Читать книгу Hexenjunge - Bo R. Holmberg - Страница 8

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Olof hatte keine Engel gesehen.

Enttäuscht stellte er fest, dass er die Gabe wohl nicht besaß. Aber er sagte nichts zu Johan.

Sie schliefen auf dem Pfarrhof. Der Pfarrer hatte ihnen ein Zimmer in einem der Flügelgebäude vorbereitet.

»Eigentlich müssten wir im Haupthaus schlafen«, sagte Johan. »Wir sind bedeutsam. In Härnösand durfte ich in den Haupthäusern schlafen.«

In Härnösand war er im letzten Jahr gewesen.

Aber Mutter hat er trotzdem nicht gesehen, dachte Olof.

»Dort habe ich ihnen die Hexen gezeigt. Es gab dort viele, die das Zeichen des Teufels trugen. Und dann habe ich mein Wissen erweitert. Jetzt kann ich alles sehen.«

»Mutter auch?«, fragte Olof.

»Nur das Verborgene kann ich sehen und das brennende Zeichen.«

Sie lagen in einem Bett, der eine mit dem Kopf am Kopfende, der andere mit dem Kopf am Fußende, wie sie früher geschlafen hatten. Und jetzt würde Johan ihm etwas erzählen wie früher, nicht nur von Engeln.

Johan stieß Olofs Fuß an.

»Bald kannst du auch sehen«, sagte er, »und Hexen bezeichnen.«

»Aber dann«, fragte Olof, »wenn du die Hexe bezeichnet hast, was passiert dann?«

»Dann wird Gericht gehalten, dann kommt die Kommission und die Frauen werden verurteilt. Ich war auch Zeuge, in Härnösand.«

Mutter war auch verurteilt worden und saß im Zuchthaus.

»Wofür werden sie verurteilt?«

Johan richtete sich heftig auf.

»Das hab ich dir doch erklärt. Sie halten Festmahl mit dem Satan. Aber sie essen kein richtiges Essen. Sie essen Kröten und Ratten. Und sie feilen an den Ketten, wenn der Böse gefesselt ist. Es ist richtig, was wir tun. Jetzt schlafen wir.«

Olof legte sich zurecht. Es war gut, nicht allein zu sein und gejagt zu werden, mit seinem Bruder zusammen zu sein. Er konnte so viel. Er besaß das Wissen. Selbst konnte er, Olof, nichts. Er konnte nicht einmal die Engel sehen.

Hexenjunge

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