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SCHLÜSSELFAKTOREN BEI STRESS

Um Sie für die kommenden Übungen zu sensibilisieren, stelle ich Ihnen vorab einige Hauptfaktoren für Stress vor. Manche werden Ihnen bekannt vorkommen.

Innere Antreiber

Mit inneren Antreibern sind Lebensregeln und Verhaltensmaximen gemeint, die wir uns im Laufe des Lebens zu eigen gemacht haben. Der Begriff „Antreiber“ deutet bereits an, dass diese Gebote sehr mächtig sein können. Sie fordern ein nahezu zwanghaftes Befolgen. Untersuchungen zum Thema Stress zeigen übereinstimmend bestimmte, immer wiederkehrende Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster:

Perfektionismus:

Ich bin nur etwas wert, wenn ich 100 % perfekt bin.

Leistungsdruck:

Wenn ich mich nur richtig anstrenge, schaffe ich es.

Harmoniestreben:

Ich muss es allen recht machen.

Ohnmachtsgefühle:

Ich bin meinem Schicksal ausgeliefert.

Erlernte Hilflosigkeit:

Da kann man nichts machen.

Abhängigkeit:

Ich darf nicht nein sagen.

Großes Bedürfnis nach Anerkennung:

Es ist wichtig, was andere über mich denken.

Stressgefährdete können oder wollen Ansprüche an sich selbst meist nicht herunterfahren. Sie treiben sich selbst immer weiter an und missachten ihre Belastbarkeitsgrenzen. Hinter den Anstrengungen stecken ein mangelndes Selbstwertgefühl, Ängste und Selbstzweifel. Vor allem uneingestandene und verdrängte Gefühle tragen zu Stress und Burnout wesentlich bei.

Selbstwertgefühl als zentraler Faktor

Bei Stress und Überlastung gilt: Je niedriger der Selbstwert, desto höher die Neigung sich besonders zu verausgaben und anzustrengen. Menschen versuchen über den Umweg von Leistung und Arbeitseinsatz Wertschätzung und Anerkennung von anderen Personen (Vorgesetzten) zu bekommen.

Welche der folgenden Gedanken kommen Ihnen bekannt vor?

Meine Bedürfnisse sind nicht wichtig.

Ich darf die anderen nicht enttäuschen.

Ich bin nur etwas wert, wenn ich etwas leiste.

Andere Menschen sind wichtiger als ich.

Denkfehler

Auch irrtümliche Annahmen können zu einer Fehlinterpretation der Situation führen und letztendlich Stress auslösen. Zu den häufigsten Denkfehlern zählen:

Willkürliche Schlussfolgerung – etwas für wahr halten, obwohl man keinen Beweis hat.

Selektive Verallgemeinerung – aus einem (meist negativen) Vorfall wird eine generelle Regel abgeleitet, die für alle Situationen gelten soll.

Übergeneralisierung – aus einer negativen Bemerkung wird eine totale Ablehnung durch andere gemacht.

Maximieren und Minimieren – negative Erlebnisse werden übertrieben, positive Erlebnisse werden untertrieben.

Personalisierungen – äußere Ereignisse werden auf die eigene Person bezogen, obwohl sie nichts damit zu tun haben.

s/w-Denken – es gibt nur Gewinner oder Verlierer.

Karriereleiter ohne Hamsterrad

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