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Die Szintigrafie

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Bei einer Szintigrafie wird ein radioaktives Nuklid (Technetium) in die Blutbahn gespritzt. Durch das Szintigramm kann eine Aussage über die Aktivität des vorhandenen Schilddrüsengewebes gemacht werden. Bei Schwangeren darf wegen der Strahlenbelastung kein Szintigramm gemacht werden. Für die Szintigrafie stehen mehrere radioaktive Nuklide zur Verfügung.

Tabelle 5: Radionuklide für die Szintigrafie der Schilddrüse
99m-Tc-Pertechnetat (Technetium)
123-J oder 131-J (Jod)

Üblich ist heute die Anwendung von Technetium. Das Technetium lagert sich kurzzeitig in der Schilddrüse ein und gibt geringe Mengen radioaktiver Strahlung ab. Die abgegebene Gamma-Strahlung kann als Bild der Schilddrüse auf einer speziellen Röntgenaufnahme sichtbar gemacht werden. Je nach Anreicherung der radioaktiven Substanz in der Schilddrüse können mehrere zeitlich versetzte Aufnahmen bei einem Szintigramm erforderlich sein. Die Untersuchung dauert üblicherweise etwa 15 bis 20 Minuten.

Mithilfe des Szintigramms können verschiedene Funktionszustände der Schilddrüse sichtbar gemacht werden. Aktives und weniger aktives Gewebe stellen sich dabei unterschiedlich dar. Als heiße Knoten oder autonomes Adenom werden Schilddrüsenknoten bezeichnet, die vermehrt und ungehemmt Hormone produzieren. Als kalte Knoten werden Gewebeknoten bezeichnet, die kein Nuklid mehr speichern. Ein kleiner Anteil der kalten Knoten kann den Verdacht auf Schilddrüsenkrebs nahelegen und eine Operation erforderlich machen. Der größte Teil der kalten Knoten ist jedoch gutartig. Kalte oder heiße Knoten können auch bei einer Hashimoto-Thyreoiditis auftreten. Am Tag der Untersuchung sollten Sie kein Schilddrüsenhormon einnehmen, sofern Ihr Arzt Ihnen keine andere Information gibt. Mögliche Komplikationen sind Verletzungen beim Einspritzen in die Vene (extrem selten) oder Herzrhythmusstörungen, die manchmal bei einer Jod-Szintigrafie auftreten können. Die Strahlenbelastung bei einer Szintigrafie ist gering und liegt etwa in Höhe der Belastung durch eine Röntgenaufnahme der Brustwirbelsäule. Technetium zerfällt mit einer Halbwertszeit von etwa sechs Stunden. Der Uptake gibt an, mit welcher Aktivität die Schilddrüse Hormone umsetzen kann. Normalerweise liegt der Uptake zwischen 0,5 und 2 %.

Tabelle 6: Normaler Technetium-Uptake (Tc-Uptake)
Tc-Uptake
Normal große Schilddrüse, kein Jodmangel 0,5–2 %
Der Uptake kann aus unterschiedlichen Gründen erniedrigt sein.
Tabelle 7: Erniedrigter Technetium-Uptake (Tc-Uptake)
Tc-Uptake
Bei Hashimoto-Thyreoiditis < 0,5 %
Nach einer Jodbelastung (z. B. nach Belastung mit jodhaltigem Kontrastmittel) < 0,5 %
Bei einer Thyreoiditis de Quervain < 0,5 %
Wenn die eigene Hormonproduktion durch eine zu hohe Dosis Schilddrüsenhormon (Tabletten) vermindert wird < 0,5 %
Auch für einen erhöhten Uptake gibt es verschiedene Ursachen.
Tabelle 8: Erhöhter Technetium-Uptake (Tc-Uptake)
Tc-Uptake
Bei Schilddrüsenautonomie bis 20 %
Bei Morbus Basedow (autoimmune Überfunktion) bis 40 %
Bei Hashitoxikose > 3 %
Bei Jodmangel 2–5 %

Ein Suppressionsszintigramm ist ein spezielles Szintigramm, das zur Aufdeckung warmer Knoten eingesetzt wird. Bei einer Hashimoto-Thyreoiditis ist meist weder ein normales Szintigramm noch ein Suppressionsszintigramm erforderlich.

Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis

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