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Seinem Misstrauen verdankte Ralston sein Leben. Als er sich den Felsen näherte, verschwanden gerade Franky und Hump im Torrancecreek Canyon. Das Gewehr über dem Sattel, ritt Ralston auf seinem ausgepumpten Pferd in die Schlucht hinein. Da sah er die Felsbrocken, die quer auf dem Wege lagen und ihn versperrten. Flüchtig erkannte er, dass dies vielleicht der Grund für Humps und Frankys Abbiegen gewesen sein konnte. Doch viel weiter kam er mit seinen Gedanken nicht. Plötzlich blitzte ein Gewehrlauf im Sonnenlicht. Misstrauisch, wie Ralston jetzt ohnehin war, zügelte er sein Pferd, und da pfiff schon eine Kugel.

Der Fuchs bäumte sich auf und drohte Ralston abzuwerfen. Das Echo des Schusses hallte vielfach an den Bergwänden wider. Das Tier war nicht getroffen, aber es scheute. Dadurch entging Ralston auch der zweiten Kugel; diese traf den Fuchs. Ralston kam noch rechtzeitig aus dem Sattel und lief geduckt hinter einen Felsvorsprung. Doch dabei erwischte ihn die dritte Kugel am Unterarm.

Vor Schmerz brüllte Ralston auf und ließ das Gewehr in den Sand fallen. Er umklammerte den verletzten Arm und duckte sich hinter den Felsen. Hastig wickelte er sein Halstuch um die Wunde. Dann versuchte er kriechend, sein Gewehr zu sich in die Deckung zu ziehen. Doch um ein Haar wäre er wieder durch eine gutgezielte Kugel getroffen worden. Diesmal zischte das Geschoss haarscharf am Kopf vorbei.

Es gelang dem Rancher nicht, das Gewehr wieder in seinen Besitz zu bringen. Vielmehr musste er tatenlos abwarten, bis der Mordschütze die Offensive ergriff. Dass es sich entweder um Hump oder um Franky handelte, stand für Ralston außer Zweifel.

Die Wunde begann wieder zu schmerzen. Ralston schimpfte vor sich hin und wünschte dem Mordschützen die Pest an den Hals. Dann blickte er auf sein Pferd, das jetzt reglos im Sande lag.

Es war schon Abend, als der Rancher einen Blick auf die Landschaft wagte. Niemand beschoss ihn. Der Mordschütze schien verschwunden zu sein. Als Ralston sicher war, nahm er sein Gewehr und suchte die Felsen ab. Nichts regte sich. Am Himmel tauchten einige Geier auf, die gierig zu dem toten Pferd herunteräugten.

Wütend, mit schmerzverzerrtem Gesicht, machte sich Ralston, der große Rancher und Herr des Distrikts, zu Fuß auf den Heimweg. Wenn er Glück hätte, konnte er die Ranch am Morgen erreichen.

Mit Verwünschungen auf den Lippen stapfte Ralston durch den Sand. Die Gicht plagte ihn, die Wunde schmerzte, und die Wut schien ihn fast um den Verstand zu bringen.

Der Rächer reitet nachts

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