Читать книгу Gottes Wille für dein Leben - Emerson Eggerichs - Страница 25
Wir besitzen die Freiheit zu wählen, aber unsere Wahl muss auf Basis dessen getroffen werden, was gut für uns ist
ОглавлениеWenn eine Option unter Betrachtung der uns zur Verfügung stehenden Informationen gut erscheint und niemandem schadet, können wir uns guten Gewissens dafür entscheiden. Wir sind frei in unserer Wahl.
Nehmen wir das Handeln von Ärzten als Analogie: Sie müssen in Momenten, in denen es um Leben und Tod geht, schwerwiegende Entscheidungen fällen. In der Regel halten sie sich dabei an ihren Hippokratischen Eid. Geschichtlich gesehen stammt der aus den Epidemien, die zu den Werken des antiken griechischen Arztes Hippokrates zählen. Dort lesen wir, dass „der Arzt … im Blick auf die Krankheit zwei spezielle Ziele im Blick haben [muss], nämlich Gutes zu tun und dem Patienten keinen Schaden zuzufügen“.1
Bedeutet dies, dass ein Arzt automatisch das Leben seines Patienten retten wird? Nein, denn es kann trotzdem passieren, dass ein Patient stirbt. Doch wenn dann die Entscheidungen des Arztes evaluiert werden und das Aufsichtsgremium fragt: „Haben Sie den Nutzen des Patienten verfolgt und ihm durch Ihr Handeln keinen Schaden zugefügt?“, kann der Arzt dies guten Gewissens bejahen. Auf Basis der Informationen, die ihm vorlagen, hat er die bestmögliche Entscheidung getroffen. Und auch wenn ein Jahr später ein Medikament auf den Markt käme, das diesen Patienten hätte retten können, so war es doch zum Zeitpunkt der Behandlung weder bekannt noch erhältlich.