Читать книгу Ich wollte nie verlieren - ein Frauenschicksal - Anne Karin Elstad - Страница 10

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Montag früh erwacht Maria mit einem Gefühl, als wäre Wochenende. Auf dem Nachttisch steht ein Tablett mit Kaffeekanne, Broten und Zeitung, das war Fredrik, bevor er gegangen ist. Sie sitzt mit ihrer Kaffeetasse im Bett, blättert in der Zeitung, genießt das unglaubliche Wohlbehagen, sich aalen zu können, an einem ganz normalen Arbeitstag faulenzen zu dürfen. Und sie denkt daran, daß sie gestern die letzte Tablette genommen hat.

Sie steht auf und zieht die Vorhänge auf. Dasselbe abscheuliche Wetter, Regen, mit Schnee vermischt, grau, unangenehm. Für einen Moment ist sie versucht, wieder ins Bett zu kriechen, zurück in die behagliche Wärme, aber den Tag auf diese Weise zu vertun, kann sie sich nicht leisten. Nachdem sie sich geduscht und zurechtgemacht hat, fühlt sie sich voller Elan. Sie beginnt mit den Kinderzimmern, befestigt die alten Plakate wieder, hängt die Bilder auf, stellt die Bücher in die Regale zurück. Ein bißchen wehmütig blättert sie in den Büchern, »Fräulein Detektiv«, Jugendromane, Erinnerungsalben und selbstgemachte Bücher mit ausgeschnittenen Bildern. Das gehört einer anderen Zeit an, trotzdem stellt sie alles an seinen Platz, dorthin, wo es vorher war.

Sie erledigt unglaublich viel im Haus, und ihre Stimmung steigt. Zwischendurch eine Zigarettenpause mit einer Tasse Kaffee. Dabei spürt sie, wie gut es tut freizuhaben.

Als die Essenszeit heranrückt, fährt sie ins Geschäft, kauft Beefsteak. Dazu macht sie gebackene Kartoffeln, Sauce Béarnaise, einen guten Salat und verspürt ununterbrochen die Wochenendstimmung in ihrem Körper.

Als Anders und Fredrik am späten Nachmittag nach Hause kommen, finden sie einen festlich gedeckten Tisch vor.

»Du lieber Himmel, was für eine Überraschung!« seufzt Fredrik. «Stell dir vor, nach Hause an einen solchen Tisch zu kommen und zu einer Frau, die immer da ist.«

In diesem Moment merkt sie, wie schön es wäre, wenn sie zu Hause bleiben und sie jeden Tag so empfangen könnte. Diesen Traum hat sie häufiger, allerdings würde das auf die Dauer nicht besonders gutgehen.

Noch bevor die Mahlzeit beendet ist, fängt das Flimmern vor ihren Augen wieder an. Schuld gibt sie dem einen Glas Rotwein, das sie getrunken hat. In letzter Zeit ist sie erfinderisch geworden, um Erklärungen dafür zu finden. Einmal ist es der Streß, ein anderes Mal der Farbengeruch im Haus, und jetzt – der Rotwein.

Sie beißt die Zähne zusammen, räumt nach dem Essen den Tisch ab, Fredrik sagt sie nichts davon. Sie kann seinen sorgenvollen Blick nicht ertragen.

Erschöpft legt sie sich auf die Couch. Die Abendzeitungen, auf deren Lektüre sie sich gefreut hatte, muß sie beiseite legen. Es hat keinen Sinn zu lesen, wenn die Buchstaben vor den Augen verschwimmen.

Während sie so daliegt, wird sie gewahr, daß sich ihre Menstruation ankündigt. Zu erkennen an dem Schüttelfrost, der durch den Körper geht und dem Hitzewellen folgen, an dem körperlichen Unwohlsein. Aber ein bißchen ist sie auch gespannt auf diese künstliche Menstruation, die sie nun bald bekommt, fragt sich, ob etwas anders sein wird als vorher.

Dienstagabend streiten sie wieder. Das heißt, Streit kann man es nicht nennen. Maria flucht und wettert. Fredrik geht lediglich mit ein paar bissigen Bemerkungen darauf ein, ansonsten sagt er keinen Ton, ist gekränkt. Sein Schweigen macht sie wahnsinnig.

»Könntest du dich wenigstens wie ein normaler Mensch äußern!« schreit sie und rennt ins Bad.

Wieder hat sie das Gefühl, gemein, ekelhaft, schuldig zu sein. Sie zieht sich aus und bleibt vor dem großen Spiegel im Bad stehen. Normalerweise hat sie ein gutes Verhältnis zu ihrem Körper, nicht aber jetzt, nicht heute abend. Mit Ekel und Abscheu stellt sie fest, daß ihr Bauch weh tut, hart und dick ist, daß ihre Brüste schwer sind und schmerzen. Sie betrachtet sich von oben bis unten, sieht die angeschwollenen Beine und Fußgelenke. Wasser, der ganze Körper kommt ihr vor wie eine mit Wasser gefüllte Wurst.

Sie duscht, wäscht sich die Haare, zieht ihren Bademantel über, will sich ihren Anblick ein zweites Mal ersparen. Sie fönt das Haar trocken, fühlt sich besser.

Dann kommt Fredrik und sagt, sie werde am Telefon verlangt.

»Eins von den Kindern?«

»Nein, eine Frau, die sich mit Åse Holte vorgestellt hat. Soll ich sagen, du bist beschäftigt?«

»Nein. Um Gottes Willen, nein!« sagt sie und läuft zum Telefon. Sie weiß, noch bevor sie den Hörer in der Hand hat, daß etwas Schlimmes geschehen sein muß. Åse Holte ruft nicht bei ihr zu Hause an, ohne daß etwas Furchtbares passiert ist.

»Ich rufe aus dem Krankenhaus an. Es handelt sich um – Stein. Überdosis.«

»Ich komme«, sagt Maria, und zu Fredrik: »Der Anruf kam aus dem Krankenhaus. Ich muß hinfahren. Es geht um... Es geht um einen meiner Jungen.«

Sie zieht sich schnell an und läuft zum Auto.

»Meine Jungen«, hatte sie gesagt. Ja, das entspricht ihrem Gefühl. Ihre Jungen, ihre Mädchen. So soll es bleiben. Es ist nicht das erste Mal, daß sie ins Krankenhaus gerufen wird. Häufig ist es gut gegangen, manchmal allerdings... Nein, man darf gar nicht dran denken.

Im Innern betet sie, daß er durchkommen möge. So ungerecht kann es im Leben doch nicht zugehen, daß ausgerechnet jetzt so etwas geschieht. Wie gerne hätte er sich helfen lassen. Sie versucht sich damit zu trösten, daß das auch schon früher schon öfters passiert ist, daß er schon viele Male gerettet wurde.

Am äußersten Ende des Korridors findet sie Steins Mutter, steif und verkramft. Es sieht nicht so aus, als hätte sie Marias Kommen bemerkt. Maria setzt sich neben sie auf die Couch.

»Wie geht es ihm?«

»Ich weiß nicht. Per hat ihn gefunden. Er lag in seinem Bett«, sagt sie mit tonloser Stimme. «Per hat einen Krankenwagen gerufen, danach hat er mich geholt. Ich war mit den Kleinen im Kino. Seit Monaten bin ich zum ersten Mal weggegangen, und Stein selbst hatte vorgeschlagen, daß ich gehen solle, es würde mir guttun, rauszukommen.«

Sie schlägt die Hände vors Gesicht.

»Warum bin ich nur gegangen? Ich hätte doch wissen müssen...«

Maria findet kein tröstendes Wort, empfindet nur Hilflosigkeit beim Anblick des Schmerzes im Gesicht der Mutter.

»Wo ist Per jetzt?«

»Zu Hause, bei den Kleinen.«

Aus einem der Räume kommt ein Arzt. Die beiden Wartenden sehen ihm an, welche Botschaft er zu überbringen hat.

»Wir haben alles getan, was wir tun konnten, Frau Holte, aber leider, es war zu spät.«

Für einen Augenblick sieht Åse Holte den Arzt verständnislos an, dann dreht sie sich zu Maria herum. Maria legt die Arme um sie, spürt, wie der magere Körper von einem schmerzhaften, tränenlosen Schluchzen geschüttelt wird. Und Maria denkt, während ihre Augen von Tränen blind sind, daß diese Frau keine Tränen mehr hat.

Åse Holte faßt sich schnell wieder, nimmt sich zusammen, wie Maria das früher schon so oft an ihr beobachtet hat.

»Darf ich zu ihm rein?«

»Ja«, sagt der Arzt still.

»Soll ich mitkommen?« fragt Maria.

»Nein. Ich will allein mit ihm sein.«

Es vergeht eine lange Zeit, bis sie wieder zurück ist. Als sie kommt, ist ihr Gesicht gedunsen, angeschwollen von verdrängtem Weinen. Von Tränen jedoch keine Spur.

»Warum mußte das geschehen? Stein – er war ein guter Junge, so feinfühlig...«

Sie wendet sich von Maria ab. Der schmächtige Rücken zuckt, und Maria vermutet, daß sie nun endlich weinen kann. Sie geht zu ihr, umarmt sie. Da reißt sich die Frau von Maria los, blickt ihr direkt in die Augen.

»Ich hasse euch alle, ihr seid schuld, daß so etwas geschehen kann!« sagt sie leise und hart.

Maria starrt sie an, erfüllt von einer großen und fürchterlichen Angst. Was hat sie gesagt?

Während sie Åse Holte nach Hause fährt, herrscht Schweigen. Maria kommt sich vor wie in einem bösen Traum, sie hat keine Worte mehr.

Sie zittert so sehr am ganzen Körper, daß sie große Schwierigkeiten hat, mit dem Auto nach Hause zu kommen. Die ganze Zeit hat sie Åse Holtes Stimme im Ohr. »Ihr seid schuld, schuld, schuld...« Sie wünscht sich, sie könnte weinen, aber sie hat keine Tränen.

Als sie nach Hause kommt, ist es nach Mitternacht. Fredrik ist noch auf und wartet auf sie.

»Na?« sagt er und schaut sie fragend an.

»Nein. Er ist gestorben.«

Noch immer wird sie von Frost geschüttelt, der aus ihrem tiefsten Innern kommt. Sie läßt sich in einen Sessel sinken, verbirgt das Gesicht in ihren Händen.

»Herrgott. Ich halte das bald nicht mehr aus. Ich schaff es nicht.«

Fredrik legt ihr eine Decke über die Beine, schenkt ein Glas Kognak ein, randvoll. Sie nimmt es mit beiden Händen entgegen, dennoch schwappt eine ganze Menge über, als sie das Glas zum Mund führt und trinkt.

»Danke. Vielen Dank!«

Er setzt sich ihr gegenüber auf die Couch.

»Wir müssen darüber reden«, sagt er. »So kannst du nicht weitermachen. Dein Leben besteht nur noch aus Arbeit, Maria. Dein Job frißt dich auf, zerstört alles, was unser gemeinsames Leben ausmachen sollte.«

»Das weiß ich.«

»Wie du sagst, ist einer deiner Jungen gestorben. An einer Überdosis, wenn ich recht verstehe. Ich begreife, daß das grausam ist und dir Kummer bereitet, daß du deswegen vielleicht auch Schuldgefühle hast. Aber es hat keinen Sinn, daß du das so schwernimmst, so persönlich, wie eine Niederlage für dich

»Ist das etwa keine?«

»Doch, ich glaube auch, daß es eine ist. Aber stell dir vor, alle Ärzte, Krankenpfleger würden es so schwernehmen wie du! Dann hätte das Gesundheitswesen dieses Landes bald kein Personal mehr. Wenn du in diesem Job weitermachen willst, mußt du lernen, eine professionelle Beziehung dazu herzustellen. Nach all den Jahren solltest du das gelernt haben. Nicht zum ersten Mal sehe ich dich wie jetzt. So kannst du nicht weitermachen, du darfst dich nicht in dieser Weise von Einzelfällen beeindrucken lassen.«

»Das weiß ich doch alles.«

»Ja, aber ich kann es nicht mehr mit ansehen. Dieser Junge, ich kenne ihn, ich habe ihn in der Stadt gesehen, er war jahrelang in der harten Drogenszene. Kannst du dir nicht vorstellen, daß das, was passiert ist, vielleicht das beste ist, was passieren konnte, sowohl für ihn als auch für seine Familie?«

»Aber so kann ich nicht denken. Worin liegt dann der Sinn meiner Arbeit? Das beste, was passieren konnte? Auf diese Art ein Kind zu verlieren? Herrgott, er war erst zwanzig...«

Nein, eine solche Diskussion erträgt sie nicht. Das ist verrückt, sie muß damit aufhören. Sie schaut auf die Uhr.

»Nein, so geht das nicht. Ich will morgen nach Oslo fahren.«

»Mußt du unbedingt?«

»Ja, ich muß.«

Nachdem sie ins Bett gegangen ist, spürt sie noch immer die große Kälte in ihrem Innern. Sie preßt sich an Fredriks Rükken, stiehlt sich von ihm Wärme.

Sie liegt wach und denkt an Stein Holte. Denkt an Fredriks Worte, daß das, was passiert ist, vielleicht das beste sei. Sie hatte das gleiche gedacht, ohne es sich einzugestehen. Ein entsetzlicher Gedanke, der gar nicht erst aufkommen darf. Nicht wenn man diese Arbeit hat, niemals. Die Hoffnung zu verlieren, das wäre das Ende. Das würde bedeuten, daß man aufgegeben hat. Sie erinnert sich an den Tag, als er zum letzten Mal bei ihr war, er und seine Mutter. Ihr fällt ihre Vorahnung ein, die sie bei seinem Anblick hatte. Das Gefühl, daß etwas Furchtbares geschehen würde, daß alles zu spät sei, für ihn.

Hat er es absichtlich, in vollem Bewußtsein getan? Auch das ist ein furchtbarer Gedanke, aber alles deutet darauf hin. In seinem Bett, während alle anderen außer Haus waren. Vielleicht hat er darin die einzige Lösung gesehen? War das am Ende vielleicht seine Art, die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen, für das Leben der übrigen Familienmitglieder?

Sinnlos, weiter darüber nachzugrübeln. Es gibt doch keine Antwort.

Am Mittwochvormittag bleibt sie lange liegen und schläft sich aus. Geweckt wird sie durch das Telefon. Benommen und durchgeschwitzt taumelt sie aus dem Bett, bemerkt, bevor sie zum Telefon eilt, den großen, rostbraunen Fleck auf dem Laken.

Åse Holte ist am Apparat. Sie sagt, es tue ihr leid, was sie heute nacht von sich gegeben habe. Nicht sie, Maria, sei damit gemeint gewesen. Sie sei Maria dankbar für alles, was sie für sie getan habe.

Verzagt sitzt Maria am Telefon. Warum dieser Anruf jetzt?

Warum mußte sie daran erinnert werden?

Sie hatte sich so auf diese freie Woche gefreut, und was ist daraus geworden? Das einzige, was sie sich wünscht, ist Ruhe. Ruhe.

Åse Holte ist für sie zu der Mutter geworden. Ein Sinnbild all der anderen unglücklichen Mütter, zu denen sie durch ihre Arbeit Kontakt hat. Alles, was sie früher empfand, wird von der Hoffnungslosigkeit überdeckt, die sie jetzt ergriffen hat. Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle und ein ohnmächtiger Zorn. Sie fühlt, daß nach den Geschehnissen dieser Nacht nichts mehr so sein wird wie früher.

Ein Kloß sitzt ihr im Hals, schmerzhaft wie ein Geschwür, zum Weinen fehlt ihr jedoch die Kraft. Sie hat zu nichts mehr Kraft.

Sie geht ins Bad, um sich zurechtzumachen. Blutdurchtränkt die Binde, die sie trägt, der Schlüpfer, das Nachthemd. Das heißt, Blut ist es nicht. Was aus ihr heraussickert, ist ein spärliches, dickflüssiges, bräunliches Rinnsal. Das also soll eine »menstruationsähnliche Blutung« sein. Eine chemische Menstruation, geht es Maria durch den Kopf. Chemisch, genauso war ihr Körpergefühl in der letzten Zeit.

Das Frühstück steht auf dem Tisch, die Kanne mit Kaffee. Sie zwingt sich, eine Scheibe Brot zu essen. Danach bleibt sie noch mit der Zeitung sitzen, bei Kaffee und einer Zigarette. Urplötzlich überkommt sie eine tiefe Müdigkeit. Ihr Körper, ihr Kopf erscheinen ihr schwer wie Blei, ihr ist, als hätte man ihr einen Sack über den Kopf gezogen. Lange sitzt sie da, starrt nur vor sich hin. Sie erhebt sich, schleppt sich zur Couch, breitet eine Decke über sich aus und läßt sich auf das Kopfkissen fallen. Sie ist so müde, daß sie kaum einen Finger rühren kann. Und dann auch wieder dieses wahnsinnige Flimmern vor den Augen und dazu noch das störende Dröhnen im Kopf, intensiver als je zuvor.

Eine Reaktion auf die Strapazen der letzten Zeit, denkt sie, auf die Geschehnisse von heute nacht. Das ist das eine – und außerdem diese merkwürdige Menstruation, die sie bekommen hat.

Sie liegt da, und ihre Unruhe nimmt zu. Sie will mit dem Nachmittagszug nach Oslo fahren, sie muß den Koffer pakken, sich zurechtmachen. Ein paar Aufgaben sind noch nicht fertig korrigiert, das kann sie im Zug erledigen. Aber jedesmal, wenn sie sich aufrichtet, fällt sie in das Kissen zurück, vollkommen erschöpft. Bis sie einsieht, daß es keinen Zweck hat. Heute kann sie nicht fahren. Nicht, wenn sie sich so elend fühlt wie jetzt.

Sie kommt wenigstens soweit auf die Beine, daß sie telefonieren und den Termin im Ministerium für den nächsten Tag absagen kann. Sie ruft auch Lise an und erzählt ihr, wie schlecht es ihr geht. Daß sie vielleicht morgen komme. Wenn nicht, werde sie Bescheid geben.

Entmutigt sieht sie die Unordnung in der Küche, aber mehr als die Milch in den Kühlschrank zu stellen, schafft sie nicht. Das andere kann stehenbleiben. Sie taumelt zur Couch zurück.

So findet Anders sie vor und erschrickt.

So findet Fredrik sie vor und erschrickt noch mehr.

»Ich fahre nicht«, sagt sie voller Kummer.

»Nein, das fehlte auch noch«, antwortet Fredrik.

Auch fast den ganzen Donnerstag liegt sie auf der Couch, aber gegen Abend fühlt sie sich besser. Sie ruft Lise an und sagt ihr, daß sie morgen mit dem Vormittagszug ankommen werde. Dann könne sie auf alle Fälle den Termin mit den Kursteilnehmern wahrnehmen.

Jetzt blutet sie richtig. Dünnes, frisches Blut. Das ist auch nicht, wie es sein sollte. Wird das jetzt immer einmal im Monat so sein? Kann sie dadurch zu einer Invalidin werden? Aber auch dafür findet sie einen Trost: Daß ihr Körper sich an diesen künstlichen Rhythmus gewöhnen muß und sich alles stabilisieren wird. Das ist klar, sagt sie sich. So ist es nun mal.

Ich wollte nie verlieren - ein Frauenschicksal

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