Читать книгу So geht das in Darktable 3 - Michael Moltenbrey - Страница 8

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2Installation

Wollen Sie in die wundervolle Welt von Darktable eintauchen, müssen Sie die Software natürlich erst einmal auf Ihrem Rechner installieren.

2.1Warum gerade Darktable?

Warum aber sollten Sie sich gerade für Darktable entscheiden? Es gibt zahlreiche kommerzielle Produkte wie Adobe Lightroom, Capture One Pro und Luminar, um nur einige zu nennen. Diese Produkte können Sie käuflich erwerben, installieren und nutzen. Zudem existieren zahlreiche Bücher etc. dazu. Was spricht also für Darktable?

Darktable ist eine Open-Source-Softwareentwicklung. Ähnlich wie bei anderen Open-Source-Projekten – etwa LibreOffice, GIMP oder Linux – hat sich eine Gruppe Freiwilliger zusammengefunden, um das Projekt umzusetzen. Dies läuft in aller Regel sehr gut und bietet bei der Entwicklung durchaus Vorteile. Man ist nicht auf feste Entwicklungszyklen angewiesen wie etwa bei einem kommerziellen Produkt. Optimierungen und Fehlerbehebungen werden zum Teil sehr zeitnah eingepflegt. In der Regel sind die Entwickler auch selbst Nutzer des Produkts und haben daher ein starkes Interesse, die Software zu verbessern.

Ein gewichtiger Grund ist natürlich auch die Kostenfrage. Darktable steht dem Nutzer kostenlos zur Verfügung und setzt auf offene Formate und Standards. Bei kommerziellen Produkten werden oft proprietäre Formate eingesetzt. Diese sind in den meisten Fällen sehr gut, zwingen den Nutzer jedoch, die Software auch weiterhin einzusetzen, da er sonst den Zugriff auf seine Daten verliert. Zwar lassen sich die Daten aus diesen Programmen heraus auch in andere Formate exportieren, doch gehen dabei meist zahlreiche, mühsam eingepflegte Informationen verloren.

Die Software weiter zu nutzen, ist gerade im Zeitalter von um sich greifenden Abo-Modellen problematisch. Natürlich liegen hier Licht und Schatten – Sie interessieren sich ja für Fotografie – dicht beieinander. Durch das Abo-Modell stehen Ihnen kontinuierlich die neuesten Versionen der Software mit all ihren Verbesserungen und neuen Funktionen zur Verfügung. Früher haben Sie eine Software einmalig gekauft und konnten sie prinzipiell beliebig lange nutzen – solange sie vom Betriebssystem etc. noch unterstützt wurde. Nun müssen Sie einen monatlichen oder jährlichen Betrag zahlen – unabhängig davon, wie oft oder intensiv Sie das Programm nutzen. Andernfalls können Sie die Software nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt einsetzen und verlieren so den Zugriff auf Ihre Fotos. Hier sind Sie wieder beim Problem proprietärer Formate angelangt. Der Einsatz offener Formate hilft Ihnen demgegenüber beim Datenaustausch und bei der Migration zu einem anderen Produkt.

Ferner wird immer häufiger die Nutzung der »Cloud« vorausgesetzt. Nicht alle wollen jedoch ihre Daten einer dritten Person anvertrauen und sich zum Teil in deren Abhängigkeit begeben.1

Die Vorteile von Darktable lassen sich im Wesentlichen folgendermaßen zusammenfassen:

 Darktable ist frei, d. h., es handelt sich um freie Formate und offene Standards.

 Darktable ist kostenlos, es gibt kein Abo-Modell oder anderweitig versteckte Kosten.

 Darktable ist plattformübergreifend und steht für eine Vielzahl von Betriebssystemen wie Microsoft Windows, Apple macOS, Linux, Solaris und FreeBSD zur Verfügung.

 Darktable wird kontinuierlich weiterentwickelt.

 Es gibt umfangreiche Hilfestellungen im Internet.

Die Installation von Darktable ist auch gar nicht so schwer. Sie können stets die aktuelle Version der Software von der Projektseite herunterladen:

https://www.darktable.org

Dort finden Sie unter

https://www.darktable.org/install/

die Pakete für Ihr Betriebssystem.

Im Folgenden soll der Installationsprozess an Hand der gängigen Systeme MS Windows, Apple macOS und Linux durchgespielt werden.

2.2Installation unter MS Windows

Die Installation unter Microsoft Windows ist wenig aufwendig. Darktable läuft auf allen gängigen 64-Bit-Windows-Systemen.

Schritt 1: Zunächst laden Sie in einem ersten Schritt die Darktable-Installationsdatei für Windows von der Darktable-Webseite. Abb. 2.1 zeigt sie auf dem Desktop.

Abb. 2.1: Die Darktable-Installationsdatei befindet sich auf dem MS Windows Desktop.

Schritt 2: Ein Doppelklick auf das Darktable-Symbol startet den Installationsprozess.


Abb. 2.2: Beginn des Installationsprozesses

Schritt 3: Nun wählen Sie das Ziel der Installation aus. Sie können es gut auf der Voreinstellung belassen. Eine Installation in einem lokalen Nicht-System-Verzeichnis ist jedoch auch kein Problem. Darktable benötigt keine besonderen Ausführungsrechte.


Abb. 2.3: Auswahl des Zielorts der Installation

Schritt 4: Nach erfolgreicher Installation lässt sich Darktable durch einen Klick auf das Programmsymbol starten. Direkt nach dem Start öffnet sich das jungfräuliche Hauptfenster von Darktable.


Abb. 2.4: Nach erfolgreicher Installation lässt sich Darktable starten und wir werden mit dem jungfräulichen Hauptfenster begrüßt.

2.3Installation unter Apple macOS

Die Installation unter macOS ist denkbar einfach. Darktable läuft auf allen macOS-Versionen ab 10.7, sofern das System 64 Bit unterstützt.

Schritt 1: In einem ersten Schritt laden Sie das entsprechende Paket von der Darktable-Webseite. Sie finden dann eine DMG-Datei am Zielort Ihres Rechners vor. Typischerweise legt etwa Safari die Datei im Ordner Downloads ab. Abb. 2.5 zeigt sie auf dem Desktop.

Abb. 2.5: Die Darktable-Installationsdatei befindet sich auf dem Schreibtisch von macOS.

Schritt 2: Ein Doppelklick auf die Datei öffnet das Image. Darin finden Sie das Programm Darktable und einen Verweis in den Programmordner (Applications). Wenn Sie über die entsprechenden Administratorrechte verfügen, können Sie das Darktable-Symbol einfach auf den Ordner ziehen und das Programm wird installiert. Allerdings muss Darktable nicht im zentralen Programmordner abgelegt werden und benötigt auch keine speziellen Rechte. Sie können es daher auch einfach in einen beliebigen Ordner ziehen.


Abb. 2.6: Nach einem Doppelklick auf das Image können Sie das Darktable-Symbol an den gewünschten Zielort ziehen.

Schritt 3: Haben Sie Darktable an sein endgültiges Ziel kopiert, können Sie es mit einem einfachen Doppelklick auf sein Symbol starten. Sie werden dann direkt vom Hauptbildschirm begrüßt.


Abb. 2.7: Nach erfolgreicher Installation lässt sich Darktable starten und Sie werden mit dem jungfräulichen Hauptfenster begrüßt.

Hinweis

Möglicherweise lässt sich Darktable beim ersten Start nicht öffnen. Es erscheint ein Hinweis, dass das Programm aus dem Internet geladen wurde. Geschieht dies, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Darktable-Symbol, um ein Kontextmenü zu öffnen, über das sich Darktable dann aufrufen lässt. Ab dem zweiten Öffnen benötigen Sie diesen Trick nicht mehr.

2.4Installation unter Linux

Je nach Distribution verläuft die Installation unter Linux unterschiedlich. Es hängt davon ab, welcher Paketmanager – wenn überhaupt – in der verwendeten Distribution genutzt wird.

Bei den meisten Distributionen, die auf Debian oder Ubuntu aufsetzen, genügt es, über die Kommandozeile die Paketinstallation anzustoßen.


Abb. 2.8: Die Installation von Darktable kann unter Linux über die Kommandozeile angestoßen werden.

Die Installation beginnt dann automatisch. Anschließend kann Darktable wie gewohnt gestartet werden.

So geht das in Darktable 3

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