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Markianos (450–457)

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Konzil von Chalkedon 451

Am 25. August 450 wurde der streng orthodoxe Markianos von Aspar zum Kaiser gemacht. Der Senat, die anwesenden Zirkusparten und der Patriarch wirkten dabei mit. Pulcheria ging mit ihm eine Josephsehe ein († 453). Der im Westen regierende Valentinianus III. wurde von diesem Wechsel lediglich informiert. Die Kirchenpolitik beschäftigte sofort den neuen Kaiser, da Alexandreia und Konstantinopel weiterhin miteinander stritten. Am 8. Oktober 451 berief er ein Konzil in Chalkedon ein und versuchte, zwischen den theologischen Richtungen zu vermitteln. Der alexandrinische Patriarch Dioskoros wurde abgesetzt und seine Ansichten als miaphysitisch verboten. Man verabschiedete eine Formel, das symbolum Chalcedonense oder chalkedonensische Glaubensbekenntnis. Im 28. Kanon wurde Konstantinopel mit Rom praktisch gleichgestellt und das Ostillyricum dem Patriarchat im Osten zugeschlagen. Die Spannungen innerhalb der orthodoxen Kirchen waren damit nicht beendet, es ist vielmehr ein Auseinanderdriften der östlichen Patriarchate festzustellen. In Lechaion am Golf von Korinth ließ der Kaiser die damals größte Basilika in Griechenland errichten (224 m lang) (zerstört durch ein Erdbeben 551).

Außenpolitisch konnte Markianos begünstigt durch mit Abwehrkämpfen beschäftigte Nachbarn erfolgreich agieren: Die Einstellung der Tributzahlungen an die Hunnen hatte keine negativen Auswirkungen, da mit dem Tod Attilas die hunnische Vormachtstellung auf dem Balkan gebrochen war. Die Grenze zu den Persern war ruhig, Markianos unterstützte den Lazenkönig und verweigerte den Armeniern Hilfe gegen Isdegeres II. Für den weströmischen Teil des Reiches hatte Markianos weniger übrig; als die Vandalen unter Gesnerich 455 Rom 14 Tage lang plünderten, forderte er lediglich, dass Eudoxia, die Witwe Valentinanus’ III., und ihre Kinder freigelassen werden sollten.

Das Byzantinische Reich

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