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FELDNOTIZ 1 DAS SPEKTRUM DES LEBENS
ОглавлениеAls ich sechs Jahre alt war, ging ich mit meinen Eltern ins Kino. Vor dem eigentlichen Film wurde ein Disney-Kurzfilm gezeigt, in dem die Möbel und andere Gegenstände lebendig waren und mit den Filmfiguren redeten. Ich erinnere mich, dass ich im Dunkeln saß und dachte: »Da hat jemand einen Film über meine Welt gemacht!« Natürlich standen in meiner Welt Sofas und Sessel nicht plötzlich auf und tanzten und sangen wie in dem Disney-Cartoon (obwohl ich das ziemlich cool gefunden hätte) oder führten Gespräche mit mir, aber sie besaßen eindeutig eine Präsenz, eine bewusste Energie, die ich wahrnahm. Eine Interaktion zwischen mir und dieser Form von Bewusstsein war möglich.
Die Vorstellung, dass alles lebendig ist, gehört seit Jahrtausenden zum schamanischen Weltbild und findet sich in der jüngeren Geschichte auch in manchen religiösen mystischen Traditionen. Dass buchstäblich alles von Leben erfüllt ist, wurde von einzelnen Menschen in allen Kulturen und zu allen Zeiten wahrgenommen und erfahren. Selbst im heutigen Alltagsleben neigen wir dazu, unsere Gegenstände und Geräte mit Persönlichkeit auszustatten und über sie zu sprechen, als wären sie lebendig. Die moderne Wissenschaft und Psychologie sieht darin lediglich anthropomorphische Projektionen, doch die Weisheit früherer Zeitalter war ganz anderer Auffassung. Und heute findet im Rahmen der Komplexitätstheorie und der Wissenschaft von den Nichtgleichgewichtssystemen eine Erweiterung unserer Definition der Grenzen von Biologie und organischer Chemie statt.
Seit schamanische Vorstellungen in unserer Kultur präsenter geworden sind, vor allem unter denjenigen, die alternative, naturorientierte Formen der Spiritualität erforschen und praktizieren, und seit wir vermehrt ganzheitlich und ökologisch denken, ist der Satz »Alles lebt« häufiger zu hören. Aber was genau bedeutet er? Was ist dieses »Leben«, das alles erfüllt und durchdringt? Ein Mystiker würde darauf vielleicht antworten, es sei Gottes Leben oder das »universale Leben«, aber was heißt das bezogen auf Metall und Plastik oder auf mein Lieblingssofa? Es würde wohl kaum jemand behaupten, es sei das gleiche Leben wie bei Ihnen und mir, den Vögeln draußen vor meinem Fenster oder dem Baum, in dem sie nisten.
Und doch habe ich zeit meines Lebens alles um mich herum als lebendig wahrgenommen. Leben ist für mich nicht nur ein biologisches oder organisches Phänomen. Es ist eine Manifestation von Energie, die organisiert und selbsterhaltend ist, ein Wirbel, ein Vortex innerhalb des größeren Flusses der universalen Energie. Und was bedeutet das?
Ich möchte Ihnen an einem Beispiel zeigen, wie ich persönlich die Anwesenheit von Leben in einem Objekt wahrnehme, das normalerweise als unbelebt gilt. Dazu wähle ich ein Sofa in meinem Wohnzimmer aus.
Wie alles andere auf der Welt ist auch mein Sofa zwiebelartig. Es ist eine Ansammlung von Seinsschichten, die ich mir, wenn ich auf Metaphern aus der Physik und dem Elektromagnetismus zurückgreife, als unterschiedliche »Frequenzen« vorstellen kann. Ich kann es mir wie ein Radio denken, auf dem wir uns mehrere verschiedene Sender anhören können, von denen jeder auf einer anderen Wellenlänge sendet. Um einen dieser Sender zu hören, muss ich am Radio die entsprechende Frequenz einstellen.
Ehrlich gesagt, gefällt mir dieses Wort Frequenz nicht, wenn ich Ihnen beschreiben möchte, wie ich die verschiedenen »Ebenen« wahrnehme, auf denen sich das Leben manifestiert. Es ist ein zu »elektronisches« Bild, das die Ausstrahlung und die Empfindungen dieser Lebensformen nicht wirklich erfasst. Vielleicht trifft »Dimensionen des Seins« es besser. »Frequenz« hat aber den Vorteil, ein Einzelwort zu sein, mit dem die meisten Menschen etwas anfangen können. Daher werde ich es benutzen, wenn auch mit einer gewissen Vorsicht.
Auf mein Sofa bezogen kann ich dann sagen, dass es »auf mehreren Frequenzen sendet«, von der konkreten, physikalischen Ebene der Atome, Moleküle und materiellen Substanz bis hin zur ursprünglichen, universalen »Frequenz« des Heiligen, des Einsseins, das die gesamte Schöpfung durchdringt. Ich weiß allerdings nicht, aus wie vielen dieser Frequenzen und Dimensionen des Seins sich das Gesamtphänomen meines Sofas zusammensetzt. Ich bin leider nicht in der Lage, meine Wahrnehmung auf sie alle einzustimmen. Aber mehrerer dieser Frequenzen bin ich mir bewusst und möchte sie Ihnen gerne beschreiben.
Wenn ich mein Sofa betrachte, sehe ich zunächst, was alle sehen: die äußere Erscheinung. Es ist etwas über zwei Meter lang und eignet sich perfekt dafür, im Liegen fernzusehen. Es ist aus Holz, Stoff und dickem Polstermaterial hergestellt, und die Kissen sind ebenfalls weich und dick. Es ist elfenbeinfarben, schön anzuschauen und sehr bequem. Auf dieser Wahrnehmungsebene erscheint es mir ziemlich alltäglich und ganz und gar nicht »lebendig« im landläufigen Sinne.
Verändere ich aber meine Wahrnehmung und Aufmerksamkeit, gewinnt das Sofa auf der ersten über das Physische hinausgehenden Frequenz eine neue, zusätzliche Qualität. Ich nehme nun nämlich ein Energiefeld wahr, von dem die physische Gestalt des Sofas umgeben ist. Dieses Feld ist »klebrig« und kann andere feinstoffliche »Energiegebilde« aufnehmen und akkumulieren, zum Beispiel jene, die durch unsere Gedanken und Emotionen erzeugt werden. Wenn ich zum Beispiel, während ich auf dem Sofa sitze oder liege, gut gelaunt und in friedvoller Stimmung bin, kann die Schwingung dieses Friedens in das Energiefeld des Sofas eindringen und dort haften bleiben, zumindest für eine gewisse Zeit. Das Gleiche geschieht, wenn ich aufgeregt oder ärgerlich bin. Auch diese emotionalen Energien können vom Sofa absorbiert werden. Es ist, als wäre das Sofa von einer Art medialem Klettband umhüllt, woran energetische »Fusseln« der in seiner Umgebung stattfindenden mentalen, emotionalen und spirituellen Aktivität haften bleiben.
Wenn diese psychischen Energien immer wieder auftreten, können sie sich dem Energiefeld des Sofas intensiv aufprägen. Sie dringen tief in seine energetische Substanz ein, weit unter die äußere »Klettschicht«, von der eben die Rede war. Ist das nicht der Fall, haften die »Energieflusen« nur leicht an und lassen sich durch eine einfache energetische Reinigung entfernen. Dafür genügt es oft schon, wenn wir liebevoll und vergnügt unsere Hausarbeit erledigen – idealerweise begleitet von der Schwingung angenehmer Musik – und dabei visualisieren, dass saubere, klare, vitale Energie durch das Zimmer strömt und die Möbel »entstaubt«.
Diese von außen absorbierte feinstoffliche Energie kann medial den Eindruck von etwas Lebensähnlichem vermitteln, doch in Wirklichkeit handelt es sich um die von der feinstofflichen Substanz des Sofas »aufgezeichnete« Lebensenergie von Personen, die sich in der Nähe aufhielten. Auf dieser sehr einfachen Ebene ist das Sofa energetisch aktiv, wie die meisten Dinge, aber das ist nicht dasselbe wie wirklich lebendig zu sein. Um zu entdecken, dass und auf welche Weise in meinem Sofa Leben wohnt, muss ich tiefer gehen.
In der Astronomie gibt es das Konzept der habitablen Zone. Das ist die Zone um einen Stern, wo ein Planet für die Entwicklung von Leben, wie wir es kennen, günstige Bedingungen aufweist. Wie groß diese »bewohnbare Zone« ist und wo im jeweiligen Sonnensystem sie sich befindet, hängt von den Eigenschaften des Sterns ab, um den der Planet kreist.
Wenn ich nun das Leben in meinem Sofa betrachte, suche ich ebenfalls nach einer »habitablen Zone«, in der das universale Fließen des Lebens sich zu Energiemustern organisiert, die zu einem gewissen Grad beständig und selbsterhaltend sind. Für mich sind solche Muster Inkarnationssysteme. Sie akkumulieren nicht einfach Energie oder Substanz, sondern organisieren sie auf dauerhafte Art.
Sie sind autopoietisch, also selbsterschaffend und selbsterhaltend. Sie verfügen über ein gewisses Maß an Kohärenz und Integration. In meiner Terminologie besitzen sie eine Identität, eine Abgrenzung, die sie von dem Energiestrom in ihrer Umgebung unterscheidbar macht.
Stellen Sie sich einen Fluss vor. Ein Ast liegt am Ufer und ragt teilweise ins Wasser. Dort, wo er darin eingetaucht ist, behindert er zu einem gewissen Maß die Strömung. Vielleicht bildet sich ein Wasserwirbel. Dieser Wirbel ist eine Gestalt, die bestehen bleibt, solange der Ast ins Wasser ragt, auch wenn das Wasser ständig weiterfließt.
Wenn der Fluss der Strom der Lebensenergie ist, der aus dem Schöpfungsmysterium hervorgeht, das wir das Heilige nennen, dann ist eine von ihm erschaffene Manifestation wie ein solcher Wasserwirbel. Sie ist eine komplexe Organisation fließender Energie, die sich an einer begrenzenden Struktur bildet. Diese Struktur definiert die besondere Form des Energiemusters und ermöglicht eine für längere Zeit stabile Organisation.
Wenn ich mein Sofa auf eine solche tiefergehende Weise betrachte und wahrnehme, gelange ich zu diesem Muster aus organisierter, lebendiger feinstofflicher Energie, die nicht einfach nur eine Ansammlung aus von außen kommenden »energetischen Fusseln« ist. Es handelt sich um eine energetische Präsenz, die eine einzigartige, innerlich kohärente und integrierte Organisation aufweist. Auf dieser Ebene erlebe ich das Sofa als lebendig, gewiss nicht als einen biologischen Organismus, aber als einzigartige Konfiguration empfindungsfähiger Energie.
Wie ist dieses Leben, so wie ich es wahrnehme, beschaffen?
Um noch einmal die Metapher des Flusses aufzugreifen: Der Ast, der den Wasserwirbel energetischer Organisation erzeugt hat, ist in diesem Fall die menschliche Vorstellungskraft, die das Sofa überhaupt erst hervorbrachte. Diese kreative Imagination formt eine absichtsvolle Struktur, um die herum sich Energie zu organisieren beginnt. Sie liefert die Matrix für ein Muster aus lebendiger Energie, das sich dann, verknüpft mit der physischen Gestalt des Sofas, manifestiert.
Das Sofa-Energiemuster in dieser »habitablen Zone« sieht für mich nicht wie ein Sofa aus. Tatsächlich hat es keine Ähnlichkeit mit den Formen, die wir von physischen Objekten gewohnt sind. Es handelt sich vielmehr um eine »Bewusstseinsform«, in der sich die Interaktionspotenziale widerspiegeln, die der Rahmen dieses Musters ermöglicht.
Empfindungsfähigkeit ist dabei ein wichtiger Schlüssel. Einer meiner Freunde, der Religionswissenschaftler und Mystiker Lee Irwin, Autor zahlreicher Bücher, definiert Empfindungsfähigkeit als »den Impuls, in Beziehung zu treten«. Beziehungen und Verbundenheit bilden das Fundament für Komplettheit, Ganzheit, und das ist es, worum es meiner Meinung nach in der gesamten Schöpfung geht.
Die »Bewusstseinsform« des lebendigen Energiefeldes, von dem mein Sofa umgeben ist, verfügt über diese Empfindungsfähigkeit (die übrigens nicht das Gleiche ist wie das, was wir bei uns selbst als Bewusstheit erleben). Sie ist so organisiert, dass sie auf einzigartige, durch ihr Muster definierte Weise fühlen und energetische Beziehungen herstellen kann. Diese kohärente Organisationsstruktur ist das, was an meinem Sofa lebendig ist, sein »Inkarnationsmuster«.
Wenn ich diese »Energiegestalt«, die mein Sofa ist, erlebe, finde ich sie nicht besonders komplex oder flexibel. Sie besitzt zum Beispiel kein bisschen Eigeninitiative. Im Vergleich zu ihr ist ein Mensch als Energieform ungemein komplexer, organisierter und fähiger.
Action-Figuren, um eine andere Metapher anzuwenden, werden danach klassifiziert, wie viele bewegliche Gelenke sie haben. Als Kind spielte ich mit Soldatenfiguren aus Plastik, die aus einem Stück gegossen waren. Sie hatten keine Gelenke. Später hatte ich Spielzeugsoldaten, die sich zumindest an einer Stelle bewegen ließen: Man konnte sie in der Taille beugen. Mit der Zeit entwickelten die Spielzeughersteller Figuren mit immer mehr Gelenken. Man kann bei ihnen Kopf und Hände bewegen, Ellbogen und Knie. Sie können also zunehmend die gleichen Posen einnehmen wie reale Menschen. Das Kind muss sich nicht mehr vorstellen, dass sein Spielzeugsoldat sich bückt oder hinsetzt. Es kann ihn diese Bewegungen ausführen lassen.
Energetisch, im Bereich ihrer Empfindungsfähigkeit, besitzen Menschen eine enorme Anzahl von »Gelenken«. Unser Bewusstsein kann überaus flexibel auf seine Umwelt reagieren und auf sie einwirken, initiativ werden, kreativ sein und so weiter. Mein Sofa besitzt nur wenige »Empfindungsgelenke«. Es ist also in seinen Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten erheblich eingeschränkter als ich. Aber es ist auf dieser energetischen Ebene keineswegs unbewusst oder leblos.
Das erlebe ich täglich, nicht nur bei meinem Sofa, sondern bei allen Objekten in meiner Umgebung. In der »habitablen energetischen Zone« besitzen sie ein Feld aus lebendiger Energie und Empfindungsfähigkeit. Wenn ich ihnen Liebe und Wertschätzung sende, reagieren sie darauf. Es ist, als würde man auf ein Stück glimmende Kohle blasen, das dadurch hell und heiß aufleuchtet. Es wird eine Verbindung hergestellt, und Liebe strömt zu mir zurück. Mit der Zeit kann diese Beziehung sich tief in das feinstoffliche Energiemilieu des Gegenstandes einprägen wie ein Pfad, der tagein tagaus von vielen Füßen beschritten wird.
Ich stelle also fest, dass auf einer bestimmten Frequenz oder energetischen Ebene in meinem Sofa eine empfindungs- und reaktionsfähige Struktur existiert. Und diese sich selbst organisierende Empfindungsfähigkeit nahm ich schon als Kind wahr, ich spürte dieses Leben in den Möbeln und anderen Objekten in meiner Umgebung, wie es in dem Disney-Zeichentrickfilm so charmant und witzig dargestellt wurde.
Unter den richtigen Umständen kann dann noch etwas anderes geschehen, etwas, das eng mit dem Phänomen der Techno-Elementale verknüpft ist. Das Energiemuster, das einen Gegenstand umgibt, kann interessant für nicht-physische Wesen werden, die deutlich höher entwickelt und bewusster sind. Würde das mit meinem Sofa geschehen, hätte es zur Folge, dass ich, wenn ich mich auf das Möbelstück einstimme, plötzlich in Kontakt mit einem spirituellen Wesen trete, das in der Lage ist, aktiv mit mir zu kommunizieren. Ein solches Wesen »reitet« auf der Energie des Sofas, operiert aber auf einer anderen Frequenz.
Als mein erstes Kind fünf Jahre alt war, machten wir einen Ausflug ins Disneyland. Dort kaufte ich ihm ein Stofftier – den Bumblelion aus der damals populären Disney-Serie The Wuzzles, ein Wesen, das halb Löwe und halb Hummel war. Es war einfach unwiderstehlich lustig und süß, und John-Michael liebte es heiß und innig. Er nahm es überallhin mit. Es wurde sein ständiger Gefährte, ob er spielte, aß oder schlief.
Eines Tages, als ich Bumblelion in der Hand hielt, spürte ich eine Präsenz. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen verspielten Geist, der zum Teil Beschützer war. Er gehörte zu jener Art Wesen – man kann sie sich wohl als Engel vorstellen – die gerne Verbindung zu Kindern aufnehmen. Dieses hatte an das Energiefeld von John-Michaels Stofftier angedockt. Johnny hatte den Bumblelion so mit Liebe überschüttet, dass dessen Energiestruktur komplexer geworden war. Seine Empfindungsfähigkeit und Beziehungsfähigkeit hatte sich so weit erhöht, dass dieses innere Wesen auf es aufmerksam geworden war und einen Kontakt herstellte. Es nutzte das Stofftier als physischen Verbindungspunkt in unsere Welt, durch den es seine liebevolle, beschützende Energie senden konnte.
Wenn ich seitdem ein Stofftier für eines meiner Kinder oder die Kinder unserer Freunde kaufte, lud ich es jedes Mal mit liebevoller Energie auf und stellte dann den Kontakt zu einem dieser Wesen her. Ich lud es ein, über das Spielzeugtier als Verbindung das Kind zu segnen und zu beschützen. So wurden die Stofftiere zu Talismanen!
Ich möchte betonen, dass diese Wesen nicht in den Objekten wohnen oder diese »besetzen« (wie die bösen Puppen in Horrorfilmen). Sie schaffen lediglich eine Verbindung, einen Kanal, durch den sie in unserer Welt aktiv werden und sich einbringen können. Dazu wird aber nicht das Objekt instrumentalisiert. Vielmehr tritt ihr Energiefeld in Beziehung zu unserem eigenen.
Ich verwende dafür manchmal das Bild eines Tauchers, der einen Gürtel mit Gewichten anlegt, um seinen Auftrieb zu überwinden und unter Wasser bleiben zu können. Die Energiefrequenz, auf der viele dieser Wesen agieren, macht es für sie schwierig, sich in unserer physischen Realität aufzuhalten. Energetisch haben sie dafür »zu viel Auftrieb«. Doch indem sie sich in das Energiefeld von einem unserer Gegenstände »einklinken«, werden sie sozusagen schwerer. Diese Metapher trifft es nicht wirklich, denn mit physischen Metaphern lassen sich feinstoffliche Phänomene nur unzureichend beschreiben. Aber ich hoffe, dass sie doch einen Eindruck von dem Vorgang vermitteln, was wichtig ist, um die Natur und das Verhalten der Techno-Elementale zu verstehen, mit denen wir uns in diesem Buch beschäftigen.
Zum Abschluss dieses Kapitels möchte ich Sie auf etwas hinweisen. Es gibt in meinem Sofa – und ebenso in allen anderen Dingen, uns selbst eingeschlossen – eine Bewusstseinsdimension, eine »Frequenz« des Lebens, die »das Fundament« bildet oder »das Höchste« ist, je nachdem, welches Bild Sie bevorzugen. Wenn ich versuche, mich auf die »energetisch habitable Zone« meines Sofas einzustimmen, kann es passieren, dass ich über dieses Ziel hinausschieße und in einen mystischen Zustand gelange, in dem ich mir einer Präsenz, eines Lebens bewusst werde, das nicht nur in meinem Sofa ist, sondern in allem, was existiert. Das ist das Ur-Leben, aus dem alles Geschaffene stammt. Ich betrachte es als die Ebene des Heiligen. Dieses Leben ist ein allgegenwärtiger Zustand. Es ist das uns allen gemeinsame Leben, das Leben des Kosmos, das Leben des Einen oder wie immer wir uns diese Frequenz vorstellen.
Auf dieser Ebene ist das Sofa ohne jeden Zweifel lebendig, aber es ist nicht länger ein Sofa. Auch ist es kein von anderen unterscheidbares, organisiertes Energiefeld, mit seinen Grenzen und individuellen Eigenschaften. Auf dieser Ebene ist die Energie, die ich spüre, das Leben, das ich spüre, Teil des universalen Einsseins, das alle Dinge durchfließt und allen Manifestationen zugrunde liegt. Sie ist der Fluss, in dem die individuellen Wirbel der Manifestation und Schöpfung gebildet werden. Der Kosmos selbst ist lebendig. Mehr gibt es darüber nicht wirklich zu sagen, aber die Konsequenzen sind weitreichend.
Mir geht es darum, dass wir das Leben als Spektrum betrachten. Was wir für »Leben« halten, ist in Wahrheit nur eine dünne Scheibe dieses Spektrums, so wie das sichtbare Licht nur ein kleiner Teil des elektromagnetischen Spektrums ist. In der physischen Welt begegnet uns das Leben in einer enormen Formenvielfalt. Das gilt um so mehr für die nicht-physische oder »feinstoffliche« Seite der Dinge. Von unserer Position in diesem Spektrum aus gesehen – unserem Bewusstsein und unserer Energie – gibt es im Vergleich zu uns wesentlich einfachere Lebensformen, zum Beispiel das Leben in meinem Sofa, aber auch Lebensformen, die unendlich viel komplexer als wir sind, zum Beispiel das Leben des Planetenengels, den wir »Gaia« nennen, unsere Erde.
Techno-Elementale existieren innerhalb der feinstofflichen Frequenzen dieses Spektrums und sind auf sehr enge Weise mit unserer Realitätsebene verbunden. Damit werden wir uns in den folgenden Feldnotizen befassen.