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Das Leben ist das, wozu wir es machen

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DAS LEBEN IST DAS, WOZU WIR ES MACHEN

Hier schließt sich der Kreis. Ganz am Anfang dieser Einführung steht – aus gleicher Quelle – die Formel dieses Buches, Nietzsches Zitat: „Sei Du selbst – das bist Du alles nicht, was Du thust, meinst, begehrst“. Es besagt, dass man sich niemals am Ziel, immer nur in einer bestimmten Stufe des Lebens und seiner Entwicklung befindet. William James kommt zu einem ähnlichen Schluss: Das Leben ist das, „wozu wir es machen“ (zit. in Konersmann, Melancholie, S. 170). Das ist die psychologische Version dessen, was Immanuel Kant als „Zweck an sich“ bezeichnet hat: Der Mensch, das ist das Leben, das bist Du selbst mit deinen eigenen Zielen. Diese Ziele muss man erst einmal entdecken – oder wiederfinden. Gerade, wenn Du denkst, das bist Du selbst, bist Du es nicht. Keiner kann Dir im Prinzip in Dein Leben hineinpfuschen – und nur Du selbst hast es in der Hand. „Du selbst zu sein“, ist das Ziel. Der Antrieb auf dem Weg dorthin wird die Neugier sein. Die Erkenntnis, vielleicht jemand anderes zu sein, als das, was man „tut, meint, begehrt“, ist vielleicht ein gutes Zwischenergebnis – oder das, was Nietzsche mit „Ausströmung von Licht und Wärme, liebevolles Niederrauschen nächtlichen Regens“ meinte: Erleichterung, und das gute Gefühl, aus der Gewohnheit auszubrechen und auf dem richtigen Wege zu sein: „Gewiss, es gibt wohl andere Mittel, sich zu finden (...), aber ich weiß kein besseres, als sich auf seine Bildner und Erzieher zu besinnen“, sagt Nietzsche im gleichen Zusammenhang (Unzeitgemäße Betrachtungen, Werke Bd. 1:340). Das sind Ihre Coache.

Was wir jetzt besonders brauchen können, ist ein bisschen Pragmatismus. Die „Bildner“ unseres modernen Lebens sind Coache – und wir brauchen mehr denn je davon. Coaching bedeutet Kommunikation von höchster Qualität zu betreiben: auf seinem ureigenen Gebiet zu agieren, sich in die Situation anderer zu versetzen und mit seiner Brillanz anderen Menschen zu Brillanz auf ihrem Gebiet zu führen. Coaches sind deshalb weder Manager, noch Unternehmensberater oder Motivatoren – sondern Leute, die anderen Menschen ihre Stärken klar machen und auf diese Weise neue Energien freisetzen. Die deutsche Kulturgeschichte besitzt mit ihrem Aktivposten, der Aufklärung, und deren Heroen die besten Voraussetzungen für Coaching. Als einzige Kultur in der westlichen Hemisphäre hat sie die alten kartesianischen Werte von Mechanik, Wissenschaft und Fortschritt zugunsten eines Humanismus erhalten. Die Helden des „Coaching“ sind Kant, Goethe & Co.. „Licht, Liebe, Leben“ – die Herren wussten schon, wovon sie redeten.

Es steht alles, was man braucht, zur Verfügung: Ihre besondere Brillanz, die kein anderer Mensch besitzt. Milliarden von Menschen, deren Neugierde Sie wecken. Und ein Werkzeugkasten mit hundert Tools, die eine Service-Ökonomie braucht und die Sie zum Coach in Ihrem Metier machen. Wir werden Ihnen zeigen, wie es funktioniert.

Willkommen im Licht.

Willkommen im Leben.

Willkommen im Team.

Coaching

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