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ОглавлениеFelix stieg aus dem Zug und fühlte sich sofort entsetzlich müde und erschöpft. Das ganze Wochenende war es ihm nicht so gegangen. War das immer noch vom Holzhacken? Auf die S-Bahn musste er nicht warten und war zehn Minuten später in seinem Vorort. Als er die Station verließ, traf er auf dem Platz davor auf Juri, der mit seinem Fahrrad immer die gleichen Runden drehte. Als Juri Felix aus dem Gebäude kommen sah, sprang er vom Sattel und ließ das Rad, wie immer, allein weiterlaufen, bis es von irgendeinem Gegenstand gestoppt wurde oder einfach umfiel. Ein Fußgänger musste ausweichen und schimpfte ins Leere, denn er hatte nicht gesehen, wer das Rad einfach losgelassen hatte. Juri blieb breitbeinig vor Felix stehen.
„Warst du in Amerika?“, rief er. „Warum hast du mich nicht mitgenommen?“
Felix lächelte gequält.
„War es nicht schön?“
Warum konnte der Mongo ihn nicht einfach in Ruhe lassen?
„Du hast wohl keine Lust auf zu Hause, was?“
Scheiße, Felix wollte ihn nicht so nennen.
„Soll ich dich ein Stück auf meinem Fahrrad mitnehmen?“
Felix sah hinüber zum Rand des Platzes, wo das Rad im Grünzeug hängen geblieben war. „Aber nur, wenn du nicht wieder wie ein Kamikaze-Pilot einfach abspringst!“
„Okay!“ Juri hob seinen Daumen, lief hinüber zu seinem Fahrrad und pflückte es aus dem Gebüsch.
Felix schwang sich auf den Gepäckträger. „Alles klar, Juri, fahr los!“