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Brückenzerstörer Hadrian

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Für seine Donaubrücke hat Traian schon in der Antike die gebührende Anerkennung erfahren. Der griechische Historiker Cassius Dio geriet gar ins Schwärmen: »Traian baute über die Donau eine Steinbrücke, eine Leistung, für die ich ihn gar nicht genug bewundern kann. Zwar sind auch seine anderen Werke grandios, diese Großtat aber übertrifft sie alle.« Als Cassius Dio dies schrieb (zu Beginn des 3. Jahrhunderts n. Chr.), war dieses technische Meisterwerk aber nur noch ein Torso. Traians Nachfolger Hadrian (117–138 n. Chr.) hatte den ganzen Holzbelag entfernen lassen, und einsam standen seitdem nur noch die Pfeiler im Wasser, als stumme, aber arg amputierte Zeugen römischer Brückenbautechnik. Dabei war Hadrians Motivation gar nicht so unvernünftig gewesen. Er hatte ganz richtig erkannt, dass Brücken keine Einbahnstraßen sind. Zwar konnten die Römer bequem über die Donau marschieren, doch umgekehrt konnten das auch die Barbaren jenseits des Flusses tun. Hadrian war eben ein vorsichtiger Kaiser – im Gegensatz zu Traian, unter dessen Herrschaft das Römische Reich die größte Ausdehnung seiner Geschichte hatte.

Große Errungenschaften der Antike

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