Читать книгу Die heilende Kraft des Geistes - Tulku Thondup - Страница 6

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Einleitung

Ich wurde in eine einfache Nomadenfamilie hineingeboren, in einem Zelt auf den von wilder, karger Vegetation und Gras bewachsenen Hochebenen Osttibets, inmitten der höchsten Berge und größten Flüsse der Welt. Das Land war fast acht Monate im Jahr schneebedeckt. Meine Familie gehörte zu einer Stammesgruppe, die in Zelten lebte und viele Haustiere hielt, darunter Jaks, Pferde und Schafe. Jährlich wechselten wir viele Male den Lagerplatz und schlugen unsere Zelte in verschiedenen Tälern auf, damit für die Tiere immer genug frisches Gras da war, von dem sie leben konnten.

Als ich fünf Jahre alt war, erschütterte eine gravierende Veränderung mein Leben. Man erkannte in mir die Reinkarnation eines berühmten religiösen Meisters aus dem Kloster Dodrupchen, einer bedeutenden Stätte der Gelehrsamkeit in Osttibet. Buddhisten akzeptieren das Prinzip von Wiedergeburt und Karma; darum glauben Tibeter, ein großer Meister werde nach seinem Ableben mit einer großen Befähigung wiedergeboren, den Menschen zu nützen. Meine Eltern waren sehr traurig, mich hergeben zu müssen, da ich ihr einziges Kind war, doch gaben sie mich ohne Zögern in die Obhut des Klosters. Meine Eltern waren stolz und fühlten sich äußerst privilegiert, daß ihr Kind über Nacht eine der hochgeachteten Personen in ihrem Tal geworden war.

Schlagartig veränderte sich jeder Aspekt meines Lebens. Ich hatte keine sogenannte normale Kindheit, in der man mit anderen Kindern spielt. Vielmehr kümmerten sich würdevolle Erzieher um mich und dienten mir voller Hochachtung, denn man hatte mich als die Reinkarnation ihres Lehrers anerkannt. Ich fühlte mich zu Hause in meinem neuen Leben – Kindern fällt es ja immer leichter als Erwachsenen, sich an neue Situationen anzupassen. Ich liebte meine Eltern, besonders meine Großmutter, aber ich sagte ihnen, daß sie das Kloster nicht betreten sollten, obwohl man ihnen eine zeitlich begrenzte Ausnahmegenehmigung erteilt hatte. Dies betrachtete man als weiteres Zeichen dafür, daß ich in meinem früheren Leben in dem Kloster gelebt hatte.

Die Tage waren vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung mit Lernen und Beten ausgefüllt. Mich erfüllten in dieser Umgebung fast immer innige Freude und Frieden. Meine Erzieher waren sehr mitfühlende, verständnisvolle und praktisch denkende Menschen und nicht, wie man sich das womöglich vorstellt, rigoros auf Disziplin pochende Mönche – wenngleich auch das gelegentlich vorkam. Vielmehr waren sie sanfte, bescheidene und fürsorgliche Menschen voller Freude und stets zum Lächeln aufgelegt. Bald verspürte ich keinen Drang mehr, zu spielen oder ziellos herumzutollen. Ich verspürte nicht einmal das Bedürfnis, den Blick viel umherschweifen zu lassen, und konnte stundenlang still dasitzen. Zuerst legte ich das Gelübde eines Novizen, dann das eines Mönchs ab. Meine Haare wurden etwa einmal im Monat abrasiert, und nach dem Mittag aßen wir bis zum nächsten Morgen nichts mehr. Unsere Tage richteten sich nach dem Kreislauf des Mondes und der Sonne. Bis zum Alter von achtzehn Jahren sah ich nie ein Flugzeug oder ein Auto. Eine Armbanduhr war wohl das anspruchsvollste Produkt moderner Technik, das ich jemals zu sehen bekam, ehe ich das Kloster verließ.

Für uns war Buddhismus nicht bloß Meditation, Studium oder Zeremoniell, sondern eine alltagsbezogene Lebens- und Seinsweise. Der Buddhismus lehrt, daß die eigentliche Identität aller Wesen der Geist ist, der seiner wahren Natur nach rein, friedvoll und vollkommen ist. Er ist der Buddha. Wie wir wissen, wird unser Geist friedvoller, offener, weiser und gewinnt an Weite, wenn er nicht durch äußere Situationen und Emotionen unter Druck gerät.

Im Kloster brachte man mir bei, wie wichtig es ist, sich von der Einstellung zu lösen, die Buddhisten das »Festhalten an einem Selbst oder Ich« nennen. Sie besteht in der irrigen Auffassung von einer festen, dauerhaften Wesenheit in uns und in anderen Wesen oder Dingen. Das »Selbst«/»Ich« ist eine Vorstellung, die der gewöhnliche Geist fabriziert, nicht der Geist in seiner wahren Natur. Das Festhalten an einem Selbst bewirkt, daß wir mental und emotional durcheinandergeraten, es ist die Ursache unseres Leids. An ebendiesem Punkt können wir uns darüber klarwerden, was den Buddhismus im Innersten ausmacht, seine geistige Grundhaltung und besondere Eigenart. Erkennen Sie, wie radikal der Buddhismus ist? Er besagt nämlich, daß das Leid durch etwas verursacht wird, das unser Geist tut, noch bevor der Punkt erreicht ist, wo wir uns ungeschickt oder problematisch verhalten oder etwas sagen, das Streit auslöst; noch bevor jene Dinge, die den Lebensweg aller Wesen ausmachen – Leid, Krankheit, Altern und Sterben – ihren Lauf nehmen. Im Buddhismus werden all unsere Schwierigkeiten einzig und allein der Tatsache zugeschrieben, daß wir an einem Selbst festhalten. Der große buddhistische Meister Shantideva hat das Selbst, an dem wir festhalten, als das »schlimme Scheusal« bezeichnet:

Alle Gewalt und Angst und alles Leid,

die es auf der Welt gibt,

kommen vom Festhalten an einem Selbst.

Wozu brauchst du dieses große schlimme Scheusal?

Wenn du das Selbst nicht losläßt,

Wird dein Leid nie ein Ende nehmen.

Genauso wie du ein Feuer,

wenn du es nicht aus der Hand gibst,

nicht daran hindern kannst, daß es dir die Hand verbrennt.

Aber wie können wir das Selbst loslassen? Mir war eine volle Vergegenwärtigung meines wahren Wesens in solch jungen Jahren und einem so frühen Stadium meiner Schulung nicht möglich. Doch während ich die verschiedenen Stufen körperlicher und geistiger Schulung durchschritt, wurde ich von Achtsamkeit, Mitgefühl, Hingebung, Kontemplation und reiner Wahrnehmung inspiriert und beflügelt. Das hatte zur Folge, daß ich Stufe um Stufe meinen mentalen und emotionalen Griff lockern konnte, mit dem ich an einem Selbst festhielt, und immer mehr innere Stärke, Gewahrsein und Offenheit hinzugewann. Während mein Geist nach und nach mit seinem friedvollen Wesen vertraut wurde und ich Übung bekam, mich darin zu entspannen, begann der Aufruhr äußerer Umstände sich auf meine Empfindungen zunehmend weniger auszuwirken, und ich konnte leichter mit ihm fertig werden. Durch die Erfahrung von Frieden und Offenheit, der natürlichen Wesenszüge des Geistes, wurde es mir möglich, den Härten des Lebens mit einem Heilmittel zu begegnen und in guten wie in schlechten Lagen Stärke und Frohsinn zu bewahren.

Aufgrund der politischen Veränderungen in Tibet mußte ich im Alter von achtzehn Jahren in Begleitung meiner zwei Lehrer und acht weiterer Freunde viele Monate lang reisen und über sechzehnhundert Kilometer quer durch Tibet ziehen, um nach Indien zu entkommen. Etwa auf halber Strecke, in einer heiligen Höhle in einem leeren Tal, wo hohe graue Berge nach allen Richtungen Wache hielten, tat Kyala Khenpo, mein Lehrer, der sich wie mein alleiniger Elternteil um mich gekümmert hatte, seit ich fünf Jahre alt war, seinen letzten Atemzug. Plötzlich wurde mir bewußt, daß ich Vollwaise war und auf der Flucht, ein heimatloser Flüchtling.

Schließlich kamen wir in Indien an, einem Land, das reich an Weisheit und Kultur ist. Zum ersten Mal seit vielen Monaten konnte ich das Gefühl der Kühle im Schatten von Bäumen und die Behaglichkeit wärmender Unterkünfte genießen. Viele der tibetischen Flüchtlinge in Indien, deren Zahl sich auf etwa einhunderttausend belief, fielen den veränderten Lebensbedingungen zum Opfer: der andersartigen Nahrung, dem Trinkwasser und der Witterung; hinzu kam der Höhenunterschied. Und uns, den Überlebenden, ging das beschwerliche Los unserer Lieben, die wir in Tibet zurückgelassen hatten, Tag und Nacht nicht mehr aus dem Sinn.

In jenen dunklen Tagen war das Weisheitslicht des Buddhismus in meinem Herzen das einzige, was mich leiten und trösten konnte. War ein Problem lösbar und wert, sich damit zu befassen, dann versuchte ich, mich mit friedvollem Geist, offener Einstellung und frohem Mut seiner Lösung zu widmen. War das Problem unlösbar, dann versuchte ich, mich nicht durch sinnlose Vergeudung meiner Zeit und Energie zu verausgaben. In beiden Situationen versuchte ich, die Emotionen, die Fixierungen des Geistes loszulassen: nicht an ihnen festzuhalten, nicht bei ihnen zu verweilen, mich ihretwegen nicht zu beunruhigen; denn das hätte die jeweilige Situation nur verschlechtert. Shantideva sagt:

Wenn du dein Problem lösen kannst,

welchen Grund gibt es dann, sich zu beunruhigen?

Wenn du es nicht lösen kannst,

welchen Zweck hat es dann, sich zu beunruhigen?

Seit meiner Flucht nach Indien lebe ich nicht mehr in einer klösterlichen Gemeinschaft, noch befolge ich monastische Regeln. Aber die Bilder meiner klösterlichen Zufluchtsstätte in Tibet, voller Frieden und Freude, sehe ich noch immer lebhaft vor meinem geistigen Auge. Den Klang der gütigen, besänftigenden Worte der so überaus weisen und mitfühlenden Lehrer meiner Kindheit habe ich noch genau im Ohr. Doch vor allem ist die Erfahrung der Offenheit, des Friedens und der Stärke, die ich damals entwickelt habe, in meinem Herzen durch die Härten, die mir im Leben widerfuhren, verfeinert worden und hat größeren Glanz erhalten, geradeso wie man Gold verfeinert, indem man es erst zum Schmelzen bringt, um es dann zu schmieden. Jene Bilder, Worte und Erfahrungen waren in allem Kummer, allen Verwirrungen und Schwächen meines Lebens stets erleuchtende Leitvorstellungen und heilende Energien.

Dem Kerzenlicht eines friedvollen Geistes Schutz vor dem stürmischen Wind des Existenzkampfes zu bieten; außerdem Offenheit und eine positive Einstellung auszustrahlen, um damit andere zu erreichen – diese beiden Faktoren ermöglichten es mir, während schwieriger Zeiten weiterzumachen.

In vieler Hinsicht erwiesen sich die großen Tragödien meines Lebens im nachhinein als segensreich: Sie veranschaulichten die buddhistische Grundaussage, daß das Leben einem Trugbild gleicht, indem sie den trügerischen Schleier vermeintlicher Sicherheit wegzogen. Nicht der geringste Zweifel blieb mehr an der Heilkraft, die daraus erwächst, daß man sich vom Festhalten an einem Selbst frei macht.

1980 übersiedelte ich in die Vereinigten Staaten, das Land der Freiheit und des Überflusses. Im allgemeinen fällt es dem friedvollen Geist schwerer, die Attacken sinnlicher Freuden und materieller Reize zu überstehen als die von Schmerz und Leid. Aber meine buddhistischen Schulungen haben zur Folge, daß ich zwar am materiellen Wohlstand des Westens Gefallen finde, dabei aber um so mehr das einfache, derbe und natürliche buddhistische Leben meiner Kindheit in seinem vollen Wert schätzen lerne. Und je mehr ich mich an meinem spirituellen Leben im Buddhismus erfreue, desto mehr weiß ich überdies den Glauben, das Mitgefühl und die Freigebigkeit zu schätzen, die auf jüdischchristlichen, mit dem materiellen Wohlstand des Westens verknüpften Werten basieren; diese haben wiederum meine spirituelle Kraft gesteigert. Im Licht buddhistischer Weisheit lebend, blicke ich durch das Fenster der friedvollen Natur des Geistes unter allen Umständen auf die positiven Qualitäten, statt auf die negativen Eigenschaften einzugehen. Das ist der Kern des Heilungspfades.

1984 konnte ich zum erstenmal nach 27 Jahren meine Heimat Tibet besuchen. Es machte mich sehr froh, ein paar meiner alten Freunde und Verwandten wiederzusehen, die überlebt hatten; und es machte mich sehr traurig, erfahren zu müssen, daß die meisten meiner Lieben, deren Gesichter ich jahrelang in zärtlicher Erinnerung bewahrt hatte, und meine hochgeachteten Lehrer, deren Worte die Quelle meiner Heilung bildeten, umgekommen waren. Das Kloster, die Stätte der Gelehrsamkeit aus meiner Erinnerung, lag schon jahrzehntelang verlassen da; seine Mauern waren eingestürzt. Vor kurzem sind mehrere Mönche dorthin zurückgekehrt, um mit dem Wiederaufbau des Klosters zu beginnen und ihr klösterliches Leben wiederaufzunehmen.

Die meisten von ihnen konnten das Geschehene akzeptieren und von ihren unglücklichen Erfahrungen genesen, ohne jemand anderem die Schuld geben zu müssen. Freilich kann es einem vorübergehend wohltun, anderen die Schuld an seinem eigenen Mißgeschick zu geben, aber das endet immer damit, daß man noch größeren Schmerz und noch größere Verwirrung auslöst. Geschehenes ohne Beschuldigung zu akzeptieren – das ist der wahre Wendepunkt der Heilung. Es ist die Heilkraft des Geistes. Ebendeshalb schreibt Shantideva:

Wenn du jenen gegenüber schon kein Mitgefühl

entwickeln kannst,

die wegen ihrer emotionalen Gebrechen

[aus Unwissenheit und Wut]

gezwungen sind, dir zu schaden,

solltest du zumindest nicht wütend auf sie werden.

In Tibet suchen die Menschen religiöse Lehrer auf, um spirituelle Unterweisungen und ihren Segen zu erhalten oder um sie zu bitten, für die Lösung ihrer Probleme oder das Erreichen ihrer weltlichen oder spirituellen Ziele zu beten. Selten suchen sie Rat für psychische, soziale oder physische Probleme. In der westlichen Kultur hingegen werden Geistliche in den unterschiedlichsten Lebensfragen konsultiert. Seit meiner Ankunft in den Vereinigten Staaten kamen Freunde zu mir, um sich beraten zu lassen, sobald sie mit irgendwelchen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Zu meiner Verwunderung konnte ich ihnen für viele ihrer Probleme heilsame Lösungen vorschlagen: nicht etwa deshalb, weil ich mit irgendeiner therapeutischen Begabung, Heilkunst oder mystischen Kraft ausgestattet war, sondern weil ich mich in der Weisheit des Buddhismus geschult und die Geschicklichkeit erlangt habe, die Beschwernisse meines Lebens zu kurieren. Diese Erkenntnis regte mich dazu an, buddhistische Anschauungen und Übungen über das Heilen in Form eines Buches vorzulegen.

Dieses Buch ist ein praktischer Ratgeber für jeden, der Frieden finden und Kummer, Streß und Schmerz kurieren möchte; ein Kompendium von Unterweisungen zur Weisheit des Heilens, die ich den heiligen Schriften des Buddhismus und den sanft vorgetragenen Darlegungen großer Meister entnehmen konnte. Diese Weisheit wurde für mich und viele meiner Freunde die wirkungsvollste Quelle der Heilung. Dies sind überlieferte buddhistische Unterweisungen über das Heilen, und ich bemühe mich lediglich, sie an Sie weiterzugeben, ohne sie mit meiner eigenen Stimme und Meinung zu überschatten.

Das Buch hat drei Teile. Der erste vermittelt einen Überblick über die alltägliche Lebensführung und Meditation, die zur Heilung erforderlichen Voraussetzungen. Der zweite Teil stellt spezielle Übungen vor, mit deren Hilfe sich mentale, emotionale, soziale und spirituelle Probleme kurieren lassen. Physische Probleme sind am schwersten zu heilen. Aber auch bei ihnen können Übungen helfen, die Frieden, Stärke und positive Energie hervorbringen, den letztendlichen Quell unseres physischen Wohlbefindens. Der letzte Abschnitt stellt mehrere buddhistische Meditationen vor, in denen es nicht nur um Alltagsprobleme geht. Hier sollen vielmehr auch die Qualitäten eines Buddha erweckt werden, die in uns allen zu finden sind, und die unbegrenzte Heilkraft des Buddha-Geistes für uns und andere erschlossen werden.

Die Anleitungen und Ratschläge dieses Buches entstammen buddhistischen Unterweisungen, insbesondere einem kurzen, aber einzigartigen Text mit dem Titel Glück und Leid in den Pfad zur Erleuchtung verwandeln, von Dodrupchen Jigme Tenpe Nyima (1865–1926), einem der großen Lamas und maßgeblichen Gelehrten der Nyingma-Schule des tibetischen Buddhismus, und aus anderen Texten wie etwa Eintritt in das Leben zur Erleuchtung von Shantideva (8. Jahrhundert), einem der größten indischen Meister des Mahayana-Buddhismus.

Insbesondere ist jedes Wort heilender Weisheit, das man auf diesen Seiten findet, durch die gütigste und weiseste Person inspiriert, die mir jemals in Menschengestalt begegnete, meinen herzensguten Lehrer Kyala Khenpo Chöchog (1892 bis 1957). Unter seiner Obhut wurde ich vierzehn Jahre lang umhegt wie ein Sohn von seinem Vater. Sollten sich irgendwelche Fehler in das Buch eingeschlichen haben, dann sind dies Nachlässigkeiten meines unwissenden Geistes, und es ist meine spirituelle Pflicht, ihretwegen alle erleuchteten Meister und mitfühlenden Leser um Vergebung zu bitten.

Wenn Sie die in diesem Buch dargebotenen Übungen befolgen, können sie womöglich Ihren Kummer und Ihre Probleme kurieren und Ihrem Leben Freude und Gesundheit zurückgeben. Zumindest werden Ihnen diese Übungen helfen, das Ausmaß Ihres Kummers und Ihrer Probleme zu verringern, und gleichzeitig bewirken, daß Freude und Gesundheit zunehmen. Außerdem werden der Frieden und die Stärke, die durch die Heilkraft des Geistes hervorgerufen werden, Ihnen das Rüstzeug geben, Kummer und Probleme mit größerer Gemütsruhe hinzunehmen – einfach als Bestandteil des Lebens, beinahe so, wie wir die Dunkelheit der Nacht als Bestandteil des Tageskreislaufs gutheißen.

Ich hoffe, daß dieses Buch Menschen helfen wird zu lernen, wie sie glücklicher und gesünder leben können. Jeder Person, deren Geist für die Heilkraft aufgeschlossen ist, wird es guttun, die Heilübungen in diesem Buch zu befolgen. Dazu braucht man nicht im herkömmlichen Sinn Buddhist zu sein. Allerdings sind die Übungen nicht als Alternativen zur konventionellen Behandlung gedacht. Angemessene Medizin, Lebensführung, Ernährung und Bewegung sind für den Heilerfolg stets unentbehrlich.

Die heilende Kraft des Geistes

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