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DIE DYNASTIE DER GOTTKÖNIGE DIE 3. DYNASTIE (CA. 2707–2633 V. CHR.) Djoser/Horus Netjeri-chet (ca. 2707–2688 v. Chr.)

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Der Übergang von der frühdynastischen Zeit zur 3. Dynastie, mit der traditionell das sog. Alte Reich beginnt, ist offenbar nicht durch einen Wechsel der regierenden Königsfamilie bestimmt. Ausgrabungen am Scheingrab (Kenotaph) des Chai-sechemui in Abydos haben Siegelabdrücke mit dem Namen des Djoser zutage gefördert, die bestätigen, dass dieser König das Begräbnis des Chai-sechemui und die Zeremonien am Kenotaph in Abydos ausgerichtet hat.27 Diese Aufgaben kommen dem Nachfolger zu und somit könnte Djoser der Sohn bzw. zumindest der Schwiegersohn des Chai-sechemui gewesen sein.

König Neb-ka, der im Turiner Königspapyrus, in der Königsliste von Abydos und bei Manetho am Anfang der 3. Dynastie und noch vor Djoser steht, muss aufgrund dieser Tatsache an eine andere Stelle der Reihenfolge gesetzt werden. Einzig die Saqqara-Tafel nennt Djoser nach Chai-sechemui. Der Papyrus unterstreicht die bedeutende Rolle des Djoser dadurch, dass er den Titel »König« in roter Tinte ausführt.

Am sinnvollsten erscheint es, Djoser als Sohn des Chai-sechemui und der Königin Ni-Maat-Hapi zu verstehen. Die Königin überlebt ihren Mann und verschließt gemeinsam mit ihrem Sohn das Scheingrab in Abydos. Auf einem Relieffragment aus Heliopolis befinden sich drei Frauen in winzigem Maßstab an den Beinen des Djosers dargestellt. Bei zweien sind die Beischriften noch erhalten, sodass wir erfahren können, dass es sich um seine Gemahlin Hetep-her-Nebti und seine Tochter Init-ka-es handelt. Eine weitere Figur, die an der Ferse des Königs kniet, dürfte eine weitere Tochter sein.

Zeitgenössisch ist dieser König unter seinem Horus-Namen Netjeri-chet bekannter gewesen, doch wird später der Name Djoser, der nicht zu seiner ursprünglichen Titulatur gehört, geläufiger.

Die Länge seiner Regierungszeit ist im Papyrus Turin und wohl auch auf dem Annalenstein mit 19 Jahren angegeben28, die sich gut mit der Länge der Bauarbeiten an seinem Grabkomplex in Einklang bringen lässt. Manethos Angabe von 29 Jahren hingegen erscheint zu lang. Die Annalen berichten von acht Steuererhebungen, von Schiffsbau, der Errichtung einer Kapelle aus Stein und im 16. Jahr von der Herstellung einer Kupferstatue für seinen Vorgänger Chai-sechemui.

Von Djoser finden sich die Spuren von Gebäuden in Heliopolis und Gebelein, Aktivitäten sind nun zum ersten Mal in den Türkissteinbrüchen des Wadi Maghara auf dem Sinai zu verzeichnen, doch die bedeutendste Hinterlassenschaft dieses Königs ist die erste Pyramide der Welt, der nach der Qisr el-Mudir des Ni-netjer älteste monumentale Steinbau Ägyptens.

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