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Spiritualität und Klarheit

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Diese beiden Begriffe gehören sehr eng, man kann sogar sagen untrennbar zusammen. Ohne Klarheit ist ein zielgerichtetes Leben nicht möglich - und ein Leben, welches auf ein Ziel ausgerichtet ist, bedeutet Entwicklung, also auch Spiritualität. Diese Klarheit braucht es auf verschiedenen Ebenen.

Als erstes geht es darum, wirklich die Klarheit zu erlangen, wozu das ganze Leben überhaupt dient. Macht Euch klar, was Ihr grundsätzlich wollt, welches die Ziele und Prioritäten im Grossen sind. Ihr wisst, dass es darum geht, zurück in den Ursprung, nach Hause zurückzukehren. Es ist schnell gesagt: "Ja, das ist mir völlig klar!" Lasst diese Klarheit wirklich in Euch aufleben und - das Wichtigste - setzt dann Prioritäten und HANDELT entsprechend. Lippenbekenntnisse bringen Euch und uns nicht weiter. Es braucht die alles durchdringende Klarheit, welche in jede Faser des Seins dringt und sich überall ausbreitet. Wenn dies geschehen ist, dann habt Ihr Klarheit erlangt.

Ein weiterer Schritt auf dem Weg der Klarheit ist das Setzen von Zielen. Geht in Euch und macht Euch klar, wie Ihr die oben beschriebene "grosse Klarheit" in Eurem Leben nun ganz praktisch umsetzen wollt. Setzt Euch dazu Ziele, welche Ihr erreichen wollt. Unterscheidet dabei zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Zielen. Bleibt aber nicht beim Formulieren und Diskutieren stehen. Nein, setzt diese Vorsätze in die Tat um, beginnt gemäss Euren eigenen Zielen zu handeln.

Beachtet, dass es nicht darum geht, eine Stunde pro Tag seine Ziele zu verfolgen. Nein, dies ist jeden Tag ein 24-Stunden-Job. Es geht darum, diese Ziele nicht krampfhaft zu erreichen, sondern in einer lockeren, entspannten Art zu Haltungen umzuformen. Vielleicht ist nicht allen klar, was wir konkret mit diesen Zielen meinen, daher möchten wir dies anhand einiger Beispiele erklären. Die untenstehende Liste ist weder vollständig, noch ist sie in irgend einer Art und Weise geordnet.

 Ich nehme mir jeden Tag für meine Reinheit und meinen Schutz die dafür nötige Zeit

 Ich bemühe mich in jeder Situation um Gelassenheit (auch beim Parkieren)

 Ich achte auf meine Gedanken

 Ich achte meine Mitmenschen als Wesen, auch wenn sie anderer Meinung sind und mich immer wieder nerven

 Andere Autofahrer sind nicht Konkurrenten, sondern Mitmenschen

Der nächste Schritt ist nun, dies alles in die Tat umzusetzen, jeden Tag, jede Stunde, in jedem Augenblick. Die Klarheit bildet so den Hintergrund oder das Fundament all dessen, was Ihr tut und denkt. Wenn dies geschehen ist, dann seid Ihr von Klarheit durchdrungen.

Nun ist klar, dass jede Handlung spirituell ist. Eigentlich ist dies falsch gesagt, denn nicht die Handlung an und für sich ist spirituell, sondern die Art und Weise, wie Ihr sie ausführt, mit welchen Gedanken Ihr sie begleitet, aus welchen Beweggründen heraus Ihr sie ausführt - dies ist spirituell. Hier hilft Euch Eure eigene Klarheit, dass Ihr Euren Alltag spirituell gestalten könnt. Ihr seht, es braucht gar nicht so viel. Seid Euch bewusst, dass es nichts Trennendes gibt zwischen dem Alltag und der Spiritualität, macht Euch dies wirklich klar, dann wird es nicht mehr nötig sein, sich in der Spiritualität zu üben, sondern dann LEBT ihr Euer Leben.

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