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Vitamin D

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Im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen ist Vitamin D der am besten untersuchte Nährstoff. Wissenschaftler, die sich mit der Erforschung der Multiplen Sklerose beschäftigen, haben festgestellt, dass die Krankheit in den nördlichen Breiten, in denen die Sonneneinstrahlung am geringsten ist, sehr viel häufiger vorkommt. Da dieser Nährstoff durch die Sonne in der Haut gebildet wird, fanden die Forscher sehr schnell einen Zusammenhang zwischen dem niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut und einem MS-Risiko. Es wurde nun festgestellt, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel nicht nur mit MS einhergeht, sondern auch mit anderen Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Lupus erythematodes, insulinabhängigem Diabetes (Diabetes mellitus Typ 1) und entzündlichen Darmerkrankungen. Zwar hat bisher noch niemand bewiesen, dass ein Vitamin-D-Mangel eine dieser Autoimmunerkrankungen verursacht, er stellt jedoch ein Risiko für Sie dar. Und wenn man bei Menschen mit einem Vitamin-D-Mangel den Mangel ausgleicht, gehen die Symptome zurück und ihre Krankheit schreitet langsamer fort. In einer an der Staatlichen Universität von Ohio durchgeführten Studie wurde bei einer Gruppe von Lupus-Patienten regelmäßig der Vitamin-D-Spiegel bestimmt. Man stellte fest, dass es eher im Winter zu einem Aufflammen ihrer Erkrankung kam, wenn der Spiegel abfiel.9

Trotz seines Namens wird Vitamin D eigentlich als Hormon und nicht als Vitamin betrachtet. Denn es bindet gemäß der Definition eines Hormons an viele Zellrezeptoren im ganzen Körper und sorgt für Veränderungen der Zellfunktion. Vitamine binden nicht an Zellrezeptoren, sie unterstützen stattdessen Enzymreaktionen als Cofaktoren. Die aktive Form von Vitamin D ist Cholecalciferol oder D3, aber es gibt noch eine andere Form, das Ergocalciferol oder D2, das in manchen Pflanzen vorkommt. Der Körper tut sich schwer damit, die pflanzliche Form D2 in die aktive Form D3 umzuwandeln, daher empfehlen wir als Nahrungsergänzungsmittel immer D3. Unabhängig davon, ob Sie D3 mithilfe des Sonnenlichts in der Haut bilden oder ein Supplement einnehmen, der erste Weg führt in jedem Fall in die Leber, wo es zu 25-Hydroxy-Vitamin D umgewandelt wird, die Form, die Sie im Blut bestimmen lassen sollten, denn das ist der zuverlässigste Weg, um herauszufinden, wie hoch Ihr Vitamin-D-Spiegel tatsächlich ist. Aus 25-Hydroxy-Vitamin D (Calcidiol) wird 1,25-Dihydroxy-Vitamin D (Calcitriol) gebildet. Das ist die wirksamste Form des Hormons, da es in dieser Form in die Zelle, genauer in den Zellkern, wandert. Dort aktiviert es den genetischen Code und schlägt dabei ein Kapitel in besagtem Buch auf, in dem es um Ihr Immunsystem geht.

Autoimmunerkrankungen erfolgreich behandeln

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