Читать книгу Ist der Ruf erst ruiniert... - Ruth Broucq - Страница 6
„Sicher Michael.“ Erwiderte ich gnädig. „Aber leg mal erst hier ab,“ ich deutete auf den Stuhl und das kleine Garderobenreck an der Wand, „danach bring ich dich dann ins Badezimmer. Ich bin gleich zurück.“
ОглавлениеIch brachte meinen Lohn in die Sicherheit meines Privatraumes und ließ schnell meine Kleidung fallen.
Mit dem üblichen Badetuch um den Körper gewickelt ging ich zurück um Michael ins Bad zu bringen. Das war das übliche Ritual, was die Masseurinnen während des Betriebes immer zu beachten hatten, damit sich die Gäste nicht auf dem Flur begegneten. Zwar war das nun nicht mehr erforderlich, aber ich hatte alle anderen Türen auf dem Flur und auch den Vorhang zum Privattrakt geschlossen um den Eindruck zu erwecken, dass wir nicht alleine in der Wohnung wären.
Mit dem warmen Ölfläschchen in der Hand erwartete ich vor der Badezimmertür den Kunden. Michael war so schnell fertig, dass er sicher nicht geduscht haben konnte. Als könne er Gedanken lesen erklärte er: „Ich komme eben vom duschen, deshalb hab ich mich nur kurz frisch gemacht.“
Zur Bestätigung nickte ich nur. Peinlich- er hatte meinen Blick verstanden.
Michael hatte etwas Mühe zu der, auf dem Boden liegenden, Matratze hinunter zu kommen um sich bäuchlings niederzulegen. Er war zwar korpulent aber nicht direkt dick, schien aber ein wenig unbeweglich zu sein.
Als ich das Massageöl auf seiner Rückseite verteilen wollte musste ich aufpassen nicht laut loszulachen, ich fand den Anblick des nackten weißhäutigen Mannes, nur noch mit schwarzen Socken bekleidet einfach belustigend.
So sieht also ein Sockentänzer aus, dachte ich und lachte lautlos in mich hinein. Er sah es ja nicht.
Lange konnte ich mich wegen der Kürze der Behandlungszeit nicht mit der Rückenpartie aufhalten, so dass ich mich schnell auf ihm langlegte.
Als er nach mir griff, seine Hand meinen Körper berührte rief ich erschrocken: „Oh nein, bitte nicht! Hast du kalte Hände. Die muss ich aber erst einmal anwärmen. Huh- buh, ach wie eiskalt ist dein Händchen?“
Michael lachte, sagte aber dennoch schuldbewusst: „Ja- tut mir leid. Hab ich im Moment nicht dran gedacht. Ich bin das gewohnt. Habe ich immer.“ Dabei zog er sofort seine Hand zurück.
Ich nahm seine Arme, legte sie Schmetterlingsgleich auseinander, dann massierte ich seine Arme und hauptsächlich die Hände mit dem Öl. Viel Erfolg erzielte ich allerdings nicht damit, seine Hände waren wie Eiszapfen. Weil mir die Zeit davon lief gab ich auf.
„Drehst du dich bitte um?“ bat ich ihn freundlich. „Und hältst die Hände bitte bei dir?“
Er lachte erneut und nickte: „Ja, das versteh ich. Ich werde mir Mühe geben daran zu denken.“
Dann erst sah ich seine dicken roten Narben, die sich über seinen gesamten Brustkorb zogen und fragte mitfühlend: „Was für eine Operation war das?“
„Herzinfarkt. Vor 3 Jahren. Keine Sorge, mir geht es wieder gut. Ich mache Sport, bin viel an der frischen Luft. Schon durch meinen Hund, habe ich täglich mehrmals viel Bewegung. Ich bin fitter als zuvor.“ Erklärte er freundlich lächelnd. Dann bat er: „Könntest du mir ein wenig die Brustwarzen massieren? Das hab ich sehr gerne. Natürlich nur wenn es dir nichts ausmacht.“ Dabei sah er mich leicht verlegen an.
„Klar. Kein Problem, Michael. Mach ich doch gerne.“ Übertrieb ich, denn nichts machte ich wirklich gerne bei diesem Kunden. Ich hätte zu keinem Zeitpunkt sagen können warum, aber ich mochte diesen Mann nicht.
Seine Warzen schwollen an. Ruhig, fast teilnahmslos nahm er die gewünschte Behandlung hin und nur an seinem Gesichtsausdruck war zu erkennen, dass es ihm gut tat.
Nach kurzer Zeit wechselte ich zum Kopfende hinauf und arbeitete mich, in der schon gewohnten Position kniend von seinem Kopf über die Brust, den Bauch zu seinem zwar steifen, aber ruhig auf dem Bauch liegenden Penis hinunter. Als ich sein Glied ergriff fühlte ich ganz zart und vorsichtig, fast wie fragend, seine Zunge über meinen Kitzler gleiten.
Ein kalter Schauer lief wie eine Welle meinen Rücken hinunter, so abstoßend fand ich diese Berührung, ich hielt aber trotzdem still während ich mit der Hand fest zugriff und kräftig rubbelte. Nach nur wenigen Handbewegungen, die nicht einmal eine Minute in Anspruch genommen hatten, hielt er plötzlich mein Handgelenk fest und stoppte somit meine Bewegung. Hätte ich nicht das Zucken seines Schwanzes gefühlt, wäre ich niemals auf den Gedanken gekommen das er einen Höhepunkt hatte. Denn er spritzte trocken. Keine Spur von Feuchtigkeit fand sich an meiner Hand oder seinem Bauch.
Seltsam. Das hatte ich auch noch nicht erlebt.
„Bleib liegen. Ruh dich ein bisschen aus. Ich wasch mir nur eben die Hände. Bin gleich zurück.“ Sagte ich während ich mich aufrichtete.
Zurück im Zimmer fand ich Michael schon halb angezogen vor. „Möchtest du etwas trinken? Ein Glas Wasser?“ fragte ich und griff zu der Wasserflasche auf dem Chinaschrank.
„Nein danke. Ich mag kein Wasser. Aber ich will auch im Moment nichts trinken, ich gehe jetzt zum Sport und da trink ich noch genug. Mach dir keine Mühe, danke schön.“ Erwiderte er lächelnd.
Michael wandte sich zur Tür und bedankte sich: „Dann kann ich dir nur sagen, es war sehr schön. Danke dir. Wenn ich darf, komme gerne wieder. Immer mittwochs um die Zeit. Ich rufe aber vorher an. Geht das?“
„Gerne, Michael.“ Log ich. „Dann wünsch ich dir einen schönen Tag und viel Spaß beim Sport.“ Schüttelte seine Hand und deutete einen Wangenkuss an. Hielt ihn fest als er sich zum Gehen wenden wollte und erklärte: „Immer auf beide Seiten, Michael. Das macht man so.“ dabei deutete ich den Kuss auf die andere Wange an.
„Okay, wie du meinst. Dann bis nächste Woche.“ Schmunzelte er im Hinausgehen.
Ohne eine Erklärung dafür zu haben fühlte ich eine starke Abneigung bei dem Gedanken, dass ich diesen Kunden nun wöchentlich massieren sollte. Dabei war er durchaus angenehm in seinem ganzen Verhalten. Höflich, freundlich und nicht fordernd oder besitzergreifend, trotzdem fand ich ihn abstoßend und unsympathisch. Ich hatte eine seltsame Antipathie vom ersten Anblick empfunden. Aber ich wollte Sympathie und Gefühl, Berührungen von angenehmen, schönen Männern, wie Holger.
Dumme Gans, schalt ich mich selbst. Wenn alle so rücksichtsvoll und genügsam wären, könnte ich doch zufrieden sein. Aber mein Gefühl müsste ich abschalten, versuchen neutral zu sein. Ob ich das könnte? Klar, schließlich war das nur ein Job, kein privates Sexvergnügen. Wenn ich nur ein, nein besser zwei dieser Kunden täglich hätte, käme ich finanziell gut klar und die Arbeit wäre schnell getan, so dass ich den Rest des Tages Freizeit hätte. Besser ginge es doch gar nicht.
Allerdings war der Erlös innerhalb von 2 Wochen langweiliger Wartezeit sehr mager. Drei Kunden, nein zwei Halbe und ein Ganzer, das war einfach zu wenig. Damit konnte ich auf gar keinen Fall zurecht kommen. Ich musste Kunden werben. Aber wie? Wer konnte mir raten. Esther.
„Tja, da kann ich dir schlecht einen Rat geben!“ sagte diese, nachdem ich ihr mein Dilemma geschildert und die verschiedenen Alternativen erläutert hatte. „Das dir die paar Kröten nicht weiterhelfen, ist klar. Wenn du schon den ganzen Tag in der Bude hocken und auf Kundschaft warten musst, sollte sich das zumindest lohnen.“ Meinte sie und überlegte weiter: „Aber in den Zeitungen inserieren? Dadurch bist du doch so schnell in die Behördenzange geraten, wegen der regelmäßigen Anzeigen und noch dazu mit voller Adresse. Und die Telefonnummer kennen die beim Amt jetzt auch. Damit fällst du doch direkt auf. Also damit jetzt zu werben, nee das ist riskant. Dann versuch es doch lieber mal erst übers Internet, wie heißt das? Miete mich? Oder in einem solchen Forum neue Kunden zu werben. Wenn du da die Bezahlung als Taschengeld deklarieren kannst, kann man dir vielleicht keine gewerbliche Tätigkeit nachweisen. Das scheint mir in deiner momentanen Situation der leichtere Weg. So sehe ich das aus meiner Sicht. Aber sicher weiß ich es auch nicht, damit kenn ich mich ja schließlich nicht aus.“
Nach einem langen Telefonat war ich zwar nicht restlos von diesem Werbeweg ab, aber Esthers Warnung zur Vorsicht, damit ich nicht in die nächsten Schwierigkeiten geriet, sah ich ein. Nun konnte mir eigentlich nur noch Rabea helfen, weil sie sich besser mit dem Internet auskannte.
Wenn auch ungern, so blieb mir keine andere Wahl, als meine Tochter um Hilfe bei der Einrichtung dieser Suchanzeige zu bitten. „Weißt du wie das geht mit diesem: miete-mich? Hilfst du mir mal dabei?“ bat ich sie telefonisch.
„Hab ich doch selbst noch nicht gemacht, Mama. Geh mal rein und versuch es einfach mal. Kannst ja lesen.“ Lehnte sie genervt ab.
„Danke! Sehr freundlich!“ ärgerte ich mich sofort. „Wenn man dich mal um was bittet. Aber ich- ich muss immer parat stehen. Sehr nett. Danke!“
„Sei nicht gleich beleidigt. Das stimmt doch gar nicht.“ Empörte sie sich. „Ich bin immer für dich da, wenn du mich brauchst. Aber du musst doch verstehen, dass ich meiner Mutter nicht auch noch dabei helfen will, sich als Hure anzubieten. Also wirklich, Mama. Das ist doch ganz natürlich!“
„Okay, aus deiner Sicht verständlich,“ lenkte ich ein, „aber ich habe nun mal keine andere Wahl, ich muss Geld verdienen. Zeig mir eine andere Möglichkeit, und ich werde es versuchen. Weißt du eine? Nein- woher auch. Also kümmre dich nicht darum was ich damit machen will, sondern einfach nur das du mir helfen sollst etwas zu handhaben was du besser kannst als ich. So einfach ist das.“ Verlangte ich energisch.
„Ist in Ordnung, Mama.“ Lenkte Rabea ein, „ich guck mir das die Tage mal an!“
Dennoch dauerte es fast eine Woche bis ich endlich dazu kam mein geschäftliches Weiterkommen einzuleiten, weil ich selbst dauernd in Sachen Wohnungssuche unterwegs war. Dadurch hatte ich auch keine Möglichkeit weitere Kunden zu empfangen, also wusste ich nicht wer alles vergeblich geklingelt hatte, was mir alles entgangen war.
Als ich endlich etwas zur Ruhe kam und Rabea mich besuchte, nutzte ich die Gelegenheit, sie gleich zur Hilfe zu bewegen. Widerwillig zeigte sie mir wie ich diese Website öffnen konnte und sagte: „Hier sieh mal wie einfach das ist. Das ist fast so wie bei Singleclub. Da steht ja alles was du machen musst. Das meinte ich, dass du ja lesen kannst. Die Fragen musst du eh alleine beantworten. Also mach selbst und wenn du nicht klar kommst, helfe ich dir natürlich.“
Noch am gleichen Abend meldete ich mich bei: miete-mich.com an. Als Pseudonym wählte ich Bodyandsoul und zum Passwort den Namen Holger. Schon beim Alter ging der Schwindel los. Natürlich konnte ich nicht mein wahres Alter angeben, sicher hätte ich damit keinen Hund hinter dem Ofen vorgelockt, oder nur die ganz Perversen angelockt, also machte ich mich um viele Jahre jünger. Schließlich war ich mehrfach geliftet, wenn auch nur Augen- Halbface und Busen, aber mit meiner relativ schlanken Figur und meiner guten Haut- Haar- und Körperpflege sah ich um mehrere Jahre jünger aus. Schließlich sagte man mir das bei jeder Gelegenheit. Also war einundfünfzig eine glaubhafte Altersangabe.
Mit den weiteren persönlichen Daten wie Größe- (auch Brustmaße), Gewicht- Haar- und Augenfarbe, Honorarvorstellung, der Beschreibung der Person sowie der Vorlieben hatte ich keinerlei Probleme, und ich gab mir den schönen Namen Julia. Ich konnte mich selbst beweihräuchern, das genoss ich regelrecht. Mein ausgeprägtes Selbstvertrauen kam dabei voll zur Geltung. Zum Glück hatte ich seit langem eine Reserve-Mobilnummer, die für diesen Zweck gut geeignet war, weil die kaum Jemand kannte. Die erste Schwierigkeit ergab sich als ein Foto verlangt wurde. Natürlich wollte ich mein Gesicht nicht zeigen, schließlich wusste man nicht wer sich alles in diesem Forum tummelte. Außerdem hatte ich auch nur eine einzige passable Portrait-Aufnahme die ich hätte zeigen können. Ansonsten hatte ich lediglich ein Foto im BH von meinem recht üppigen Dekolletee, was wir für die Massage- Werbung ins Netz gestellt hatten. Das war nicht schlecht, das konnte ich vorerst als einziges Lockmittel nutzen.
Also rief ich Rabea an um ihr mitzuteilen dass ich sie samt ihrer Digitalkamera benötigte. „Ich muss dringend ein paar gute Fotos machen. Ich habe nichts was halbwegs sexy aussieht.“ Erklärte ich ihr. Sie versprach, mich in den nächsten Tagen zu fotografieren.
Bereits am nächsten Vormittag klingelte recht früh meine neue Arbeitsnummer, hörte ich eine Männerstimme fragen. „Hallo, Julia? Hier ist Günter. Hast du nachher Zeit?“
Im ersten Moment war ich so geschockt, dass ich unfähig war zu antworten.
„Hallo- bin ich denn da richtig, bei Julia?“ vergewisserte sich der Mann.
„Ja- ja.“ Beeilte ich mich zu bestätigen, fragte trotzdem erstaunt: „Woher hast du denn meine Nummer?“
Seine Verständnislosigkeit war unüberhörbar: „Na von miete-mich. Du bist doch Bodyandsoul, oder?“
„Ja- ja, das bin ich.“ Musste ich mich zwingen zuzugeben. „Wann möchtest du denn kommen, Günter.“
„So gegen 11 wäre mir recht. Wo muss ich denn hinkommen? Einhundert nimmst du für eine Stunde?“ klärte er auch gleich die Preisfrage.
Nachdem ich ihm die Adresse genannt und den Termin bestätigt hatte, hatte ich weiche Knie und ein mulmiges Gefühl im Magen. Ich wurde mir plötzlich der Gefährlichkeit der Situation bewusst, dass ich fremde Männer empfangen wollte, mit denen ich ganz alleine in der Wohnung war und denen ich mich beim Sex total auslieferte. Was wenn so ein Kerl mir in irgendeiner Form Gewalt antun wollte? Ich fand mich plötzlich sehr leichtsinnig. Aber ich konnte natürlich versuchen die Anwesenheit anderer Personen in meiner Wohnung vorzutäuschen. Schließlich gab es hier genügend Türen und der verwinkelte Flur ließ durch die Vorhänge keinen Einblick in die weiteren Räumlichkeiten zu. Das war mein Plus. Trotzdem beruhigte mich der Gedanke, dass die Herren ja auch nicht wussten was sie hier erwartete, auch nicht wirklich. Aber da musste ich jetzt durch, was hatte ich für eine Wahl? Um einen Bodyguard zu bezahlen verdiente ich nicht genug. Dafür müsste ich aber noch viel bumsen. Dieser Gedanke brachte mich zum lachen, entschärfte meine dunklen Gedanken und hellte meine Stimmung im Nu auf. Das wäre doch der ganz besondere Gag, bewacht wie die Kronjuwelen im Nebenzimmer für Kohle zu rammeln.
Günter entpuppte sich als gepflegter, gut riechender Herr um die Fünfzig, ehemals sicher rothaarig, nun grau-gewellt. Leichter Bauchansatz, mittlere Schwanzgröße und ein wilder Stecher, der ständig die Bumsposition wechseln wollte und zwischendrin immer versuchte ins falsche Loch zu stoßen. Dagegen wehrte ich mich freundlich aber energisch, dabei dachte ich: nix da mein Lieber, mein Arsch ist ne Einbahnstraße! Also fummelte er zwischendrin nur mal mit dem Finger an meinem Hinterausgang, schien das Lieblingsloch von Günter zu sein. Solange er da nichts einführte, ließ ich ihm den Spaß.
Als diese hektische Nummer vorbei war, Günter sich wusch, dann wieder anzog, wunderte ich mich, dass mir die Sache nichts ausgemacht hatte. Es hatte mich nicht gestört natura an seinem Schwanz zu lutschen und auf seinen Wunsch an den rasierten Eiern zu lecken, denn er hatte sich als sehr sauber erwiesen. Auch seine Fummelei und Rammelei waren gefühlsmäßig spurlos an mir vorübergegangen, nichts davon hatte mich innerlich berühren können. Viel abstoßender fand ich die Zungenküsse. Dabei hatte ich entweder versucht meine Mundöffnung so schmal als möglich zu machen oder ich hatte den Kopf wie unabsichtlich zur Seite gedreht wenn sich seine Lippen näherten. Das musste ich nun wirklich nicht unbedingt haben, dass mir jeder Kerl seinen Lappen in den Hals hängen wollte. Das würde ich zu verhindern wissen. Für den Schwanz gab es ja Kondome, den einzuführen war erträglich, aber um die Zunge konnte man leider kein Gummi ziehen. Auch fremden Speichel- Sabber schlürfen zu müssen, fand ich absolut nicht erquickend.
Mein Fazit war also, ich würde diesen Job problemlos ausüben können.
Aber dass eine solche Turnübung, wie mit dem hektisch-leidenschaftlichen Günter, anstrengend war, machte sich, dank meines Alters, im Nachhinein schon bemerkbar. Es knackte verdächtig in meinem Gebälk, dass ich mich reckte und verbog um die Glieder etwas zu lockern. Danach legte ich mich mit einem großen Kaffee, alle viere ausgestreckt auf mein Bett, um mich ein wenig zu erholen.
Dennoch war ich happy wieder einen Hunderter verdient zu haben. Dafür hatte sich die knappe Stunde gelohnt. So konnte es weiter gehen.
„Bea- es war schon einer da!“ musste ich direkt über das Telefon kundgeben.
„Wer? Was? Wovon redest du?“ fragte meine Tochter verständnislos.
„Na ein Freier auf miete-mich! Du, nach so kurzer Zeit! Erst ein paar Stunden da ein Profil reingesetzt und direkt Kundschaft. Toll! So kann das weitergehen!“ erklärte ich freudig lachend.
„Mama, ich versteh dich nicht mehr! Wie kannst du dich über so einen Wichser freuen?“ klang ihre Stimme ungläubig, fast angewidert.
„Blödsinn! Über die Kohle, nicht den Kerl. Der ist mir doch egal!“ belehrte ich sie.
Esther war wesentlich verständnisvoller. Nach meinem Bericht fragte sie neugierig: „Und du hast das erst gestern reingesetzt? Toll- das scheint ja effektiv zu sein. Ha ha ha, lustig! Und du konntest mit dem Kerl poppen ohne dich zu ekeln? Dann wirst du bestimmt genug verdienen um zu Recht zu kommen. Aber sag mal, meinst du nicht dass du ein wenig zu sehr unter dein wahres Alter gegangen bist? 51? Nee- das ist doch nicht glaubhaft. 57 oder 58 wäre akzeptabel. Nicht dass dir demnächst so mancher Kunde an der Tür gleich wieder wegläuft. Hi hi, weil der keine Omi poppen will.“ Kicherte sie amüsiert.
„Reife Frauen sind gefragt! Und bis jetzt hatte ich ständig Angebote von den Kunden, viele wollten lieber mich als so junge Hühner. Meinst du die hätten mich gefragt wenn sie mich als Oma gesehen hätten? Nee!“ erwiderte ich beleidigt.
Sie lachte: „War doch nicht so gemeint. Natürlich siehst du gut aus, sieht man dir dein Alter nicht an. Das muss man anerkennen. Klar. Aber ich finde nur, du solltest es nicht übertreiben mit der Schummelei. Nicht das du dir ein Eigentor schießt.“
„Werde ich ja sehen. Aber ein paar schöne Fotos muss ich noch hochladen. Ich warte auf Bea mit ihrer Digicam. Dann wird die Sache sicher noch besser laufen.“ Beendete ich das Telefonat.
Als Rabea am nächsten Tag erschien um die Aufnahmen zu machen ergab sich ein neueres Problem.
„Was willst du denn für die Fotos anziehen?“ wollte sie wissen.
„Wie anziehen? Ich will sexy Bilder reinsetzen. Keine Modeaufnahmen! Die sollen Appetitanregend sein!“ belehrte ich meine Tochter.
Sie schüttelte den Kopf und erklärte: „Das weiß ich ja. Aber du willst doch bestimmt keine Nacktbilder reinstellen, deshalb sollten die mit schöner Wäsche sein. Zeig mal was du in der Richtung hast!“
„Nix.“ Wehrte ich energisch ab. „Mit meiner Baumwoll-Unterwäsche kann ich mich nicht zeigen, jedenfalls nicht um Kunden zu werben. So was haben die Männer zu Hause, ne Ehefrau mit Oma-Strickstrumpf-Schlüpfer. Nein- ich will Bilder oben ohne, nur mit einer engen Jeanshose mit offenem Reißverschluss. Hab ich in einer Illustrierten gesehen. Das war echt geil. Pass auf, ich zeig dir mal wie!“ begeisterte ich mich und wechselte die Kleidung.
Nachdem wir den richtigen Hintergrund gefunden und einige Aufnahmen in verschiedenen Posen, ohne den Kopf zu zeigen, gemacht hatten, starteten wir den Versuch die Bilder ins Netz zu setzten. Aber es haperte an der nicht vorhandenen Software.
„Geht nicht Mama. Das können wir nur über meinen Laptop machen, auf deinem kann ich nicht einmal mit dem Speicherchip arbeiten. Das olle Ding hat dafür keine Anschlussstelle. Tja, musst du entweder zu mir kommen oder ich bringe meinen Läppi mit.“ Bedauerte meine Tochter ehrlich.
„Gut,“ nickte ich, „dann komm ich nach Feierabend zu dir runter. Brauchst mich nicht abzuholen, ich fahre mit dem Bus. Gegen acht bin ich da.“
Sie lachte wie über einen Witz während sie wissen wollte: „Wie bitte? Wieso Feierabend? Du musst doch hier keine Stempelkarte drücken. Du kannst doch kommen und gehen wann du willst. Komm direkt mit. Auf was willst du warten?“
Ärgerlich belehrte ich sie: „Mein liebes Kind. Es gab hier mal Geschäftszeiten. Diese hatte ich schon wegen der arbeitsunlustigen Weiber auf acht Stunden von 11 bis 19 Uhr gekürzt, obwohl die Öffnungszeiten in solchen Läden überall 12 bis 14 Stunden sind. Daran hatten sich die Kunden gewöhnt. Und genau diese Zeiten werde ich hier einhalten, denn in der Zeit können noch Kunden hier anklingeln. Und genau auf die warte ich. 3 hatte ich ja schon und es werden hoffentlich bald mehr.“
Mit einem verständnislosen Murren verabschiedete sich meine Tochter.
Am Abend setzten wir nur 2 der Fotos in mein miete-mich-Profil, weil die restlichen Aufnahmen nicht gut aussahen. Denn es war für mich nicht einfach mich in Fotopose zu setzen, ich ließ mich ungern fotografieren und meistens sah man das auch. In diesem Fall hatte ich eine schlechte Haltung oder Bea nicht zielgerichtet geknipst, weil ich den Kopf nicht sichtbar haben wollte.
Wir waren uns darüber einig, dass es für mich Zeit war, mal attraktivere Unterwäsche zu kaufen um wirklich reizvolle Aufnahmen gemacht zu bekommen.
Ich blieb über Nacht bei den beiden und fuhr am nächsten Morgen gerädert von Rabeas harter Couch nach Hause.
Im Bus sitzend ließ ich die letzten Wochen untätigen Wartens gedanklich an mir vorüberziehen. Es war eine bescheidene Bilanz. Für eine Hure eher sogar eine schlechte, dachte ich, was mir ein breites Grinsen aufs Gesicht zauberte. Irgendwie machte es mir dennoch Spaß als Rentnerin eine Huren-Karriere zu starten. Karriere? Oh ja, die würde es werden! Da war ich mir sicher. Denn was auch immer ich in meinem Leben gemacht hatte, ob in der Glückspiel- Gastronomie- oder Puffbranche oder auch als Marktschreierin, ich war immer erfolgreich. Und das wollte ich auch im Rentenalter sein und bleiben: wenn schon- denn schon: erfolgreich!
Ich war mir darüber im Klaren, dass es nur einer guten Organisation und ein wenig Anlaufzeit bedürfe, wie in jedem Geschäft. Keinen Augenblick zweifelte ich an meiner Attraktivität und schon gar nicht an meinen Fähigkeiten.
Zu Hause vertrieb ich mir die Zeit mit solch lapidaren Dingen wie Staub saugen und -wischen in meiner großen 5 Zimmer Wohnung von 135 Quadratmetern, die nun für mich alleine viel zu groß war. Das war schnell erledigt, weil die meisten Räume kaum noch benutzt wurden.
Gerade hatte ich mich noch einmal geduscht und geschminkt als es klingelte.
Leckerchen Nummer zwei, mit Namen Berni, stand vor mir.
„Hallo, das ist aber eine nette Überraschung. Wolltest du zu mir?“ fragte ich freudestrahlend.
Der sympathische Stammkunde nahm mich spontan in den Arm, küsste mich auf die Wange und erwiderte schmunzelnd: „Frohes neues Jahr, Chefin. Gerne, du wärest doch ein nettes Neujährchen.“
„ Im Ernst, Berni. Den Massagebetrieb musste ich aus Baurechtlichen Gründen schließen. Ich habe keine Mädels mehr hier. Ich bin nur hier um den Kunden bescheid zu sagen und wer mit mir Vorlieb nehmen will.....“
Weiter kam ich nicht, denn der immer höfliche Berni unterbrach mich erfreut: „Das meinte ich ernst, mit dem netten Neujährchen. Von dir wollte ich schon länger mal massiert werden. Aber mit dem gleichen Service wie bei deinen Mädels auch, ja?“ vergewisserte er sich und damit meinte er eindeutig Sex.
Ich nickte und zog ihn den Gang hinunter hinter mir her.
Das wird doch hoffentlich mal ne geile Nummer. Diesmal werde ich nicht nein sagen, wie bei Holger. Berni den Sahneballen wollte ich doch schon länger mal vernaschen. Mal sehen ob er was bringt. dachte ich erregt.
Berni reichte mir zusammengefaltete Geldscheine, zog sich schnell aus, und ging eilig zielstrebig Richtung Badezimmer. Er kannte sich aus. Aus dem Handtuchregal fischte er im Vorübergehen ein Badelaken und verschwand unter der Dusche. Ich mit dem Geld in meinem Schlafzimmer. Als ich das Romantik-Zimmer betrat hatte Berni bereits die Musik eingeschaltet, das Licht gedämmt und stand nackt neben der großen Matratze. Ich betrachtete ungehemmt den Teil seines Körpers, von dem seine volle Manneskraft aufgerichtet stramm und hoch stand. Ich war ein wenig enttäuscht. Für seine kräftige Statur, Alter und Körpergröße war das Männlein ziemlich bescheiden.
Berni zog mich zu sich heran, warf mit einem Ruck mein Badetuch hinter sich auf den Sessel und küsste mich zart und voller Gefühl. Während des langen liebevollen Kusses hob er mich hoch und ich umklammerte seine Hüften mit beiden Beinen, ohne mit seinem Penis in Berührung zu kommen.
Na ja, wenigstens küssen kann er schon mal. dachte ich und genoss seine Zärtlichkeit. Ich fühlte mich wohl auf seinem Arm.
Dann trug er mich die zwei Schritte zur Matratze und ging langsam auf die Knie um mich nieder zu legen.
Ist ja wie im Kino, ging es mir durch den Kopf und ich fand es total romantisch.
Er wusste was er tat, wie er mit einer Frau umzugehen hatte um sie zu befriedigen. Seine streichelnden Hände, die liebevollen Küsse und seine Zungentechnik, mal zart mal hart, bereiteten mir ein herrliches Gefühlschaos, mal rauf, mal runter. Ich hechelte, stöhnte in den unterschiedlichsten Tönen, überließ mich seinen Händen, hob meinen Unterleib seiner Zunge entgegen und zerfloss vor Geilheit. Es war himmlisch nach langen Jahren wieder einmal ein solches Wonnegefühl zu erleben.
Dann drehte er mich sanft auf den Bauch und ich fühlte das warme Öl auf meinen Rücken tropfen bevor er es sanft einmassierte. Unter seinen sachkundigen weichen Händen entspannte sich mein ganzer Körper wurde das Wohlbefinden zu einem sehnsüchtigen Verlangen nach seinem Schwanz. Ich machte eine Wendung, drehte mich um meine eigene Achse, lutschte und saugte genussvoll an seinem Schwanz und leckte sein frischen haarfreien Eier.
„Komm, ja komm, nimm mich endlich! Steck ihn rein.“ hörte ich mich verlangen, dabei war mir meine eigene Stimme fremd.
Unter kleinen stammelnden Lauten kam er recht schnell zum Höhepunkt. Für mich blieb nur eine kleine Enttäuschung übrig, denn mir war sein Bewegungs-Rhythmus zu langsam um dabei einen Orgasmus zu bekommen.
Nee, Schatzi- du bist zwar ganz lieb, aber ficken kannst du nicht, dachte ich, aber ich fühlte mich trotzdem recht zufrieden. Er hatte mir gut getan.
„Es war sehr schön, Chefin. Ich würde gerne wiederkommen. Wann bist du denn erreichbar?“ fragte Berni zum Abschied.
„Ja, das fand ich auch.“ Bestätigte ich, „ich versuche die alten Geschäftszeiten einzuhalten, schon wegen den Kunden, die unangemeldet kommen, weil sie noch nicht wissen, dass wir geschlossen haben. Aber besser wäre es wenn du vorher anrufst. Du hast doch noch die Nummer?“ erklärte ich und versuchte mir damit den Kunden zu sichern.
Fröhlich trällernd richtete ich später das Romantik-Zimmer wieder her und duschte danach ausgiebig. Das Klingeln meines Handys veranlasste mich in mein Schlafzimmer zu eilen.
Sicher meine liebe Tochter, sprach ich laut mit mir selbst. Doch ich hörte eine Männerstimme als ich das Gespräch annahm ohne auf den Display geschaut zu haben.
„Hallo, hier ist Michael. Kann ich kommen?“ klang es in mein Ohr.
Michael? Welcher Michael, zum Teufel? dachte ich und fragte: „Warst du schon einmal hier, Michael?“
Erstaunen klang aus seiner Stimme als er erwiderte: „Ja, sicher. Vor 2 Wochen, vergangene Woche auch, aber da warst du nicht zu Hause. Ich habe doch gesagt, dass ich immer mittwochs komme. Oder hast du keine Zeit?“
Oh Schreck lass nach. Der Sockentänzer? Oh nein, das muss ich aber nicht haben. Der verdirbt mir jetzt die ganze Stimmung, dachte ich, sagte aber: „Ach du Michael. Entschuldige. Natürlich erinnere ich mich, ich habe nur deine Stimme nicht erkannt. Ja klar, kannst du kommen. Gerne!“
„In 5 Minuten!“ rief er fröhlich.
Tja Mädchen, das sind 50 Euro - die dir jede Woche sicher sind, denn der Kunde scheint ja zuverlässig zu sein. Also, immer nur lächeln. Der Rubel muss rollen - dabei atmete ich tief durch und straffte mich.
Dieses Mal lief die Massage ohne meinen Einsatz ab. Michael wollte nicht eingeölt werden, sondern die Rollen tauschen. Ich musste mich hinlegen und er streichelte mich mehr als das er massierte, erst kurz meine Rückseite, dann die Front. Lange hielt er sich nicht mit der Handberührung auf, denn er war ebenfalls ein Fan der oralen Stimulation. Er schob sanft aber bestimmt meine Schenkel auseinander, legte sich bäuchlings dazwischen und klappte meine Schamlippen auf. Mit leichtem Druck glitt seine Zunge über meine Klitoris hin und her während er mit zarten Händen meine Brustwarzen streichelte. Er war sehr ausdauernd und ich hätte es genießen können wenn ein anderer Mann zwischen meinen Beinen gelegen hätte. Ach lieber Holger, wo bist du? dachte ich seufzend.
Bei Michael hatte ich nur einen Wunsch, dass die Zeit schnell umgehen möge. Mein einziges Gefühl war Abneigung.
Aber ich gab mir Mühe, ihm mit Seufzen und leisem Stöhnen Wohlgefallen vorzuheucheln, damit er in Erregung geriet. Als ich bemerkte, dass er den Körper etwas zur Seite drehte, weil er auf seinem erregierten Penis nicht mehr liegen konnte, wechselte ich die Position, und griff schnell zu und bewegte hart und kräftig seine Vorhaut.
Ein kurzes Keuchen und sein Handzeichen zu stoppen zeigten mir dass er sich erleichtert hatte. Wieder ohne einen Tropfen Sperma auszustoßen. Ein seltsamer Kerl.
Zufrieden ging er ins Bad- und verabschiedete sich danach lächelnd: „Danke dir, dann bis nächste Woche um die gleiche Zeit.“
„Freue ich mich, bis dann.“ Log ich und küsste ihn wieder auf die Wangen.
Na- das war doch heute schon etwas besser, Berni und Michael. Zusammen anderthalb Stunden. So geht es ja langsam bergauf und so darf es auch weitergehen. Fleißiges Mädchen - lobte ich mich selbst und klopfte mir vor dem großen Spiegelschrank auf die Schultern.
Der nächste Tag zog sich elend langweilig wie Gummi. Nichts passierte. Kein Anruf- kein Gast.
„So ein Scheiß!“ erzählte ich meiner Freundin Esther. „Montag Einer- Dienstag null- Mittwoch zwei Gäste aber im Prinzip nur anderthalb- und gestern wieder keiner. Ist doch Käse. Miete-mich hat mir einen einzigen Gast gebracht. Und das war es. Mensch, dafür hier rumzusitzen ist elend langweilig. Und von Holger habe ich jetzt 3 Wochen nichts gesehen und gehört. Von dem bin ich ja vielleicht enttäuscht. Das hatte ich mir alles anders vorgestellt. Ich glaube ich muss doch in der Zeitung inserieren. Wenn ich nur ab und zu eine Anzeige bei euch schalte, nicht hier in unserem Stadtanzeiger sondern in eurem Rundblick, das kann doch mal gut gehen, muss doch nicht gleich Probleme bringen. Oder meinst du die Ordnungsämter lesen auch die Zeitungen der Nachbarstädte? Dann hätten die doch viel zu tun. Nee, ich glaube, ich versuch das mal, wenigstens einmal!“ jammerte ich genervt.
Esther widersprach: „Das denke ich doch. In den Ämtern sitzen Leute die alle diese Anzeigen regelmäßig aufmerksam lesen, auch die aus den umliegenden Städten, da bin ich fast sicher. An deiner Stelle würde ich das lassen. Gibt es denn nicht noch mehr Möglichkeiten im Internet? Nur miete-mich, kann ich mir nicht vorstellen. Wenn du da unter Taschengeld suchst ist das doch ungefährlicher als bei den gewerblichen Weibern in den einschlägigen Zeitungsrubriken.“ Mahnte sie zur Vorsicht.
Leicht geknickt erwiderte ich: „Du hast ja recht, aber ich bin echt genervt von der Warterei. Mensch Esther, welch ein Unterschied zu der Zeitungswerbung. Da klingelte das Telefon so oft, dass man es kaum noch hören konnte und hier war Bewegung. Die Kunden gaben sich manches Mal die Tür in die Hand, auch wenn die nicht alle geblieben sind, aber es kamen welche. Und jetzt? Shit! Das muss sich ändern! „
„Vielleicht wird das noch besser. Warte doch mal ab. Du bist zu ungeduldig.“ Versuchte sie mich zu beruhigen.
„Nee!“ sagte ich energisch: „So geht das nicht. Das halt ich nicht aus. Ich muss was tun. Mir fällt gerade ein, da gibt es noch so ein Forum, da hat mir ein Mädel von erzählt, das heißt, na warte, Ach ja, vögeln.de. Die Kleine hat gesagt, dass sie darauf gut zu tun hatte. Da werde ich jetzt mal reinsehen. Also Süße, ich melde mich wieder. Bussi!“ war ich sofort Feuer und Flamme eine neue Werbemöglichkeit gefunden zu haben.
Sofort öffnete ich das Sex-Forum vögeln.de und stellte fest, dass das von dem gleichen Provider angeboten wurde, also auch die Handhabung ähnlich war. Bis auf die Tatsache das man angeben musste wenn man finanzielle Interessen hatte. Natürlich klickte ich das an, schließlich suchte ich nicht den Mann fürs Leben, sondern Kunden. Ich erstellte umgehend ein neues Profil mit dem Nicknamen: Bodytouch und wieder dem gleichen Passwort: Holger. Aber mit dem Hochladen der Fotos würde ich später wieder einmal Rabea belästigen müssen, weil mein Laptop dazu nicht fähig war.
Zufrieden betrachtete ich mein Werk und war sofort wieder in froher Stimmung, als es klingelte.
Im Türrahmen stand frierend und schmunzelnd, der alte verschrumpelte Peter.
Meine fröhliche Laune war schlagartig verschwunden und der Unterkiefer fiel mir runter, als er gut gelaunt grüßte: „Guten Tag, liebe Ruth, darf ich reinkommen oder komme ich ungelegen?“
„Nein, nein, wieso denn, warum ungelegen?“ stammelte ich verdattert und musste mir große Mühe geben ein Lächeln auf meine entgleisten Gesichtszüge zu zaubern. „ Komm schnell rein - die Kälte ist ja furchtbar. Hier ist es schön warm!“
Er grinste und sagte anzüglich: „Uns wird es gleich noch viel wärmer werden, meine Liebe. Das verspreche ich dir!“ dabei strich er mir mit der einen Hand über den Busen und mit der Anderen griff er zwischen meine Beine.
Ich wäre ihm am liebsten an die Gurgel gegangen, musste aber entgegenkommend bleiben. Deshalb deutete ich auf die Tür zum Bizarr-Raum und bat ihn: „Geh doch schon mal voraus, Peter. Du kennst dich ja aus. Ich komme gleich.“ Schob ihn in das Zimmer und schloss schnell die Tür hinter ihm.
Womit hab ich das verdient? Ausgerechnet dieser alte Grabscher muss mich heute besuchen. Konnte es denn nicht mein Holger sein? Oder wenigstens der Berni? Pfui Teufel, mir wird jetzt schon schlecht. Aber was kann ich machen? Nur Zähne zusammen beißen, dachte ich während ich tief durchatmete.
Dieses Mal würde ich ihm Paroli bieten, das nahm ich mir vor. Freundlich aber bestimmt würde ich ihm klar machen, dass hier nach meinen Regeln gespielt wurde, vom Service her so wie zeitlich gesehen. Auch wenn ich das Geld noch so dringend brauchte, hier bestimmte immer noch ich.
Doch ich hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Peter war penetrant. Er ließ sich weder zur Eile bewegen, sondern machte alles genüsslich langsam, noch ließ er sich davon abhalten zu grabschen. Lediglich zum lecken kam er nicht. Ich war stärker.
Oh ja, ich kniete mich über seinen Kopf, hielt ihm breitbeinig meine heiße Muschi übers Gesicht, nur klemmte ich seinen Kopf so fest zwischen meine Oberschenkel und stemmte ich mich so kräftig gegen seinen Zugriff, dass er es nicht schaffte an meinen Weichteilen zu schlecken. Auch hatte ich genügend Öl in der Hand um sein schlappes Glied heftig zu massieren. Peters Penis spuckte schon nach wenigen Handbewegungen ein paar spärliche Tröpfchen auf seinen mageren Bauch.
Behände hüpfte ich vom Bett nachdem ich ihm ein Papiertuch gereicht hatte und sagte: „Du kannst ins Bad gehen. Ich wasch mir die Hände nebenan.“
Die Zimmertür ließ ich offen stehen und ging schnell in die Gästetoilette.
Lange blieb ich dem Bizarr-Zimmer fern, setzte in der Küche Kaffeewasser auf, zog mir Jeans und Pulli über, und trödelte so lange herum, bis ich glaubte, dass er fertig angezogen sei.
„Wo warst du denn so lange? Kaffee trinken?“ fragte Peter irritiert, als ich endlich den Raum betrat.
Schlagfertig antwortete ich: „Ja, genau. Anziehen kannst du dich ja alleine, oder? Und Zuschauer brauchst du sicher auch nicht. Also was soll ich hier? Da kann ich mir lieber einen Kaffee machen. Oder hast du was dagegen?“
Er brummelte sich was in den Bart, was ich nicht verstand und zog seinen Mantel an.
„Ich bekomme noch das Geld, lieber Peter.“ Sagte ich während ich den Ausgang blockierte. „Und sei bitte so freundlich und mach das demnächst vorher. Ich mag nicht danach fragen müssen.“ Tadelte ich ihn ruhig aber ernst.
Peter nestelte drei zwanziger aus der Innentasche und verlangte: „Ich kriege aber noch zehn zurück. Keine Sorge, ich zahle schon.“
„Sicher.“ Erwiderte ich Kopfschüttelnd und holte das Rückgeld.
Als er weg war schimpfte ich vor mich hin: so ein alter Geizkragen! Aber diesmal hab ich ihm den Weg gezeigt. Der hat mich nur einmal überrumpelt. Jetzt weiß er, für fünfzig gibt es nur ne Massage und sonst nix. Pfui bah, alter geiler Fummler.
Um mich ein wenig abzulenken ging ich in die nahegelegene City und kaufte mir neue Unterwäsche und Kuchen.
Mit Kaffee und einem großen Stück Torte setzte ich mich an meinen Laptop und öffnete mein neues Profil bei vögeln.de.
Sofort stach mir eine Mitteilung des Providers ins Auge: Profile mit finanziellen Interessen sind kostenpflichtig. Bitte lesen Sie unsere Bedingungen.
Aha! Also las ich dass ich für sechs Monate 100 Euro bezahlen musste, oder der Hinweis dass ich ein Taschengeld für meine Dienste verlangte würde nicht in meinem Profil ausgewiesen.
„Tja, das sind 16 Euro im Monat. Dagegen kannst du aber nichts haben.“ Meinte Esther, als ich sie anrief.
„Na ja, das ist nicht viel, das stimmt. Aber wenn das so schlecht läuft wie miete-mich, dann lohnt sich das nicht.“ Murrte ich.
Esther gab zu bedenken: „Das weißt du ja nicht. Das Mädel hat dir doch erzählt, sie hätte durch vögeln. de so gut verdient. Das Risiko musst du eingehen oder nicht. Aber was willst du machen? So geht es doch auch nicht.“
„Ja, du hast recht. Mach ich auch. Versuch macht klug. Zeitungswerbung ist viel teurer. Kann ich ja notfalls immer noch machen. Ja- sag nix- ich weiß, ist zu riskant. Also zahl ich das gleich mal ein und dann fahr ich zur Bea. Hi hi, ich hab mir geile Unterwäsche gekauft, ich muss bessere Fotos machen. 2 Garnituren, weiße fast durchsichtige, und grüne mit Spitzenhöschen. Also, bis morgen, meine Süße.“ Freute ich mich schon auf die Abwechslung.