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Vom Speiseplan zu streichende Nahrungsmittel Welche Nahrungsmittelbestandteile verursachen Probleme?

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Jedes Nahrungsmittel besteht aus Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten, dazu kommen Vitamine und Mineralstoffe in unterschiedlichen Mengen. Pflanzen enthalten zudem sogenannten Phytonährstoffe, das sind hochwirksame Stimulanzien der Zellfunktionen. Oft sind auch noch ein paar „böse Jungs“ per Anhalter in unserer Nahrung unterwegs, zum Beispiel Schimmel, Bakterien, Parasiten, Rückstände von Pestiziden im Obst und Gemüse sowie Antibiotika und Hormone in tierischen Nahrungsmitteln; davon wird in Kapitel 11 noch die Rede sein.

Befassen wir uns zuerst mit den Proteinen, denn die haben einen erheblichen Einfluss auf unser Immunsystem. Proteine kommen in jedem Nahrungsmittel vor, im Obst und Gemüse weniger, in tierischen Produkten wie Eiern und Fleisch mehr. Viele Ihrer Körpergewebe bestehen ebenfalls zum Großteil aus Proteinen, deshalb müssen Sie genügend mit der Nahrung aufnehmen, um das „Rohmaterial“ für die täglichen Reparaturarbeiten Ihres Körpers parat zu haben. (Eine Faustregel für die empfohlene tägliche Proteinmenge ist ein Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.)

Die Bausteine des Proteins sind die miteinander verknüpften Aminosäuren. Es gibt insgesamt 20 Aminosäuren, von denen neun als essenziell gelten, weil sie mit der Nahrung aufgenommen werden müssen – im Gegensatz zu denjenigen, die der Körper selbst bildet. Ein Protein wird aber nicht nur durch die Zusammensetzung seiner Aminosäuren charakterisiert, sondern auch durch die dreidimensionale Struktur, die diese Aminosäuren bilden. Anhand dieser Erkennungsmerkmale bemühen sich Ihre Immunzellen zu bestimmen, ob es sich bei einem Protein um „Freund oder Feind“ handelt. Mit anderen Worten, Ihre Immunzellen sind ständig damit beschäftigt, die Proteine zu analysieren, aus denen Ihre Körpergewebe bestehen und die Sie mit der Nahrung zu sich nehmen.

Jedes Bakterium, jedes Virus hat ein bestimmtes Aminosäuremuster auf seiner äußeren Oberfläche, das wie ein „Namensschild“ fungiert. Ihre Immunzellen lesen diese Namensschilder, speichern die Erinnerung daran und halten immer aufmerksam Ausschau nach bekannten Fremdlingen. Genau dieses Überwachungssystem hält uns gesund. Auch alle körpereigenen Gewebe haben solche Namensschilder, denn auch sie enthalten Proteine. Wie Sie bereits wissen, sollte Ihr Immunsystem das eigene Gewebe nicht angreifen, Bakterien, Pilze, Viren und andere Krankheitserreger aber erkennen und bekämpfen. Die Probleme beginnen, wenn Ihr Immunsystem einen Fehler macht und die Namensschilder falsch liest. Dann kann es passieren, dass ein an sich harmloses Nahrungsmittel als Eindringling bewertet wird und einen Fehlalarm auslöst. So entstehen Unverträglichkeiten oder gar Allergien.

Autoimmunerkrankungen erfolgreich behandeln

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