Читать книгу Picky Eaters - Tatje Bartig-Prang - Страница 47
Was braucht mein Kind?
ОглавлениеEine Unterversorgung mit Fett ist praktisch ausgeschlossen, wenn ihr Kind nicht stark untergewichtig ist. Vorsichtige Empfehlungen gehen davon aus, dass Fett in der Ernährung etwa 50 Prozent beim gestillten Säugling und bis zu 35 Prozent im Kleinkind- und Kindesalter ausmachen sollten. Wenn Sie sich erinnern, wie viel Energie in Fett steckt, sind diese Werte sehr schnell erreicht.
Lebensmittel mit sehr viel Fett verbinden wir gerechtfertigterweise häufig mit »ungesunder Ernährung«: Kekse, Kuchen, Pommes frites, Chips, Hähnchen-Nuggets und Berliner. Aber was ist mit dem Olivenöl-Dressing, dem Butterbrot, dem fetten Lachsfilet, dem Schinken oder der Tüte Studentenfutter?
Wir müssen hierbei immer zwei Dinge trennen: Die Energie, die das Fett liefert, und die sonstigen positiven und negativen Auswirkungen, die es auf den Körper hat: Fett puffert unsere Fußsohlen und Gelenke, isoliert uns gegen Kälte und bildet sogar Hormone – im Übermaß und in falscher Form konsumiert kann es im ungünstigen Fall eben auch ein Baustein für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc. sein. Rein energetisch ist es ziemlich egal, ob ich Schoko-Nuss-Creme oder Mandelmus aufs Brot schmiere. Und bei einem Kind, das, warum auch immer, einen sehr hohen Energiebedarf hat oder ein bestehendes Untergewicht ausgleichen soll, freuen wir uns hoffentlich, wenn es mit Genuss sein Brot mit Schoko-Nuss-Creme isst!
Verbieten muss man weder Fertiggerichte, noch Backwaren, Süßigkeiten oder Frittiertes. Es reicht aus, wenn wir diese Produkte in Maßen konsumieren und nicht ständig auf dem Speiseplan haben. Auch Butter, Fisch und Fleisch dürfen Kinder natürlich essen! Gerade die Butter ist deutlich besser als ihr in den letzten Jahren fragwürdig gewordener Ruf und allenthalben Margarine vorzuziehen.
KEINE ANGST VOR FETT!
Bei gesunden Kindern reicht es völlig, darauf zu achten, dass vor allem »Transfette« keinen allzu großen Teil der Ernährung ausmachen. Das bedeutet nichts anderes, als Süßigkeiten und Frittiertes nur in Maßen in den kindlichen Speiseplan einzubeziehen. Und: Fett schmeckt uns einfach, weil es andere Aromen verstärkt, mit denen es in Verbindung tritt. Zudem sind bestimmte davon – die sogenannten Omega-3-Fettsäuren (aus Lachs, Pflanzenölen sowie aus Nüssen und Samen wichtig für eine gesunde Gehirnentwicklung, für ein starkes Immunsystem und die Verwertung bestimmter fettlöslicher Vitamine.