Читать книгу Die neuesten Streiche der Schuldbürger - Michael Klonovsky - Страница 10
4. Januar
Оглавление»Schwere Explosion vor AfD-Büro im sächsischen Döbeln – Hintergründe unklar«, melden Focus und andere Organe der Qualitätspresse. Vollkommen klar und bis zum Führerbefehl zurückzuverfolgen sind allerdings die Hintergründe zur Amokfahrt in Bottrop, wie dieselbe Qualitätspresse verbreitet (»rassistischer Angriff»).
Währenddessen hat die Welt den Kommentar eines Kriminologen zu Bottrop aus Gründen der sozialen Sensibilität wieder von ihrer Webseite entfernt. In Rede steht Prof. Hans-Dieter Schwind, ein Emeritus (natürlich), der in Bochum lehrte und heute beim »Weißen Ring« engagiert ist, Oberstleutnant der Reserve, CDU-Mitglied, von 1978-82 niedersächsischer Justizminister, der als eine Ursache der Amokfahrt in der Silvesternacht das wachsende Bedrohungsgefühl durch die Zuwanderung ins Spiel bringt. »Es brodelt in den Leuten, und dann kommt es plötzlich zum Ausbruch«, sagte Schwind zuerst wohl gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Er habe einen derartigen Fall »schon viel früher erwartet«. Solche Amokfahrten oder auch die Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte der vergangenen Monate seien die extreme Spitze einer allgemeinen Entwicklung, »und ich befürchte, dass sich dies fortsetzt. Die Willkommenskultur ist am Ende.«
Dass die Welt so etwas von ihrer Webseite nimmt, wäre insofern folgerichtig, als Friede Springer und die Kanzlerin schon vor Zeiten erst ihre Poesiealben und dann ihre Händi-Nummern ausgetauscht haben. Man bedenke, welche Idee hier plötzlich als dunkler Gast im Raume steht! In seinem berühmten Aufruf an die Muslime in aller Welt hat der IS unter anderem empfohlen, die Frommen mögen bei ihrem gottgefälligen Kampf gegen Juden, Christen und Ungläubige, wenn es an richtigen Waffen mangele, einfach Fahrzeuge als Waffe einsetzen, und viele Muslime sind diesem Aufruf gefolgt, nicht nur Stars der Szene von Mohamed Lahouaiej-Bouhlel, der in Nizza 86 Personen zu Brei fuhr und mehr als 400 verletzte, bis zu dem hierzulande noch bekannteren Anis Amri, sondern auch die namenlosen Lenker jener leichteren Gefährte, die nur in kleinere Gruppen fuhren und es nicht in die Hauptnachrichten schafften. Bekanntlich ist die deutsche Zivilgesellschaft, verglichen etwa mit der amerikanischen, israelischen oder schweizerischen, eher unbewaffnet, aber ein Auto hat jeder brave Deutsche. Doch, liebe Mitbürger und schon länger hier Lebende, ich rate, auch im Namen der Bundesregierung, von solchen unüberlegten Taten ab. Wenn Sie 2019 schon etwas ändern wollen, ändern Sie besser Ihr Wahlverhalten!
Übrigens hat Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig, SPD, die motivisch ungeklärte Explosion vor dem AfD-Büro verurteilt, als stecke eine Tat dahinter, denn »sie helfe nur der AfD«. Wer also der kollabierenden Sozialdemokratie helfen will, muss Dulig zufolge wohl nolens volens Explosionen vor SPD-Büros veranstalten.