Читать книгу 8 Krimis fürs Fest: Krimi Paket - Alfred Bekker - Страница 32
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Ich hetzte die Treppe hinunter. Roy folgte mir mit einiger Verzögerung.
In meiner Rechten hielt ich die P226. Ich erreichte die Haustür. Auf der anderen Straßenseite befand sich ein baufälliges Haus, an dem die Abbruchbirnen ihr Werk nur zur Hälfte vollendet zu haben schienen.
Ein Teil der Mauer fehlte, so dass man in den ersten Stock blicken konnte. Stützstempel waren überall zu sehen. Ein paar Hinweisschilder wiesen darauf hin, dass das Betreten des Grundstücks verboten war.
Ich hörte, wie Roy die Treppe hinunterhetzte.
Mein Blick blieb auf das Gebäude auf der anderen Straßenseite gerichtet.
Von dort muss dieser Klocke gezielt haben, ging es mir durch den Kopf.
An einem der Fenster im vierten Stock des abbruchreifen Hauses glaubte ich eine Bewegung zu sehen. Aber ich konnte mich täuschen.
Ollie und Stefan hatten uns inzwischen erreicht.
»Worauf warten wir noch?«, fragte Roy.
Wir überquerten die Straße, pirschten uns an das Gebäude heran. Im Erdgeschoss waren weder Fenster noch Türen vorhanden. Man hatte alles herausgerissen, was sich noch anderweitig verwenden ließ. Ich ging voran und versuchte so wenig Lärm wie möglich zu machen. Dritter oder vierter Stock, dachte ich. Dort musste DIE FLIEGE sein. Andernfalls hätte er unmöglich in die Wohnung von Johannes Klocke zielen können.
Von den Aufzügen existierten nur noch die Schächte.
Dafür gab es eine Treppe. Sie war aus kahlem Beton. Den Bodenbelag hatte man offensichtlich entfernt. Mit weiten Schritten nahm ich mehrere Stufen auf einmal.
Die anderen folgten mir.
Ich erreichte das erste Obergeschoss.
Hinter einem Betonpfeiler sah ich eine Gestalt, die mitten in der Bewegung erstarrte.
Die Gestalt trug eine KILLERHAIE-Mütze.
Ich riss die P226 hoch und rief: »Stehenbleiben! Sie sind verhaftet!«
Die Gestalt drehte sich ruckartig herum.
Der KILLERHAIE-Mann macht eine schnelle Bewegung. Er machte zwei Schritte seitwärts. Ich sah ihn als schattenhaften Umriss von hinten. Ich feuerte einen Warnschuss ab. Der KILLERHAIE-Mann blieb stehen, hob die Hände. Ich näherte mich.
Roy, Stefan und Ollie schwärmten ebenfalls aus.
Der KILLERHAIE-Mann drehte sich herum. Er trug einen fleckigen Blouson und roch nach Bier. Auf seinen Wangen spross ein Drei-Tage-Bart.
»Was wollen Sie?«, fragte er zitternd.
Ich sah ihn an.
Er trug eine KILLERHAIE-Mütze, das passte.
Aber das Gesicht entsprach nicht dem, das ich in der Alsterdorfer Halle gesehen hatte. Dieser Mann war viel älter, das Gesicht aufgedunsener.
Ollie durchsuchte ihn schnell.
Er trug keinerlei Waffen bei sich. Allerdings auch keine Papiere.
»Was tun Sie hier?«, fragte ich.
»Ich wohne hier«, erklärte der Mann. »Glauben Sie mir, wenn ich ein besseres Dach über dem Kopf hätte, würde ich hier nicht meine Nächte verbringen.«
»Woher haben Sie diese Mütze?«, fragte ich.
»Hat mir so ein Verrückter gegeben, der vorhin hier war. Er hat mir zwanzig Dollar gegeben, damit ich die Mütze aufsetze.«