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Das Afrika des Nicolas Sarkozy Achille Mbembe

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Achille Mbembe ist 1957 in Kamerun geboren. Er hat an der Pariser Sorbonne ein Doktoratsstudium in Geschichte abgeschlossen. Am Institut d’Études Politiques in Paris absolvierte er ein D. E. A. (Diplôme d’Études approfondies). Von 1988 bis 1991 wirkte er als Assistant Professor für Geschichte an der Columbia University in New York. Er war Senior Research Fellow am Brookings Institute in Washington, D. C. (1991–1992), Associate Professor an der University of Pennsylvania (1992–1996) sowie Executive Director beim CODESRIA (Council for the Development of Social ­Science Research in Africa) von 1996 bis 2000. Als Gastprofessor wirkte er an der University of California, Berkeley (2001) und an der Yale University (2003). Heute unterrichtet er Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Witwatersrand in Johannesburg und ist als Senior Researcher am Wits Institute for Social and Economic Research (WISER) tätig. Zu seinen zahlreichen Publikationen über afrikanische Geschichte und Politik zählt La naissance du maquis dans le Sud-Cameroun (Paris, Karthala, 1996). Für sein Buch De la postcolonie. Essai sur l’imagination politique dans l’Afrique contemporaine, das 2000 in Paris erschien und ein Jahr später unter dem Titel On the Postcolony bei der University of California Press herauskam, erhielt er 2006 den Bill Venter/Altron Award.

Hätten sie Gelegenheit dazu gehabt, die Mehrheit der frankophonen Afrikaner hätte anlässlich der letzten Präsidentschaftswahlen in Frankreich gegen Nicolas Sarkozy gestimmt.

Nicht etwa, dass seine damalige Konkurrentin oder die Sozialistische Partei (sie noch weniger) hinsichtlich ihrer Afrika­politik überzeugt hätten oder ihr Verhalten in der Vergangenheit irgend­einen Willen zur radikalen Neuordnung der Beziehungen zwischen Frankreich und seinen Ex-Kolonien erkennen ließ. Der neue Präsident von Frankreich hätte schlicht die Rechnung bezahlt für einen Umgang mit den Immigranten als Innenminister unter ­Jacques Chirac, seine angeblichen Kontakte zu den Rassisten von der extremen Rechten und seine Rolle in der Vorgeschichte der Aufstände von 2005 in Frankreichs Vorstädten.

Der undankbare Kontinent?

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