Читать книгу Schuld war nur die Mustertapete 2 - Carmen Immel - Страница 5
Kurze Fassung der elend langen Einleitung
ОглавлениеFangen wir doch noch mal da an, wo alles begann! Viele Eltern von heute, schwören darauf, dass ihre Babys schon während der Schwangerschaft musikalisch oder egal wie, positiv zu beeinflussen sind. So hören die einen, während den 9 Monaten klassische Musik, um am 18. Geburtstag ihres Kindes festzustellen, dass der Zögling am liebsten Dauertickets beim Wacken-Konzert hätte und eine Gitarre lieber in Fetzen, an der Wand verewigt sieht. Ich denke, dass meine Mutti mehrfach Hähnchen zur Entspannung auf der Bauchkugel liegen hatte und beim Spazierengehen mit mir intus, aus vollem Rohr „Alle Vögel sind schon da“ geträllert hat. Warum sonst, interessierte mich das Geflatter am Himmel mehr, als eine Rassel die mir ständig vor die Nase gehalten wurde? Man erzählte mir nämlich sehr oft als Kleinkind, dass ich an kindgerechten Details kaum Interesse gezeigt hätte. Auch die zukünftigen Suchtprogramme wurden mir frühzeitig eingeprägt. Papa rauchte wie ein Schlot. Alle um mich rum, außer Mutti, rauchten. Das war für mich ein normales gesellschaftliches Bild. Wie wir bereits schon im ersten Teil festgestellt hatten, wurde das Koma Saufen von mir erfunden, da mir diese Weichei-Partys, bei meiner Verwandtschaft öfter mal zu harmlos abliefen. Halb leere Gläser wurden in Momenten, in denen ich ohne Aufsicht war, von mir getestet, für gut befunden und vollständig entleert. Wie an dem einem Silvesterabend, als ich kurz vor dem Feuerwerk noch unbedingt von der Tante die Latrine bestücken musste und man mich schlicht weg vergessen hatte. Ohne mich nach draußen stürmte, um das Feuerwerk zu bestaunen. Das Resultat? Ein völlig betrunkenes, aber grinsendes Peti vorzufinden, hatten wir ja schon. Meine eher unspektakuläre maßgerechte Erziehung wurde nun mal durch kleinere unerwartete Einflüsse des Öfteren gestört oder sonst wie verändert. Kurz und gut, meine Geburt störte die Evolution überhaupt nicht, brachte aber Störungen in den Tagesablauf bei meiner Familie. Oder eher … in den Tagesablauf der Nachbarn!