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Geithain, 31. 8. 1990
ОглавлениеSehr geehrter Herr Sommer,
über Herrn Martin aus Holzhausen erfuhr ich Ihre Anschrift und Ihr großes Interesse an heimatgeschichtlichen Themen, insbesondere über unsere Geithainer Gegend. Ich möchte Ihnen gleich zu Anfang meine Freude über das Zu-standekommen der Verbindung mitteilen.
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich nebenberuflich und aus Hobby mit der Geschichte unserer Gegend. Die Geschichte der Paul-Guenther-Schule liegt mir gegenwärtig ganz besonders am Herzen. Herr Martin sagte mir, dass Sie unser erstes Heft „Vom Turm geschaut“ hier in Geithain gekauft hätten. Inzwischen ist das Heft Nr. 2 erschienen, das ich Ihnen sehr gern diesem Brief beilege.
Sehr geehrter Herr Sommer!
Die Heimatfreunde in der Stadt Geithain bemühen sich seit Jahren um eine Kontaktadresse in den USA oder in Kanada, um die Forschungen zum Komplex „Paul Guenther“ erweitern zu können. Leider bisher ohne Erfolg. Auch die USA-Botschaft in Berlin hüllte sich bisher in Schweigen. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir über Sie die Adresse des Stadtarchivs von Dover/New Jersey erhalten könnten. Ideal wäre es, irgendwelche Dokumente (Zeitungsausschnitte, Bilder u. a.) zu Guenther und seinen Fabriken zu bekommen. Sie sind bisher der einzige ehemalige Geithainer, der uns in dieser Richtung helfen könnte.
Die feierliche Neubenennung der Paul-Guenther-Schule findet am kommenden Sonntag, 2. 9. 1990, statt und viele alte Geithainer freuen sich, dass sie das noch erleben können. Leider ist meine Zeit jetzt sehr begrenzt. Ich werde Ihnen sicher noch einmal schreiben, auch über mich persönlich. Nur soviel: 1936 in Tautenhain geboren, seit 1960 in Geithain als Lehrer für Mathematik/Physik/Astronomie tätig. Seit Juli dieses Jahres Dezernent beim Landratsamt.
Im Voraus vielen Dank für Ihre Bemühungen!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Gottfried Senf
Anlage
- ,,Vom Turm geschaut“
- Fortsetzungsfolge zu Paul Guenther, Kreisseite der LVZ