Читать книгу Mao und das Vermächtnis von Atlantis - Mario Klotz - Страница 30
Das Amulett
ОглавлениеMins Männer hatten ein Grab geschaufelt und den Herzog die letzte Ehre erwiesen. Sie konnten noch immer nicht fassen, was geschehen war und fragten sich, warum der Bär ihn angegriffen hatte. Doch sie fanden keine Erklärung.
Ihre Reise neigte sich dem Ende. Sie waren bereits durch das Reich des keltischen Waldes gewandert und sahen bereits die Grenze zum Reich der Schlange vor sich. Mit Tränen in den Augen überschritten sie diese. Keiner von ihnen hatte daran noch geglaubt. Sie waren ihrem Hauptmann sehr dankbar. Er hatte sie wieder einmal lebend von einem Kampf nach Hause geführt.
Doch die Trauer um ihre gefallenen Freunde und die Belastung der unfassbaren Flucht, konnten sie nicht so einfach hinter sich lassen. Keiner sprach ein Wort.
Die Einheit löste sich nach und nach auf. Jeder wollte nur noch nach Hause und zu seiner Familie. Schließlich blieben nur noch Sem und Min übrig.
„Wohin führt dich dein Weg?“, wollte Sem erfahren.
„Ich begebe mich in die Stadt der neunundneunzig Schlangen und werde dem König erstmals Bericht erstatten. Und was ist mit dir?“, sprach Min.
„Ich wollte meine Familie aufsuchen, doch ich muss erstmals alles verarbeiten. Es hört sich vielleicht seltsam an, aber bevor ich nicht im reinen mit mir bin, kann ich ihnen nicht gegenübertreten. Verstehst du?“
„Ich kann dich sehr gut verstehen!“, erwiderte Min. „Ich bin sehr froh, dich an meiner Seite zu haben. Du bist mutig und weise. Ich hoffe, dass du auch weiterhin ein Weggefährte bleibst. Ohne dich, wäre ich schon lange nicht mehr am Leben!
Deshalb finde ich, dass dieses Amulett dir gehören soll. Es soll dir Glück bringen und dich und deine Familie beschützen!“
Sem nahm das Amulett dankend entgegen. Er fand empfand es als eine große Ehre, von Min ein solches Geschenk zu erhalten.
„Ich denke, wir werden uns in der grauen Stadt wieder begegnen!“, vermutete Min und stieg auf das Pferd.
Sem dachte kurz nach und antwortete: „Du denkst, die nächste Schlacht werden wir auf den Abwehrmauern von Tyram bestreiten?“
„Ja, ich denke schon!“, überlegte der Hauptmann laut.
„So soll es sein! Bis dahin, wünsch ich dir alles Gute!“, sprach Sem, während Min auf dem Pferd davon galoppierte und den Gruß erwiderte.
Sem sah ihm noch kurz nach und senkte darauf seinen Blick auf das Amulett. Er ahnte nicht, welch unglaublichen Schatz er in Händen hielt.
Schließlich schwang er sich auf das Pferd und ritt los. Sein Ziel war die Graue Stadt, Tyram.