mehr von ihr. Trotzdem wartete ich ab.
»Der Herr der Schneegeister, von dem die Legenden des Winters erzählen …«
Er trug einen weißen Samuraihelm und einen äußerst fein gearbeiteten Waffenrock. Eisnebel stieg von der Klinge in den Händen des weiß maskierten Schwertkämpfers auf.
Mit ernstem Gesicht murmelte Aqua: »Der Wintergeneral* ist hier.«
»Idioten! Diese ganze verfluchte Welt! Leute und Essen und Monster – alles komplette Idioten!«
Die Schneide des Schwerts funkelte scharf wie eine Rasierklinge. Und dann griff der Wintergeneral an.
*Bezeichnet in Japan die kalten Luftmassen aus Sibirien, die starken Schneefall im Osten Japans bringen.