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Umweltfaktoren

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Umweltfaktoren fragen nach der aktuellen sozialen und materiellen Umwelt. D. h. hier werden sowohl bauliche oder technische Förderfaktoren (Hilfen), als auch Barrieren (fehlende Hilfen oder Zugangsbarrieren) benannt. Auf der anderen Seite spielen soziale Förderfaktoren und Barrieren eine Rolle. Diese können unterteilt werden in personelle Beziehungen und Unterstützungen, sowie einstellungsbezogene Faktoren, die hilfreich oder hinderlich wirken. Personelle Unterstützungen und Beziehungen fragen danach, wer der betroffenen Person emotionale oder assistierende Unterstützung gibt bzw. in welchen Situationen diese Unterstützung fehlt. Einstellungsbezogene Faktoren fragen nach individuellen bzw. gesellschaftlichen Einstellungen gegenüber der gesundheitlichen Situation der betroffenen Person. Ein Beispiel wären Stigmatisierungen oder das fehlende Vertrauen in die Fähigkeiten der betroffenen Person.

Abschließend wird nach den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gefragt, in der die betroffene Person lebt. Soweit diese einen Einfluss haben, sind sie zu beschreiben. Die ICF unterscheidet in Dienste, Systeme und Handlungsgrundsätze.

Ein System im Sinne der ICF ist bspw. die Pflegeversicherung. Förderlich wäre, wenn jemand alle ihm zustehenden Leistungen nach dem SGB IX voll ausschöpft. Eine Barriere könnte sein, wenn ein Antrag lange nicht beschieden wurde.

Dienste sind bspw. ambulante Dienste, die bei der Pflege unterstützen oder Angebote zur Freizeit und zur Tagesstruktur anbieten.

Handlungsgrundsätze sind bspw. die Nutzung bebilderter Arbeitsanweisungen durch den Arbeitgeber oder ein Busfahrplan, der mit Farben und Piktogrammen statt Schriftsprache arbeitet.

Pflege von Menschen mit geistigen Behinderungen

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