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ОглавлениеKAPITEL 3
Die Verbindung zwischen Mann und Frau
Die Pflege unserer Gleichheiten und Unterschiede
»Der Körper ist die nach außen gedrehte Seele …
das den Jahreszeiten zugewandte Gesicht der Seele.«
Jane Roberts
Neben den offensichtlichen Unterschieden gibt es zwischen dem männlichen und dem weiblichen Körper viel mehr Ähnlichkeiten, als äußerlich in Erscheinung treten. Der auffälligste Unterschied besteht jedoch darin, dass Männer bis zu zehnmal mehr vom Hormon Testosteron produzieren als Frauen (30 bis 200 Mikrogramm kreisen im Körper des Mannes, im Vergleich dazu sind es bei den Frauen 5 bis 20 Mikrogramm). Das gestattet es dem Mann, körperlich größer zu werden und mehr Muskelmasse zu entwickeln (allerdings kann es sich auch verheerend auf seine Haarpracht auswirken); Testosteron bringt zudem mehr kraftvolle Yang-Energie hervor. Dieses den Ehrgeiz anstachelnde Hormon, das vor allem in den männlichen Hoden produziert wird, ist auch die eigentliche Ursache dafür, dass der Mann gegenüber seinem Körper und der Pflege seiner Gesundheit gewöhnlich eine eher beiläufige und scheinbar desinteressierte Haltung zur Schau stellt und sich lieber mit anderen Dingen beschäftigt.
Außerdem ejakulieren Männer, während Frauen menstruieren und stillen (wobei hier angemerkt sei, dass auch Frauen ejakulieren können und das auch in Ekstase tun). Der auffällige Unterschied liegt darin, dass Männer Samen und Sperma ejakulieren. Die mit Sperma beladene Samenflüssigkeit ist eine biochemisch sehr kostbare und mit großem Aufwand produzierte flüssige Energie, die die meisten Männer überglücklich abgeben – wahrscheinlich ein wenig zu freigebig. Die verausgabte Energie und die in diesen Vorgang eingebundenen Nährstoffe sollten »überwacht« und müssen wieder ersetzt werden, andernfalls betreibt der Mann Raubbau an sich selbst, was zu Schwäche führen kann. Viele medizinische Schulen des Ostens empfehlen, Sex ohne Ejakulation zu praktizieren, damit Männer in ihren sexuell aktiven Jahren ihre Lebenskraft im Gleichgewicht halten und auch mit den ihnen zur Verfügung stehenden Nährstoffen sparsam umgehen. Diese Schulen weisen zudem darauf hin, dass sich auf diese Weise die sexuell aktive Zeit deutlich verlängern lässt. Das heißt überhaupt nicht, dass Sex mit Ejakulation ein für allemal ausgeschlossen werden soll; dieser Sex soll lediglich durch einen geschickten Einsatz der Beckenbodenmuskulatur ergänzt werden. Dadurch lässt sich auch die sexuelle Leistungsfähigkeit steigern; der Mann kann den Samen bei sich behalten (ohne dass dies die Lust und das Vergnügen mindert) und insgesamt die sexuelle Ausdauer erhöhen (siehe auch die Ausführungen im siebten Kapitel zu dieser uns eher fremden Praxis).
Auf der Grundlage der vorhandenen Ähnlichkeiten zwischen dem männlichen und dem weiblichen Körper und angesichts des eklatanten Mangels an Informationen zur Verwendung von Heilpflanzen für die männliche Gesundheitspflege möchte ich vorschlagen, die umfangreiche Überlieferung über Heilpflanzen zur Pflege der weiblichen Gesundheit zu Rate zu ziehen, um daraus möglicherweise ein Verständnis für die Rolle dieser Pflanzen für die männliche Gesundheit zu entwickeln. Dabei sollten wir uns der Ähnlichkeiten zwischen Mann und Frau bewusst sein, von denen ich einige nachfolgend aufliste. Diese Konzepte sollen nicht als unumstößliche Tatsache hingestellt werden, sie lohnen aufgrund ihrer Plausibilität aber eine Erwägung. Die von mir aufgedeckten Ähnlichkeiten umfassen bisher Folgendes (und ich bin mir sicher, dass da noch vieles nachkommt):
• Obwohl die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane völlig unterschiedlich aussehen, scheinen sie fast die jeweils umgekehrte Form zu haben. Bei ihrer vorgeburtlichen Entwicklung sind sich diese Geschlechtsorgane sehr ähnlich. Im sich entwickelnden Fötus sind sie aus homologen Geweben hervorgegangen; die Genitalien der zehn Wochen alten männlichen und weiblichen Föten sind identisch.
• Die Prostata (deren Anatomie und Physiologie wir später erörtern) lässt sich als männliche Gebärmutter deuten, die jedoch keinen deutlichen Monatszyklus aufweist und sich anscheinend auch nicht periodisch wieder auffrischt. Einige Physiologen interpretieren die Prostata als ein in gewisser Hinsicht von den endokrinen Drüsen abhängiges Organ und somit als Entsprechung zu den Brüsten der Frau. Doch so oder so ist die Prostata möglicherweise ein Organ, das nährt, das sensibel auf die eigenen Gedanken und Gefühle reagiert und auch von der Akzeptanz der eigenen Person und von der Art und Weise, auf die man sich um sich selbst kümmert, beeinflusst wird.
• Die Tätigkeit sowohl der Hoden als auch der Eierstöcke wird von den Hormonen der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gesteuert. Unfruchtbarkeit bei Männern und Frauen kommt oft durch einen Mangel an Hormonen aus dieser Drüse zustande, was signalisiert, dass das gesamte endokrine System mit allem, was es an Nährstoffen braucht, versorgt werden muss.
• Die Hoden produzieren sowohl das männliche Hormon Testosteron als auch das weibliche Hormon Östrogen. Ein Teil des im Körper des Mannes abgesonderten Östrogens kommt zwar auch aus der Nebenniere, aber ungefähr 80 Prozent stammen aus den Hoden. Auch die Eierstöcke produzieren Testosteron. Eierstöcke wie Hoden haben ungefähr dieselbe Größe und messen etwa vier Zentimeter.
• Die Hoden sind Eierstockgewebe, die außerhalb des Körpers nach unten gefallen sind. Wenn ein Mann einen Stoß auf die Hoden bekommt, dann wird ein Großteil dieses Schmerzes in der Nähe der Stellen verspürt, an denen bei der Frau die Eierstöcke liegen. Genau an diesen Orten liegen auch die Hoden beim ungeborenen männlichen Kind, bevor die Drüsen in den Hodensack hinabfallen. (Sie hängen dort außerhalb des Körpers, damit sie kühl bleiben. Die Körpertemperatur ist nämlich ein bisschen zu warm für die Produktion von wirkungsvollem Sperma, während sie für das Einnisten einer Eizelle perfekt ist.)
Ein Vergleich der Anatomie der männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane verdeutlicht Ähnlichkeiten (homologe Gewebe) zwischen diesen Organen.
• Um die Scheidenöffnung herum und in der Klitoris hat man bei der Frau Schwellgewebe gefunden; beim Mann ist dieses Gewebe im Penis und bei beiden Geschlechtern in den Brustwarzen vorhanden.
• Die Klitoris und der Penis sind homologe Gewebe und neurologisch ähnlich, unterscheiden sich jedoch in der Gestaltung, in ihrem Temperament und in ihrer »Persönlichkeit«.
• Der Penis hat eine Eichel, und die Klitoris hat eine Klitoriseichel. Der Penis hat eine Vorhaut (zumindest kommt der Mann mit einer Vorhaut zur Welt) und die Klitoris hat eine Klitorisvorhaut. Die Eichel des Penis ist tatsächlich ein inneres Organ, und die Vorhaut ist auf intelligente Weise so gestaltet, dass sie das ganze Leben eines Mannes hindurch die Eichel bedeckt, gleitfähig macht und schützt. Die Klitorisvorhaut schützt die Klitoris und sollte deshalb auf keinen Fall chirurgisch entfernt werden.
• Der Hodensack beim Mann und die großen, äußeren Schamlippen bei der Frau bestehen aus homologem Gewebe.
• Es gibt vereinzelt Berichte darüber, dass Männer Säuglinge stillen (siehe zum Beispiel Anomalies and Curiosities of Medicine von G. Gould und W. Pyle). Die männlichen Brustwarzen sind zwar ganz offensichtlich nicht so gut ausgestattet wie die weiblichen Brustwarzen, aber auch sie gibt es bestimmt aus irgendeinem noch zu erschließenden Grund.
• Warum gibt es eigentlich bei Männern und Frauen Schamhaare? Nun, sie nehmen den männlichen und weiblichen Duft auf, fangen ihn ein, behalten ihn und verbreiten ihn dann subtil bei der durch Pheromone gesteuerten Kommunikation der Geschlechter. Wahrscheinlich gilt das auch für die Achselhaare. Für diese Informationen kann ich zwar keine Veröffentlichung nennen, auf die ich mich berufe, aber es ist bis jetzt die einzige Erklärung, die mir zu Ohren gekommen ist und die von der praktischen Seite her gesehen Sinn ergibt. Wenn dem tatsächlich so ist, müsste das freiwillige Entfernen eines großen Teils der Körperbehaarung einschließlich der Schamhaare, das uns von der gerade herrschenden Mode diktiert wird, eigentlich einige interessante Folgeerscheinungen im Bereich der sexuellen Aktivität einer Gesellschaft haben.