Читать книгу Die hochsensible Frau - Alina Schwarz - Страница 11
Besondere Intelligenz bei Hochsensiblen
ОглавлениеTatsächlich ist es so, dass viele hochsensible Menschen überdurchschnittlich intelligent sind. Doch was bedeutet Intelligenz überhaupt? Anders als vielfach vermutet, gibt es keine allgemeingültige Definition. Intelligenz umfasst viele unterschiedliche Aspekte. Dazu zählen mentale Prozesse, die bei der Problemlösung, Entscheidungsfindung und abstraktem Denken entstehen. Diese stehen in starker Verbindung mit den kognitiven Fähigkeiten, die mit der Wahrnehmung, dem Erkennen und allgemeinen Denken einhergehen. Auch das Nervensystem spielt eine nicht minder entscheidende Rolle. Nun lässt sich die Intelligenz in verschiedene Teilbereiche kategorisieren: die sprachliche, logisch-mathematische, intra- und extrapersonelle, räumliche, musikalische, physisch-kinästhetische und die naturkundliche Intelligenz. Aus der intra- und extrapersonellen Intelligenz entwickelte sich der Begriff der emotionalen Intelligenz. Auch die Fantasie ist ein wichtiger Aspekt. Eigene Erkenntnisse mit einspielen zu lassen und selbstständig Theorien entwickeln zu können, obliegen dem Fantasievermögen. Es macht Sinn, dass diese Fähigkeiten eine gewisse Intelligenz erfordern. Sie sehen also, wie vielschichtig diese Thematik ist. Der IQ, ermittelt durch den klassischen Intelligenztest, kann demnach nicht das einzige Kriterium für eine hohe Intelligenz darstellen. Dieser Test umfasst einfach nicht alle Bereiche, die zur Intelligenzbestimmung miteinbezogen werden müssen. Hinzu kommt, dass eine Intelligenz – egal, welcher Art – zunächst mal als reines Potenzial zu sehen ist. Potenzial ist angeboren, was daraus entsteht, hängt von der persönlichen Entwicklung ab. Dafür ist das soziale Umfeld verantwortlich – und inwiefern der Mensch gefördert wurde. So kann es auch sein, dass sich verschiedene Fähigkeiten erst in späteren Lebensphasen entfalten.