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WAS KINDER WIRKLICH BRAUCHEN

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Kinder zu bekommen ist ein Segen. Kinder sind der Ausdruck von Liebe und eine Notwendigkeit für das menschliche Dasein. Sie sind, wie ein österreichischer Spitzenpolitiker es ausdrückte, die „unverhandelbare Gegenwelt“ im durchgetakteten, scheinbar immer schneller werdenden, teil-digitalisierten Leben der Menschen, die für sie sorgen. Der Kinderwunsch bleibt vielen Frauen, Männern und Familien versagt, aus unterschiedlichen Gründen.

Kinder brauchen unendlich viel, vor allem bedingungslose Liebe und Geborgenheit und sichere Bindung an mindestens einen Menschen, um einmal stabile, resilienzfähige und glückliche Erwachsene zu werden. Wenn Kinder da sind, sollten sie im Zentrum unserer Aufmerksamkeit stehen, das ist auch eine große Verantwortung für deren Eltern, nicht nur für die Mutter.

Dass die Kinder in der Geborgenheit und Sicherheit einer Familie aufwachsen sollen, um ihre körperliche und seelische Gesundheit zu gewährleisten, ist klar und bleibt hier unhinterfragt. Viele Studien belegen diese Feststellung. Darüber müssen wir nicht diskutieren. Wir dürfen aber darüber diskutieren, ob dafür nur die Mütter verantwortlich sein müssen. Es geht hier um nichts weniger als die Dekonstruktion eines Rollenbildes, jenes der Mutter. Wenn wir ihre Rolle nicht hinterfragen, hat ein sehr großer Teil unserer Gesellschaft nach wie vor persönliche Nachteile zu erwarten: die Frauen.

Laut Laura Wiesböck ist Österreich „Spitzenreiter bei kollektiver Ablehnung und Skeptizismus bei Erwerbstätigkeit von Müttern mit kleinen Kindern“.5

Mut zum Rollentausch

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