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2.4 Gewinn/Verlust Diagramme

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Es ist wirklich von essentieller Bedeutung, Gewinn/Verlust (P/L) Diagramme zu verstehen, denn diese stellen das Schlüsselelement dar, um zu verstehen, wo man Geld verdient, wo der Breakeven liegt, beziehungsweise wo und wie weit die Verlustzone reicht. Es ist wichtig zu verstehen, wie sie funktionieren, denn sie können dir dabei helfen, komplexe Strategien zu verstehen und wie diese auf das entsprechende Underlying anzuwenden sind.



Hier siehst du ein grundlegendes P/L-Diagramm, welche sich auf alle Strategien entsprechend übertragen lassen. Auf der Y-Achse siehst eine Gerade, wobei alles oberhalb 0 einen Profit und alles unterhalb 0 einen Verlust darstellt. Die X-Achse stellt den Preis des Underlyings dar. Der Breakeven ist der Punkt, an dem das Diagramm von einem Verlust in eine Gewinnzone übergeht.

Letztlich bedeutet dies nichts anderes als eine Darstellung, wo der Kurs der zugrundeliegenden Aktie am Verfallstag liegen muss, damit du profitabel bist. Das ist im Grunde das, worauf wir schauen. Die bläuliche Linie stellt dabei die Strategie dar. Unterschiedliche Strategien haben selbstverständlich unterschiedliche Diagramme, da sie zu verschiedenen Zeiten profitabel sind, beziehungsweise eine Begrenzung des potentiellen Verlustes beinhalten oder nicht. Im Laufe dieses Buches wirst du noch viele solcher Grafiken sehen. Gerade wenn ich dir die einzelnen Strategien beibringe, spielen diese eine übergeordnete Rolle.

Das oben gezeigte Beispiel stellt eine Call-Option dar. Du beginnst in einem negativen Bereich, da du eine gewisse Prämie bezahlt hast. Erinnere dich, mehr als diese kannst du nicht verlieren. Weiter siehst du den Strike-Preis, das ist jener, an welchem du die Option gekauft hast. Sobald dieser erreicht wurde, fängt der Graph an zu steigen und erreicht letztlich den Breakeven. Bedenke, dieser liegt bei einem Call immer höher als dein Strike, da du Strike + gezahlte Prämie rechnen musst. Sobald dieser Wert überschritten wurde, fängst du an, in die Gewinnzone zu laufen. Nun siehst du einen steigenden Graphen mit Pfeilspitze. Dies bedeutet, dass du im vorliegenden Beispiel ein nach oben unbegrenztes Gewinnpotential hast, da die Aktie rein theoretisch bis unendlich steigen könnte.


Schauen wir uns noch ein Beispiel an. In diesem Fall handelt es sich um einen Short-Call. Wie du siehst ist der potentielle Gewinn beschränkt, das Risiko jedoch unbeschränkt. Beachte in diesem Zusammenhang auch, dass der Breakeven dieses Mal zu deinen Gunsten spielt. Um diesen zu berechnen nimmst du wieder den Strike-Preis + eingenommen Prämie. Erst wenn dieser Punkt überschritten ist und die Aktie weiter steigt, fängst du an, in die Verlustzone zu gelangen. Auf der anderen Seite ist es irrelevant, wie weit die Aktie unter deinen Strike fällt. Du wirst nie mehr als die eingenommene Prämie verdienen, hast jedoch „nach unten“ auch kein Risiko.

Gucken wir uns noch eine etwas komplexere Strategie an – den Iron Condor.


In diesem Fall profitieren wir davon, wenn sich die Aktie in einem festgelegten Korridor bewegt. Dabei ist es völlig irrelevant, ob diese am Verfallstag an der oberen oder unteren Grenze steht. Du wirst in jedem Fall die Prämie behalten dürfen. Dies ist ein großartiges Beispiel für nicht-direktionales Handel, da du keine Meinung über den weiteren Verlauf der Aktie haben musst. Salopp gesagt ist es dir egal, ob sie steigt oder fällt, solange sie in einem bestimmten, festgelegten Korridor verweilt. Weiter siehst du die Breakeven-Punkte und dass du eine eingebaute Verlustbegrenzung hast. Du kannst nicht mehr als den vorher festgelegten Betrag verlieren. Ja, auch dies ist mit Optionen möglich.

Bevor dir dies jedoch zu viel wird, stoppen wir an dieser Stelle. Strategien besprechen wir später noch zu Genüge. Es kam in erster Linie darauf an, dass du erkennst, aus welchen Bestandteilen P/L-Diagramme im Kern bestehen und wie diese zu lesen sind.

Merke:

P/L Diagramme bestehen immer aus mehreren Bestandteilen.

Gewinn-/Verlustzone, Strategie, Strikepreis(e), Breakeven.

Sie ermöglichen dir, eine visuelle Vorstellung der aktuellen Strategie zu erhalten - „an welchem Punkt passiert was“.

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