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Vandalen Die Vandalen überquerten 406 den Rhein und bewegten sich Richtung Spanien (409). 429 setzten sie zusammen mit den Alanen bei der Meerenge von Gibraltar nach Africa über und errichteten dort eine Herrschaft, die Valentinianus 435 anerkannte. 439 eroberten sie Karthago, drei Jahre später wurde ein Friedensvertrag mit den Römern geschlossen. In der Historiografie erhielten sie einen schlechten Ruf, obwohl sie in ihrem Königreich (bis 533) bemerkenswerte kulturelle Spuren hinterließen.

Innenpolitisch reformierte Markianos das Finanzwesen, so beendete er die collectio glebalis (eine Landsteuer), reduzierte die Antrittszahlungen von hohen Würdenträgern und leitete die Wiederbevölkerung von verlassenen Gebieten ein. Nach seinem Tod (27. Januar 457) wurde er wie seine Frau Pulcheria in der Apostelkirche bestattet.

Mit Theodosios hatte sich das Christentum als einzige anerkannte Reichsreligion (381, Konzil von Konstantinopel) durchgesetzt. Das oströmische Reich war um 400 weniger stark von Einfällen betroffen, da noch immer Rom der Anziehungspunkt für anrückende Ethnien war. Konstantinopel übernahm allmählich auch die ideologische Funktion des alten Rom („Neues Rom“) und entwickelte sich zu einem stabilen politischen Faktor im östlichen Mittelmeerraum. Es zeichnete sich ab, dass die weströmischen Gebiete kaum gehalten werden konnten. Zunehmend verschafften sich germanische Söldner und Heermeister in byzantinischen Diensten Gehör, was so manche Krise im oströmischen Kaisertum auslöste. Mit dem Konzil von Chalkedon (451) wurde nicht nur ein Glaubensbekenntnis formuliert, sondern auch der Anspruch Konstantinopels (hierarchische Gleichstellung mit Rom, dem der Ehrenvorrang eingeräumt wurde) auf die Leitung der östlichen Kirchen bekräftigt.

Das Byzantinische Reich

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