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2.4.1 Aufbau der Ausbildung

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Die Ausbildung nach Silviahemmet ist für alle Zielgruppen gleich, wobei die Themen unterschiedlich intensiv bearbeitet werden. Sie dauert je nachdem wenige Tage bis etliche Monate. Ausgebildet werden Pflegeteams, Familienhelferinnen, Familienbildnerinnen und -bildner, Pflegekräfte, Altenpflegerinnen und -pflegehelfer, Ärztinnen und Ärzte, etc.

Pflegewissenklinische Ausbildung – Kombination von Theorie und Praxis

Typisch für die verschiedenen Ausbildungsangebote ist die klinische Ausrichtung, also die unmittelbare Verbindung von Theorie und Praxis. Dabei überzeugt ein Lösungsansatz, der sich stark an den in der Praxis entstehenden Herausforderungen und Problemen orientiert. Evaluationen in verschieden Projekten haben gezeigt, dass mit dieser Art der Ausbildung und Arbeit etwa herausforderndes Verhalten deutlich seltener auftritt, körpernahe Fixierungen vermieden werden können, die Mitarbeitenden zufriedener sind und die Angehörigen sich als gut begleitet erleben (Hoffmann et al. 2020; Sottong & Tucman 2015).

Die Ausbildung erfolgt in Schweden in enger Anbindung an die Tagespflege Silviahemmet in Drottningholm und hat folgenden Aufbau:

• Theoretischer Input (Palliative Philosophie, vier Säulen: Symptomkontrolle/person centered care, Team, Kommunikation, Angehörige)

• Diskussion, Reflexion, Erfahrungsaustausch

• Übungen

• Praktische Fallbesprechungen

• Praxisaufgaben

• Praxisanleitung

Unabhängig von der Zielgruppe und der Ausbildungszeit gehören folgende Inhalte zur Ausbildung:

• Zentrales Nervensystem

• Leben im Alter

• Typische Erkrankungen im Alter

• Demenz (Formen, Verlauf, Diagnostik, Therapie, Prävention, Medikation)

• Unterstützung der Tagesstruktur

• Inkontinenz

• Kommunikation und Begegnung

• Eine »gute Umgebung« (Anordnung des Mobiliars, Farbgebung zur besseren Orientierung, etc.)

• Aktivitäten

• Ernährung

• Einbeziehung in den Alltag

• Musiktherapie

• Technische Hilfsmittel

• Unterstützung der Familie/Angehörigen

• Teamwork

• Ethische Aspekte und existenzielle Fragestellungen

Themenhefte

Begleitend zur Ausbildung sind bereits in der Zeit von Prof. Barbro Beck-Friis Themenhefte zum »Leben mit der Demenzerkrankung« entstanden. Ziel war es, ein größeres Verständnis für das Krankheitsbild Demenz zu schaffen und für Angehörige und Pflegepersonal das aktuelle Wissen aufzubereiten. 2009 wurde das Material von der Pflegewissenschaftlerin Margareta Skog (RNT MSc) komplett überarbeitet und unter anderem ins Deutsche übersetzt.

Begleitung und Versorgung von Menschen mit Demenz nach Silviahemmet

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