Читать книгу TECHNO-ELEMENTALE: Beseelte Technik - David Spangler - Страница 12
FELDNOTIZ 4 EIN LERNENDES UNIVERSUM
ОглавлениеWährend meines Lebens begegnete mir immer wieder der weitverbreitete Irrtum, feinstoffliche Wesen wären allwissend. Es wird angenommen, sie würden auf einer »höheren Ebene« des Lebens existieren, auf der alles Wissen offenbart ist und Zeit und Raum keine Geheimnisse mehr bereithalten. Aufgrund dieser Vermutung haben sich die Menschen seit Jahrtausenden aus der feinstofflichen Welt Führung, Rat, Weissagung und die Offenbarung verborgener Weisheit erhofft. Ich kenne viele Menschen, die in ihrem Leben keine Entscheidung treffen, ohne vorher einen Führer aus der geistigen Welt zu konsultieren. Sie glauben, wir inkarnierten Menschen wären die Schüler und die Bewohner der feinstofflichen Dimensionen die Experten.
Doch nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt!
In diesem Universum sind wir alle Lernende, von der gewaltigsten kosmischen Wesenheit bis zum einfachsten Elementargeist. Es ist ein lernendes Universum.
Damit will ich nicht sagen, wir könnten in der feinstofflichen Welt nicht Weisheit, Erkenntnis, guten Rat, nützliche Informationen und tiefgründige Wahrnehmungen finden. Das ist durchaus möglich. Aber hier in der physischen Welt gibt es ebenfalls Weisheit, Erkenntnis und Wissen. Wir alle sind Experten für irgendetwas, Menschen nicht weniger als andere Lebensformen, und für uns alle gibt es noch viel zu lernen, viele Potenziale und Fähigkeiten zu entwickeln. Kein Wesen, auf welcher Ebene des Lebens auch immer, besitzt ein Weisheits- oder Wissensmonopol. Jedes Wesen auf jeder Ebene kann Fehler machen. Und das kann ein wichtiger Teil eines Lernprozesses sein.
Es gibt einen Wesenszug, den ich bei fast allen feinstofflichen Wesen bemerke, denen ich begegne, und zwar Neugierde. Manchmal, wenn dieses Wesen nicht-menschlich ist, wie zum Beispiel ein Naturgeist, kann diese Neugierde mir gelten. Der Naturgeist möchte herausfinden, wie ein Mensch tickt. Handelt es sich bei dem feinstofflichen Wesen um einen nicht-physischen Menschen, was auf die meisten meiner inneren Kontakte zutrifft, dann richtet sich die Neugierde nach außen auf die vielen Wunder des gewaltigen Spektrums des Lebens im Universum. Dieser Forschergeist entspringt dem Wunsch, zu lernen und Informationen zu sammeln, damit ein Bewusstsein sein Wissen vertiefen und seine Fähigkeiten erweitern kann, so dass sich neue Potenziale auftun. Daher sind, jedenfalls nach meiner Beobachtung, Neugierde und der Wunsch zu lernen die zentralen Lebensmotivationen im feinstofflichen Ökosystem und der hauptsächliche Grund für das Phänomen der Techno-Elementale.
In der Schöpfung verhält es sich so, dass das Leben immer nach neuen Entdeckungen sucht, die eine Erweiterung des Bewusstseins und der Existenz ermöglichen. Lernen zu ermöglichen und zu unterstützen ist gewissermaßen eine Grundfunktion der feinstofflichen Welten. Das Paradigma lautet: »Alle sind füreinander Lehrer.« Wer fortgeschrittener ist, also mehr weiß, über mehr Erfahrung verfügt, hilft denen, die weniger entwickelt sind. Wer etwas Neues lernt, gibt diese Erkenntnis an die weiter, die es noch nicht wissen.
Das ist keine hierarchische Angelegenheit, auch wenn wir uns das in unserer Welt oft so vorstellen: Wissen, das von den höchsten geistigen Ebenen nach unten weitergegeben wird. Als aufrecht gehende Wesen neigen wir dazu, unsere vertikale Voreingenommenheit auf die Schöpfung zu projizieren. Wir halten »oben« für »gut« und »unten« für nicht so »gut«. Doch so geht es in den feinstofflichen Welten nicht zu. Sie sind in ihrer Funktionsweise eher »sphärisch« als vertikal oder horizontal. Jedes Wesen, ganz gleich wo im Spektrum des Lebens es sich gerade aufhält oder wie sein Entwicklungsstand ist, hat etwas Einzigartiges und Wichtiges anzubieten und kann, unter geeigneten Umständen, ein Lehrer sein.
Das ist gar nicht so seltsam, wenn man näher darüber nachdenkt. Zwar ist es normalerweise so, dass die Erwachsenen den Kindern Dinge beibringen. Wir geben unser Wissen und unsere Weisheit an die jüngere Generation weiter. Doch immer wieder erleben wir, dass unsere Kinder Einsichten äußern, auf die wir noch nicht gekommen sind (oder die wir vergessen hatten), und wir von ihnen lernen. Wir Älteren haben die Weisheit nicht gepachtet. Das werden Ihnen alle Eltern bestätigen, die ihren Kindern aufmerksam zuhören.
Wenn ich »Lernen« sage, denken viele Leute sofort an die Schule und die Weitergabe von Informationen. Aber Lernen kann auf vielfältige Weise geschehen. Mein ältester Sohn ist kinästhetisch orientiert. Er lernt viel besser durch Beobachtung und Mitmachen statt durch Informationen aus einem Buch oder Vortrag. Zum Beispiel benötigte er, um Autofahren zu lernen, keinen theoretischen Unterricht. Er lernte es fast ausschließlich, indem er Leuten beim Fahren zuschaute und es dann nachmachte. Man kann also sagen, dass er Informationen mit dem Körper aufnimmt, nicht nur mit dem Intellekt. Sein Körper ist beim Lernen sogar viel mehr beteiligt als sein Intellekt.
Die Wesen in den feinstofflichen Welten lernen und lehren oft nicht durch Wissensvermittlung, sondern indem sie Energie und Sein mit anderen teilen, so dass ihre Bewusstseinsfelder sich mischen. Es ist, als würde ich in der physischen Welt Tanzschritte dadurch lernen, dass ein Tänzer meine Arme und Beine bewegt, damit ich ein Gefühl für die richtigen Muskelbewegungen bekomme. Genauer gesagt: Wenn ich einem feinstofflichen Wesen vermitteln möchte, was Liebe ist, gelingt das nicht, indem ich ihm intellektuell mit Worten erkläre, was es mit der Liebe auf sich hat, sondern indem ich mich real liebevoll verhalte, Liebe in meinem Energiefeld erzeuge und nutze, um das Wesen energetisch zu umarmen. Man teilt eine gemeinsame Erfahrung.
In den feinstofflichen Welten wird fast immer durch Sein gelehrt und gelernt.
In unserer Welt nähre ich meinen Geist durch Lernen, während ich meinen Körper durch Essen nähre. Auch wenn ich mein Leben ganz dem Lernen widme, muss ich immer noch meinen Körper ernähren. Aber selbst wenn ich oft und viel esse, lerne ich dabei wenig – außer vielleicht, von welchen Speisen ich Verdauungsbeschwerden bekomme! Doch in den feinstofflichen Welten ist der Unterschied zwischen Lernen und Essen nicht so eindeutig. Lernen kann dort eine Form von Nahrung sein.
Die Körper feinstofflicher Wesen sind, wie Sie sich sicher vorstellen können, ganz anders als unsere. Es handelt sich um Energiekörper, wobei dieses Wort aber, wie auch das Wort »Frequenz«, die Natur der feinstofflichen Substanzen, aus denen diese Körper bestehen, nur unzureichend beschreibt. Treffender ist es, sich diese Körper als aus lebendigen Qualitäten bestehend vorzustellen, zum Beispiel »Bewusstseins-Stoff« oder »Liebes-Stoff«. So, wie ich sie wahrnehme, handelt es sich eher um Felder, die vielleicht mit einem Magnetfeld vergleichbar sind, als um die konkreten Formen, die Körper in der physischen Welt annehmen. Zwar erscheinen sie mir formlos und fließend, manchmal als nicht mehr denn eine wirbelnde Lichtwolke, doch innerhalb ihrer eigenen natürlichen Frequenzen sind diese Energiekörper für sie so fest und berührbar, wie es unsere Körper für uns sind.
Wie bei meinem Erlebnis mit der goldenen »Energiedecke«, die sich, jedenfalls war das meine Wahrnehmung, aus einer höheren Welt kommend auf die Umgebung herabsenkte, geschieht es ständig, dass feinstoffliche Wesen Energie mit ihrer Umwelt austauschen. Sie besitzen einen Stoffwechsel, mit dem sie die Energien verarbeiten, die sie aufnehmen, um sich zu ernähren und zu erhalten. Diese Ernährung geschieht auf zwei Arten. Entweder wird die Substanz des einzigartigen Energiefeldes eines solchen Wesens erneuert und energetisiert, was also in etwa der physischen Ernährung in unserer Welt entspricht. Oder es wird die Textur und Qualität der Energie im Feld dieser Wesen gesteigert, vertieft oder verändert. Ich stelle mir das als einen Lernprozess vor.
Das soll nicht heißen, dass manche feinstofflichen Wesen nicht auch in der Lage sind, Informationen auf jene intellektuelle Weise aufzunehmen, die wir unter Lernen verstehen. Andererseits sind viele dieser Wesen zwar intelligent, besitzen aber keinen Intellekt, ja noch nicht einmal Bewusstsein, wie wir es uns vorstellen. Sie operieren auf der Ebene von »Körperintelligenz« oder »Energieintelligenz«, die frei von begrifflichem Denken, doch reich an direkter Erfahrung ist. Neues Wissen vermögen sie dennoch zu absorbieren und zu integrieren. Diese Wesen werden zu dem, was sie lernen, statt nur darüber nachzudenken oder es als eine Information zu erinnern. In einem lebendigen, lernenden Universum ist Lernen eine Form des Energieaustauschs, die so nahrhaft und wohltuend sein kann, wie das physische Essen für uns. Diese Information wird uns helfen, einige Wesenszüge der Techno-Elementale besser zu verstehen.