Читать книгу TECHNO-ELEMENTALE: Beseelte Technik - David Spangler - Страница 8
Einführung
ОглавлениеIch war achtzehn Jahre alt, als mein Vater mir, damit ich zum College fahren konnte, mein erstes Auto kaufte, einen 1959er Chevrolet Impala, der meinem Cousin gehört hatte. Dieser Wagen war damals in den Vereinigten Staaten sehr beliebt, unverwechselbar schnittig, mit Heckflossen, die horizontal nach außen statt nach oben ragten.
Dennoch hatte mein Vater ihn nur widerstrebend für mich erworben. Er war stets um meine Sicherheit besorgt, und die Aussicht, dass ich mich hinter dem Steuer in den gefährlichen Straßenverkehr wagte, bereitete ihm Albträume. Es war nicht so, dass er an meinen Fahrkünsten zweifelte. Sorgen machten ihm die »verdammten Dummköpfe auf dem Highway«. Seit ich selbst zwei Söhne und zwei Töchter habe, weiß ich, was ein Vater durchmacht, wenn seine Kinder das Autofahren lernen. Aber damals amüsierten und frustrierten mich seine Ängste.
Mein Vater hatte mit dem Chevy Impala zwei Probleme: Erstens war es mein Auto. Ich fuhr damit herum, statt sicher im Bus oder in seinem Wagen, in dem er selbst hinter dem Steuer saß. Zweitens war es kein VW Käfer. Seit unserer Rückkehr aus Marokko im Jahr 1957 hatte mein Vater ausschließlich Käfer gefahren, und er hielt dieses einzigartig aussehende deutsche Gefährt für das beste Auto der Welt. Doch hatte Dad den Chevy unglaublich günstig erhalten. Um mir einen Gefallen zu tun, hatte mein Cousin den Preis so niedrig angesetzt, dass mein Vater sich dieses Schnäppchen einfach nicht entgehen lassen konnte.
Ich liebte mein Auto. Damals hätte ich jedes Auto geliebt, das ich mein eigen nennen durfte, aber der Impala mit seinen eindrucksvollen Heckflossen war für mich das Allercoolste überhaupt. Er war mein Raumschiff!
Doch mein Vater hegte eine tiefe Abneigung gegen den Wagen und betrachtete ihn als notwendiges Übel. Das führte zu interessanten Vorkommnissen. Wenn ich allein damit fuhr, funktionierte alles perfekt. Ich hatte nie irgendwelche Probleme. Der Chevy und ich, das war eine Liebesaffäre. Wenn ich mit ihm auf dem Highway cruiste, war das Schnurren seines Motors für mich wie Engelsgesang.
Doch wenn mein Vater mitfuhr oder sich gar, was eher selten vorkam, selbst ans Steuer setzte, ging garantiert etwas schief. Es handelte sich immer nur um Kleinigkeiten, ein Klappern hier oder ein Klacken dort.
Vielleicht funktionierte ein Fenster nicht richtig, oder der Wagen sprang nicht sofort an, wenn er ihn zu starten versuchte. Es war nie so gravierend, dass wir in die Werkstatt mussten, aber mein Vater ärgerte sich jedes Mal. Es bestärkte ihn darin, dass der Chevy eine Mistkarre war, und um so mehr Sorgen machte er sich, wenn ich allein damit fuhr.
Dieses Phänomen faszinierte mich, und lachend sagte ich zu meinem Dad, dass das Auto ihn nicht mochte, weil er dessen Gefühle verletzte. Das war als Scherz gemeint, aber je öfter es passierte, desto mehr gelangte ich zu der Überzeugung, dass an der Sache tatsächlich etwas dran sein musste. Also stellte ich genauere Nachforschungen an.
Von Kind an hatte ich die Gabe, Dinge außerhalb der Reichweite meiner fünf Sinne wahrzunehmen, in jenem Bereich, den ich die »feinstofflichen« Dimensionen der Welt nenne. Dort treffe ich auf ein nicht-physisches Ökosystem, das ebenso buntgestaltig und reich ist wie unsere physikalische Umwelt. Hinzu kommt, dass dieses feinstoffliche Ökosystem sich auf vielfältige Weise mit unserem materiellen Universum überschneidet und darin eingewoben ist. Objekte, die für unsere physischen Sinne inaktiv und unlebendig erscheinen, können auf der feinstofflichen Ebene voller Leben sein. Unsere Vorfahren wussten noch sehr gut, dass das Universum ganz und gar lebendig ist. Erst während der letzten ungefähr dreihundert Jahre, also seit dem Beginn der industriellen Revolution, hat unsere westliche Zivilisation in ihrer völligen Fokussierung auf die materielle Wirklichkeit dies mehr und mehr vergessen.
Ich betrachte diese feinstoffliche Welt mit all ihrer Vielfalt und Vernetzung als die »zweite Ökologie« der Erde. Sie existiert in wechselseitiger Abhängigkeit zu der uns vertrauten physischen Ökologie und ist eng mit ihr verwoben. Sehr zu unserem Schaden ignorieren wir diese »zweite Ökologie«, und das in einer Zeit, in der es für uns eigentlich dringend notwendig wäre, unsere ganzheitliche Verbundenheit mit unserem Planeten wiederzuentdecken und zu stärken. Wenn wir die feinstoffliche Welt als ein Produkt von Fantasie und Aberglauben betrachten, als übernatürlich und märchenhaft, missverstehen wir ihre Natur und bleiben blind gegenüber dem Reichtum und den lebendigen Gaben, die sie uns anbietet.
Als ich die feinstofflichen Energiefelder erforschte, die mein Auto umgaben, stieß ich auf ein Wesen, dass sich in diese Felder integriert hatte. Mein Chevy war für dieses Wesen zu einer Verbindung in die physische Welt und, noch wichtiger, in die Welt der Menschen geworden. Damals wusste ich noch zu wenig über diese Dinge, um zu verstehen, was das bedeutete und warum es wichtig sein konnte. Ich erkannte einfach, es gab da ein Wesen, das mein Auto umhüllte und durchdrang und auf meine Liebe und Wertschätzung für den Chevy anders reagierte als auf die Abneigung meines Vaters gegen ihn. Für mich funktionierte deshalb alles perfekt, während die Einstellung meines Vaters für Probleme sorgte. Dieses Wesen reagierte also ganz ähnlich auf Zuneigung oder Abneigung wie wir selbst!
Das war meine erste Begegnung mit jenen Wesen, die ich inzwischen »Techno-Elementale« nenne. Es handelt sich dabei um feinstoffliche Wesenheiten, so genannte Elementale oder Elementargeister, die sich gerne in menschlichen Geräten und Artefakten oder um diese herum aufhalten. Fünfzig Jahre später beschloss ich, über sie ein Buch zu schreiben.
Ich habe bisher zwei Bücher über die feinstofflichen Welten veröffentlicht. Sie heißen Subtle Worlds: An Explorer’s Field Notes und Working with Subtle Energies. Beide Bücher sind nicht auf Deutsch erschienen. Außerdem schreibe ich ein esoterisches Magazin: Views from the Borderland. Viermal jährlich von der Lorian Association herausgegeben, bietet es mir die Möglichkeit, von meinen Beobachtungen, Erlebnissen, Kommunikationen und Begegnungen während meiner Erforschung der feinstofflichen Welt zu berichten. Es handelt sich also um Notizen über meine »Feldforschung«, die dazu dienen sollen, Interesse an der Realität, den Wundern und der Natürlichkeit der uns umgebenden nicht-physischen Welt zu wecken.
Im Jahr 2012 widmete ich die vierte Ausgabe des Magazins dem Thema »Techno-Elementale«. Diese Ausgabe war nur für die Abonnenten des damals ersten Jahrgangs meines Magazins erhältlich und wurde nie öffentlich verkauft. Doch wenn man bedenkt, welche Rolle die Techno-Elementale für unser Leben spielen, finde ich es wichtig, diese Informationen einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen. Daher freue ich mich, in diesem Buch meinen aktuellen Wissensstand über diese Wesen präsentieren zu können. Es enthält gegenüber der damaligen Magazinausgabe wertvolles neues Material.
Jede Ausgabe von Views from the Borderland beginnt mit dem folgenden Hinweis:
»Bei diesem Material handelt es sich um meine persönlichen Beobachtungen, die ich sie so genau und klar wie möglich schildere. Aber sie beruhen unvermeidlich auf meinen begrenzten persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen und unterliegen meinen Vorurteilen, Wahrnehmungsfehlern und Interpretationsfähigkeiten. Auch wenn ich auf diesem Gebiet über jahrelange Erfahrung verfüge, bin ich ganz sicher nicht unfehlbar. Ich forsche und lerne immer noch. Wenn ein anderer Mensch die gleichen Kontakte erlebt und die gleichen Phänomene beobachtet wie ich, kann seine Wahrnehmung dennoch anders aussehen und er kann zu anderen Interpretationen und Erkenntnissen gelangen. Mit der Bitte, das zu berücksichtigen, lade ich Sie ein, sich an diesen Forschungen zu beteiligen. Möge alles auf diesen Seiten, was in Resonanz zu Ihrem Bewusstsein und Ihrem Herzen steht, Ihnen Segen und Hilfe sein.«
Das trifft ganz besonders auf dieses Buch zu. Man sollte es als Teil eines fortlaufenden Forschungsprozesses betrachten, als einen ersten Ansatz, um die Natur der Techno-Elementale, die mit uns leben, besser zu verstehen. Entsprechend ist jedes Kapitel eine »Feldnotiz«, ein Bericht über eine von mir gemachte Beobachtung, und keinesfalls eine endgültige Feststellung über das Thema. Dieses Buch beschreibt also erste Schritte zur Erforschung spezieller Aspekte des gewaltigen, komplexen und wunderbaren Ökosystems der feinstofflichen Welt. Ich hoffe, es wird Sie zu weiteren eigenen Forschungen und Entdeckungen anregen und ermutigen.
Es liegt an der Natur des Materials, dass es sich um ein Buch mit esoterischen Ideen und Konzepten handelt, von denen Ihnen viele unvertraut sein mögen. Ich habe versucht, alles so einfach wie möglich zu halten, dabei aber gleichzeitig die Natur dieser Wesen möglichst umfassend zu beschreiben. Mir erschien es notwendig, sie in allen Details zu schildern, die ich wahrnehmen konnte. Wenn Sie aber das Gefühl haben, das sei zu viel Input, können Sie auch gleich zu Feldnotiz 19, »Mitbewohner«, weiterblättern. Dort und im Schlusskapitel »Übungen« finden Sie alle praktischen Informationen, die Sie für eine gute Beziehung zu den Techno-Elementalen in Ihrem Leben benötigen.
Und das ist ja schließlich das Wichtigste!