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Bundesheer 1968 - 1969

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Während seiner Zeit im Österreichischen Bundesheer gab er an, dass er mit zehn Kameraden auf einem Zimmer war, mit denen er sich auch gut verstanden hätte. Sie hätten ihre Freizeit miteinander verbracht, in der sie sich hauptsächlich in Gastwirtschaften aufhielten. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel führte dies jedoch dazu, dass sie die regelmäßigen Besuche in öffentlichen Lokalen einstellen mussten und von nun an ihre Zeit den Mädchen widmeten. Seiner Einschätzung nach, hatte das Interesse der Mädchen vielmehr mit ihren Uniformen zu tun, als mit den Personen selbst. Nichtsdestotrotz ergab es sich, dass er aus seiner Sicht genau in dieser Zeit seine große Liebe fand. Diese Beziehung scheiterte jedoch bereits nach einem Jahr aufgrund der Tatsache, dass sie ihn betrogen hätte.

Über weitere Details der Einjährig-Freiwilligen-Ausbildung liegen nur marginale Informationen vor, da diese Darlegungen scheinbar als nicht sonderlich relevant für die jeweiligen Tathergänge erachtet wurden. Auch Franz Fuchs selbst bezieht sich während seiner Vernehmungen nicht sonderlich auf diese Zeit. Was er doch - nicht ohne gewissen Stolz darauf - festhalten wollte, war, dass er bei dem Leistungstest der Reserveunteroffiziersanwärter den 21. Platz von insgesamt 165 Kandidaten einnahm. Er habe jedoch zu keinem Zeitpunkt die Offizierslaufbahn angestrebt und verließ das Bundesheer mit dem Dienstgrad eines Oberwachtmeisters.

Nach der Einjährig-Freiwilligen-Ausbildung wurde er bis zum 35. Lebensjahr zu diversen Waffenübungen im Rahmen des Milizdienstes einberufen. Der ersten Berufung, die mit seinem 28. Lebensjahr erfolgte, sei er nicht gerne nachgekommen, da sie ihn aus dem normalen Berufsleben herausgerissen habe. Allerdings äußerte er sich dazu, dass er, als die Miliz 1990 im Zuge der Jugoslawienkrise an die Grenzen geordert worden ist, einer Einberufung ohne zu protestieren nachgekommen wäre, da er – aufgrund seiner beruflichen Tätigkeiten – mit der dortigen Umgebung mehr als vertraut war. Zudem hätten dann die absolvierten Milizübungen für ihn einen Sinn gehabt.

Darüber hinaus ist bekannt, dass er die Zeit nach einer Knöchelverletzung, die er sich im Rahmen seiner Milizausbildung zugezogen hatte, nutzte, um sich näher mit dem Computer auseinanderzusetzen und sich das Programmieren selbst beizubringen.

Ebenfalls festzuhalten ist, dass aus den Akten hervorgeht, dass der Betroffene während dieser Zeit nie eine spezifische Ausbildung hinsichtlich Sprengmittel (über das Werfen von Handgranaten hinaus) erfahren habe und über die angeordneten Waffenübungen hinaus an keinen weiterführenden Manövern teilgenommen habe.

Der Institution des Bundesheeres war er im Großen und Ganzen nicht negativ gegenüber eingestellt. Aus seiner Sicht stelle eine Wehrpflichtigenarmee sicher, dass – im Gegensatz zu einem reinen Berufsheer – nicht nur „Dumme versammelt“ sind, sondern die Leistung durch unterschiedlichste Personen aus allen Berufsrichtungen und Intelligenzgraden erhöht wird.

Der Briefbombenattentäter Franz Fuchs

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